Mutter, Mutter, Kind – let’s do this differently

Dokumentarfilm von Annette Ernst (2021) From Wikipedia, the free encyclopedia

Mutter, Mutter, Kind – let’s do this differently ist ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2022 von Annette Ernst. Der Film ist ein Langzeitporträt einer Familie (2009–2021), die aus zwei lesbischen Frauen und ihren drei Söhnen besteht. Sie ziehen gemeinsam ihre Söhne auf, die mithilfe eines ausgewählten Partners durch eine Samenspende gezeugt worden waren. Sie und ihr Umfeld werden dabei über 12 Jahre lang mit der Kamera begleitet. Im Spiegel der Zeit sieht man die gesellschaftliche Beschäftigung mit gleichgeschlechtlicher Liebe, Ehe und Elternschaft. Mutter, Mutter, Kind – let’s do this differently ist der erste abendfüllende Dokumentarfilm von Annette Ernst.

TitelMutter, Mutter, Kind – let’s do this differently
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch, Französisch, Englisch
Erscheinungsjahr2022
Schnelle Fakten Titel, Produktionsland ...
Film
Titel Mutter, Mutter, Kind – let’s do this differently
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch, Französisch, Englisch
Erscheinungsjahr 2022
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen STOKED FILM, Jip Film
Stab
Regie Annette Ernst
Drehbuch Annette Ernst
Produktion Sebastian Popp
Musik Frankie Chinasky + Zisch
Kamera Nina Werth
Schnitt Anja Lüdcke
Besetzung
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Inhalt

Der Film beginnt im Jahr 2009 und dokumentiert die Regenbogenfamilie, bestehend aus den Müttern Pedi und Anny, ihren drei Söhnen und dem Samenspender Eike. Über einen Zeitraum von zwölf Jahren, vom Baby- bis zum Teenageralter, werden die Kinder beim Heranwachsen begleitet und ihre Meinungen und Ansichten im Wandel der Zeit festgehalten. Dabei werden alte Familiengeheimnisse aufgedeckt und Liebe erlebt. Eine Wendung tritt ein, als das Mädchen Linn einen Brief an ihre Halbbrüder schreibt und Kontakt aufnimmt. Es stellt sich heraus, dass Eike insgesamt fünf Frauenpaaren zu acht Kindern verholfen hat. Die Dokumentation zeigt, wie sich diese Konstellation bis zum Jahr 2021 zu einem erweiterten Familienuniversum entwickelte und wirft einen Blick auf die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit gleichgeschlechtlicher Liebe, Ehe und Elternschaft im Spiegel der Zeit.

Produktion

Der Film wurde von STOKED FILM in Frankfurt gedreht, produziert und von HessenFilm gefördert. Er feierte 2022 auf dem Socially Relevant Film Festival in New York seine Premiere. Der Verleih jip film & verleih brachte ihn am 20. Oktober 2022 in die deutschen Kinos. Der Weltvertrieb liegt bei CINEMIEN.[2]

Während der langen Produktionszeit entstanden zwei TV-Filme:

  1. 2014: Zwei Mütter hat nicht Jeder (WDR)[3]
  2. 2021: Meine alles außer gewöhnliche Familie (ARTE/HR)[4]

Für den Film wurde im Rahmen von Vision Kino auch Material für Schulklassen erstellt.[5]

Premiere und weitere Vorführungen

  • Premiere 2022 Socially Relevant Film Festival New York[6] (Auszeichnung: Indiepix Films Vision Award)[7]
  • Independant FilmFestival Vancouver, Best LGBT’s Film 2022
  • Queerstreifen Filmfestival Regensburg[8]
  • Filmtage Oberschwaben[9]
  • Queer Filmfest Weiterstadt[10]
  • QueerFilmFestival Esslingen[11]

Rezeption

Der Film wurde von der Kritik durchgängig sehr positiv aufgenommen.

Er erhielt das Prädikat „Besonders wertvoll“ von der FBW (Deutsche Film- und Medienbewertung), die ihn als „sensibles, kluges und beeindruckendes Plädoyer für Diversität, Toleranz und Vielfalt“ bezeichnete. Gelobt wurde auch der „Mut, eigene Wege zu gehen“[12]

„Kinematografische Langzeitbeobachtungen sind ebenso aufwendig wie selten. So wichtig wie diese war lange keine mehr.“[13] kino-zeit.de

Einzelnachweise

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