Barnessche G-Funktion

mathematische Funktion From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Barnessche -Funktion, typischerweise mit bezeichnet, ist eine Funktion, die eine Erweiterung der Superfakultäten auf die komplexen Zahlen darstellt. Sie steht in Beziehung zur Gammafunktion, der -Funktion und der Konstanten von Glaisher-Kinkelin und ist nach dem Mathematiker Ernest William Barnes benannt.[1]

Barnessche -Funktion entlang der realen x-Achse

Formal ist die Barnessche -Funktion in der Form eines Weierstraß-Produkts definiert als

wobei die Euler-Mascheroni-Konstante bezeichnet.

Differenzengleichung, Funktionalgleichung und spezielle Werte

Die Barnessche -Funktion erfüllt die Differenzengleichung

mit der Normierung Die Differenzengleichung impliziert, dass die folgenden Werte für ganzzahlige Argumente annimmt:

so dass

wobei die Gammafunktion und die K-Funktion bezeichnen. Die Differenzengleichung definiert die -Funktion eindeutig, wenn die Konvexitätsbedingung

gestellt wird.[2]

Die Differenzengleichung der -Funktion und die Funktionalgleichung der Gamma-Funktion liefern die folgende Funktionalgleichung für die -Funktion, wie ursprünglich von Hermann Kinkelin bewiesen wurde:

Multiplikationsformel

Wie die Gamma-Funktion erfüllt auch die -Funktion eine Multiplikationsformel:[3]

wobei eine Funktion ist, die durch

gegeben ist. Hierbei ist die Ableitung der Riemannschen Zeta-Funktion und die Konstante von Glaisher-Kinkelin.

Asymptotische Entwicklung

Die Funktion hat die folgende asymptotische Entwicklung, die von Barnes gefunden wurde:

Hierbei bezeichnet die Bernoulli-Zahlen und die Konstante von Glaisher-Kinkelin. (Man beachte, dass zur Zeit von Barnes[4] die Bernoulli-Zahl als geschrieben wurde. Diese Konvention wird nicht länger verwendet.) Die Entwicklung ist gültig für in jedem Sektor, der nicht die negative reelle Achse enthält.

Einzelnachweise

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