Basalmembranartige Matrix

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Eine basalmembranartige Matrix (englisch basement membrane-like matrix) ist eine komplexe Mischung von Biomolekülen, die in der 3D-Zellkultur und beim Tissue Engineering als Wachstumsgrundlage (Matrix, Zellsubstrat) verwendet wird.[1] Markennamen für basalmembranartige Matrices sind z. B. Matrigel, BME, EHS matrix.[2][3]

Eigenschaften

Basalmembranartige Matrices haben strukturelle, mechanische und funktionelle Ähnlichkeiten mit der Basalmembran von tierischem Gewebe.[4] Die Basalmembran ist eine spezialisierte Form einer extrazellulären Matrix (EZM), die in verschiedenen Geweben des Körpers zu finden ist.

Eine kommerziell erhältliche Art der basalmembranartigen Matrix wird aus dem Engelbreth-Holm-Swarm-(EHS-)Sarkom aus Mäusen gewonnen.[1] Sie enthält unter anderem Laminin, Entactin, Kollagen und Heparansulfat-Proteoglykane.[1] Die basalmembranartige Matrix von EHS-Zellen bildet bei 37 °C ein Hydrogel aus, während es bei 4 °C flüssig ist. Im Vergleich zu Polylysin-beschichteten Zellkulturflaschen erzeugt Matrigel eine veränderte dreidimensionale Zellverbandstruktur.[3]

Andere basalmembranartige Matrices sind Hydrogele aus natürlichen und/oder synthetischen Polymeren.[4] Diese Hydrogele können mit verschiedenen EZM-Bestandteilen beliebig komplex kombiniert werden.[5]

In der Zellkultur von Stammzellen können teilweise Fütterzellen durch eine basalmembranartige Matrix ersetzt werden.[6] Basalmembranartige Matrices werden in der onkologischen Forschung bei der Etablierung von Tumormodellen den zu injizierenden Tumorzellen beigemischt.[2] Ebenso wird sie bei der Erzeugung von Organoiden verwendet.[5]

Einzelnachweise

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