Baïlador
Musikalbum von Michel Portal
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Baïlador ist ein Musikalbum von Michel Portal. Die im März 2010 in New York City entstandenen Aufnahmen erschienen 2010 auf dem Label EmArcy/Universal.
| Baïlador | ||||
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| Studioalbum von Michel Portal | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
März 2010 | |||
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EmArcy/Universal | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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57:01 | ||||
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Besetzung |
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Bojan Z | ||||
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Studio(s) |
New York City | |||
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Hintergrund
Michel Portal, der auf diesem Album Bassklarinette, Alt- und Sopransaxophon spielte, wurde dabei von einer All-Star-Gruppe begleitet, die Ambrose Akinmusire (Trompete), Bojan Z (Piano), Lionel Loueke (Gitarre), Scott Colley (Bass) und Jack DeJohnette (Schlagzeug) umfasste.
Titelliste
- Michel Portal: Baïlador (Classics & Jazz France – 275 376 6)
- Dolce 8:00
- Baïlador 7:35
- Cuba si, Cuba no 5:50
- Ombres 5:07
- Citrus Juice (Eddy Louiss) 9:21
- Alto Blues 6:08
- One on One (Jack DeJohnette) 11:11
- Tutti no Hystérique 3:46
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Michel Portal.
Rezeption

Nach Ansicht von Charles Walker, der das Album in All About Jazz rezensierte, präsentiert der französische Multiinstrumentalist Michel Portal, der den größten Teil seiner jahrzehntelangen Karriere in den Schützengräben der europäischen freien Improvisation verbracht habe, auf Baïlador eine international beeinflusste Reihe bodenständiger, energiegeladener und zugänglicher Stücke. Baïlador sei im Vergleich zu den üblichen Portal-Sessions deutlich besser organisiert. Trotz der pulsierenden, energiegeladenen Rhythmen, die das gesamte Album durchziehen, und der darüberliegenden, lockeren Improvisationen, würde die Session einen schimmernden, sorgfältig produzierten Eindruck vermitteln, was sich in der Stärke der Kompositionen und Arrangements widerspiegele. Portal gehe noch mit 75 Jahren neue Wege und sprenge mit unbändiger Leidenschaft stilistische, generationelle und kulturelle Grenzen.[1]
Mit seinen vielen musikalischen Projekten habe sich Michel Portal niemals in einen elitären Elfenbeinturm zurückgezogen, meint Gerd Filtgen in Jazz thing. Die graue Eminenz der französischen Avantgarde habe schon recht früh sowohl folkloristische Elemente der Musik seiner baskischen Heimat als auch Melodien und Rhythmen anderer Kulturkreise mit einbezogen. In vielen seiner Äußerungen lasse er durchblicken, dass ihm, unabhängig von seinen Tätigkeiten im Bereich der Klassik, die improvisatorischen Möglichkeiten des Jazz stets neue Perspektiven zur Veränderung aufzeigten. Im fröhlichen Umfeld seiner Band würde Portal durch seinen speziellen Sound-Kosmos streifen. Der öffne sich im thematisch verschachtelten, aber immer funky klingenden „Dolce“ ebenso wie bei „Citrus Juice“, in dem sich Spuren von Flamenco und orientalischer Melodik einfinden würden.[2]
Michel Portal würde hier wie ein stolzer Tänzer – ein Baïlador agieren, der als Letzter improvisiere – oder wie ein Stierkämpfer neue, feurige Banderilla-Lanzen setzen würde, meinte Denis Desassi (Citizen Jazz). „Mit diabolischer Präzision, umgeben von einer beeindruckend effektiven Combo, berührt er uns im Innersten, mitten in unseren Emotionen und im Wesen des Rhythmus.“ Portal sei ein unkategorisierbar, eine Art fiebriger Freigeist, in dem jede Note von einer vitalen Dringlichkeit durchdrungen scheint. Die Jahre würden vergehen, und der Mann scheine kaum Frieden zu finden, so intensiv würde er weiterhin brennen. Mit dem kleinen Unterschied, dass er mit Baïlador seinem Werk eine neue Dimension zu verleihen scheine, indem es die pure Freude am Spielen ausstrahle.[3]
Weblinks
- Listung des Albums bei AllMusic (englisch)