Radar (Live at Theater Gütersloh)
Musikalbum von Michel Portal
From Wikipedia, the free encyclopedia
Radar (Live at Theater Gütersloh) ist ein Musikalbum von Michel Portal. Die am 5. März 2016 im Theater Gütersloh entstandenen Aufnahmen erschienen am 26. August 2016 auf Intuition Records in der Reihe European Jazz Legends.
Veröffent-
lichung
Aufnahme
26. August 2016
Format(e)
CD, Download
| Radar (Live at Theater Gütersloh) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Livealbum von Michel Portal | ||||
|
Veröffent- |
||||
|
Aufnahme |
26. August 2016 | |||
|
Format(e) |
CD, Download | |||
|
Titel (Anzahl) |
6 | |||
|
56:44 | ||||
|
Besetzung |
| |||
|
Markus Mittermeyer, Lucas Schmid | ||||
|
Aufnahmeort(e) |
||||
| ||||
Hintergrund
Bei einem Konzert in Gütersloh traf der Holzbläser Michel Portal zum ersten Mal auf den Pianisten Richie Beirach, mit dem er das Konzert mit der Suite „Esquisse“ eröffnete. Anschließend wurde Portal von der WDR Big Band unter Leitung von Richard DeRosa begleitet, für die Florian Ross zwei Kompositionen von Portals Album Baïlador neu arrangiert hatte. Solisten sind neben Portal der Pianist Hubert Nuss und der Trompeter Ruud Breuls in „Baïlador“ sowie der Bassposaunist Mattis Cederberg in „Dolce“. Das Album enthält außerdem ein knapp 20-minütiges Interview, das Götz Bühler bereits 2015 mit Portal in Paris auf Französisch führte.
Titelliste
- Michel Portal: Radar (Live at Theater Gütersloh) (Intuition Records INTCHR 71319)[1]
- 1 Michel Portal & Richie Beirach – Suite Esquisse 1–3 (Michel Portal, Richie Beirach)
- I Esquisse Part 1 11:11
- II Esquisse Part 2 7:23
- III Esquisse Part 3 3:21
- I Esquisse Part 1 11:11
- 2 Michel Portal and WDR Big Band – Bailador (Michel Portal; Arrangeur: Florian Ross) 9:05
- 3 Michel Portal and WDR Big Band – Dolce (Michel Portal; Arrangeur: Florian Ross) 6:15
- 4 Michel Portal, Götz Bühler – Interview with Michel Portal (Interviewer: Götz Bühler) 19:52
Rezeption
Dieser Abend im Gütersloher Theater bietet gleich zwei Facetten des Holzbläsers, dem sein Alter keineswegs anzuhören sei, und im Duo mit Beirach würde der vitale 80er kammermusikalische Skizzen erforschen, welche die beiden entworfen haben, meint Uli Lemke in Jazz thing. Diese dreiteilige „Esquisse“ klinge ganz europäisch, ein musikalisches Zwiegespräch zwischen Bassklarinette und Klavier, das sich ganz bedacht und nicht von Tempi getrieben entwickelt. Zum anderen stehe mit der WDR Big Band unter Beirachs <sic!> Leitung ein Klangkörper auf der Bühne, für den die Stücke arrangiert seien. Aus den Ausflügen in andalusische Gefilde würde nun eine blechgewaltig schillernde Tour de Force erwachsen, wobei Portal auch zum Sopransaxophon greife, dessen Farben vor dieser Kulisse besonders gut zum Tragen kämen. Radar, das siebte Album in der Reihe „European Jazz Legends“, sei „ein echter Hinhörer“.[2]
Im Grunde genommen seine diese beiden Ausnahmespieler sich selbst genug auf dieser Platte, meint Stefan Pieper (NRW Jazz): Dort sei man vom ersten Ton an auf einem erhabenen Plateau von musikalischer Reife. Es herrsche eine traumwandlerisch ausgeschlafene Kommunikation zwischen zwei Spielern, die sich nichts mehr zu beweisen, aber dafür umso mehr zu sagen zu hätten. „Geschichten erzählen, Traumsequenzen abbilden und sich angeregten Dialog reiben und messen“ – darum gehe es. Die spätere Ausweitung des Rahmens beim hier dokumentierten Konzert auf das Bigband-Format wirke bereichernd: Jetzt zeige sich der legendäre französische Klarinettist und Saxofonist als ausgeschlafener Teamplayer, wenn sein Spiel andere Solisten befeuere und er so ganz uneitel in einer organischen Band-Chemie aufgehe. Portal könne eben auch ein generöser Teamplayer im großformatigen Klangkörper sein, um – hier gerne auch mit sattem funkigen Biss – die eigene Spielfreude mit vielen zu teilen.[3]