Bebresch-Viadukt

Brücke in Bulgarien From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Bebresch-Viadukt (bulgarisch Бебреш виадукт bzw. offiziell виадукт „Бебреш“) ist eine Balkenbrücke im Zuge der bulgarischen Autobahn Hemus (A2), die 5 Kilometer nördlich des Witinjapasses das Tal des Flusses Bebresch und die Republikstraße I-1 überquert. Es liegt auf rund 650 Meter Meereshöhe im Murgasch-Gebirge, einem Teil des Balkangebirges (Stara Planina) knapp 42 Kilometer Luftlinie nordöstlich der Hauptstadt Sofia. Das Viadukt wurde von einem Ingenieurteam um D. Dragoew, P. Mintschew und G. Todorow des staatlichen Bauunternehmens Moststroj AD (Мостстрой) entworfen und 1986 eröffnet. Sie gilt bis heute als die höchste Brücke Bulgariens.

Schnelle Fakten Bebresch-Viadukt (Бебреш виадукт) ...
Bebresch-Viadukt
(Бебреш виадукт)
Bebresch-Viadukt(Бебреш виадукт)
Bebresch-Viadukt
(Бебреш виадукт)
Das Bebresch-Viadukt vom Talboden aus (2009)
Offizieller Name виадукт „Бебреш“
Nutzung A2 E79
Querung von Bebresch und R1
Ort 5 km nördlich Witinjapass, Botewgrad, Bulgarien Bulgarien
Unterhalten durch API (Агенция „Пътна инфраструктура“, kurz АПИ)
Konstruktion Balkenbrücke
Gesamtlänge 720 m
Längste Stützweite 60 m
Höhe 120 m
(nach anderen Angaben 125 m)
Tragfähigkeit HK-800/H-300 (gemäß der Norm BDS 1050:1989)
Baubeginn 1981
Fertigstellung 1985
Eröffnung 1986
Planer D. Dragoew, P. Mintschew und G. Todorow (Moststroj AD)
Maut nein
Lage
Koordinaten 42° 49′ 37″ N, 23° 47′ 48″ O
Bebresch-Viadukt (Bulgarien)
Bebresch-Viadukt (Bulgarien)
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Konstruktion

Die Konstruktion des Bebresch-Viaduktes besteht aus vorgespannten, einfachen Spannbetonträgern für die Fahrbahnen, die jeweils 58 Meter lang, 3,20 Meter hoch und 220 Tonnen schwer sind. Diese wurden vor Ort hergestellt und dann mit Portalhubwagen zu den jeweiligen Pfeilern gefahren. Die beiden daraus hergestellten Richtungsfahrbahnen liegen auf je 11 Stahlbetonpfeilern und den beiden Widerlagern mit gleichmäßigen Pfeilerachsabständen von 60 Metern auf, wodurch sich eine Gesamtlänge der Brücke von 720 Metern ergibt. Die relativ kleinen Trägeröffnungen waren der damals verfügbaren Fertigungstechnologie geschuldet. Der höchste Pfeiler misst etwa 120 Meter, nach anderen Angaben etwa 125 Meter. Die Pfeiler sind bis zu 18 Meter tief gegründet.[1][2]

Sonstiges

Im Schatten des Viaduktes befindet sich ein Gedenkstein (42° 49′ 25,7″ N, 23° 47′ 54,5″ O) für die bulgarischen Fußballnationalspieler Georgi Asparuchow „Gundi“, später zu Bulgariens Fußballer des 20. Jahrhunderts erklärt, und Nikola Kotkow von Lewski-Spartak Sofia. Sie starben am 30. Juni 1971 auf der Nordrampe zum Witinjapass unterhalb des heutigen Bebresch-Viaduktes bei einem Autounfall.

In der Nähe befindet sich an der Südwand eines östlichen Brückenpfeilers eine Gedenktafel (42° 49′ 32,5″ N, 23° 47′ 48″ O) zur Erinnerung an die Grundsteinlegung für den Brückenbau im Jahr 1981.

Rund 700 Meter vor dem Viadukt in Fahrtrichtung Warna befindet sich ein Parkplatz mit einem weiteren Gedenkstein für die beiden Fußballer sowie zwei nicht verwendeten Fahrbahnträgern. Einer liegt kopfüber als Barriere vor dem steilen Abhang, der andere ist mit Treppenaufgängen und Schutzgeländer versehen zu einer Aussichtsplattform (42° 49′ 4,2″ N, 23° 47′ 54,9″ O) umgebaut worden.

Bildergalerie

Baugleiches Viadukt

Baugleich ist das gut zwei Kilometer südlich befindliche, 480 Meter lange Korenishki Dol-Viadukt (42° 48′ 28,7″ N, 23° 48′ 18,2″ O), das die Republikstraße I-1 zwei Mal überquert.

Einzelnachweise

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