Belarussischer Journalistenverband
belarussische nichtstaatliche Organisation
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Der Belarussische Journalistenverband (BAJ) (belarussisch Беларуская асацыяцыя журналістаў / Belaruskaja assazyjazyja schurnalistau, russisch Белорусская ассоциация журналистов / Belorusskaja assoziazija schurnalistow) ist eine Nicht-Regierungsorganisation in Belarus. Er hat das Ziel, die freie Meinungsäußerung und den Erhalt auf das Recht zur Verbreitung von Informationen zu gewährleisten und die professionellen Standards des Journalismus zu fördern.[1]
| Belarussischer Journalistenverband | |
|---|---|
| Rechtsform | Nichtregierungsorganisation |
| Gründung | 1995 |
| Sitz | Minsk |
| Mitglieder | 1100 (2013) |
| Website | baj.media/be |
Geschichte
Der Verband wurde im Jahr 1995 gegründet.[2][1] Der BAJ ist Mitglied der Internationalen Journalisten-Föderation, der European Federation of Journalist und ein Partner der Organisation Reporter ohne Grenzen. Er beobachtet seit 1998 ständig Verstöße gegen die Meinungs- und Medienfreiheit. Seit 2000 veröffentlicht BAJ ein Fachmagazin Abajour.[3]
Während der Proteste in Belarus 2020 sammelte der BAJ gemeinsam mit Reporter ohne Grenzen Beweise über Repressionen des Lukaschenka-Regimes gegen unabhängige Journalisten. Dem gemeinsamen Bericht zufolge erwies sich Belarus im Jahr 2020 als das gefährlichste Land für Journalisten in Europa.[4] Der Verband unterstützt die verfolgten Journalisten auch rechtlich, obwohl er selbst den politischen Repressionen ausgesetzt ist.[5]
Am 27. August 2021 wurde die Vereinigung vom Obersten Gericht von Belarus offiziell geschlossen[6]. Es funktionierte jedoch weiterhin außerhalb von Belarus[7][8].
Am 28. Februar 2023 hat der KGB die Vereinigung als „extremistische Gruppe“ bezeichnet; infolgedessen kann die Mitgliedschaft mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden[9][10].
Leiter
- Schanna Litwina – bis zum 25. April 2015
- Andrej Bastunez – seit dem 25. April 2015[11]
Auszeichnungen
- Im Jahr 2002 wurde der BAJ mit dem World Association of Newspapers’ Golden Pen of Freedom Award ausgezeichnet.[12]
- Im Jahr 2004 erhielt er vom Europäischen Parlament den Sacharow-Preis.[13]
- Im Juni 2011 erhielt der Verband den Atlantic Council Freedom Award.[14]
- Im November 2020 erhielt der Verband den ersten Media Freedom Award von Kanada und Vereinigtem Königreich.[15]
- Im August 2021 erhielt er den Gerd Bucerius-Förderpreis Freie Presse Osteuropas.[16]
- Im April 2022 wurde dem Verband der Guillermo Cano World Press Freedom Prize zuerkannt.[17]