Bellmuth

Ortsteil von Ranstadt From Wikipedia, the free encyclopedia

Bellmuth ist der nach Einwohnerzahl kleinste Ortsteil der Gemeinde Ranstadt im hessischen Wetteraukreis.

Schnelle Fakten Gemeinde Ranstadt ...
Bellmuth
Gemeinde Ranstadt
Koordinaten: 50° 22′ N,  1′ O
Höhe: 158 m ü. NHN
Fläche: 2,52 km²[1]
Einwohner: 170 (2022)[2]
Bevölkerungsdichte: 67 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 63691
Vorwahl: 06041
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Geographische Lage

Bellmuth liegt am südwestlichen Teil des Vogelsberges am Laisbach. Der Hauptort Ranstadt liegt westlich und ist über die Kreisstraße 198 zu erreichen.

Ortsgeschichte

Mittelalter

Die Ersterwähnung von Bellmuth erfolgte um 1040 in einer Schenkung an das Kloster Fulda. Etwa um das Jahr 1160 entstand das Kopiar Codex Eberhardi, in dem diese Schenkung als „Bellemunt“ genannt wird.[3]

Neuzeit

Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Bellmuth:

„Bellmuth (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; liegt 1 St. von Nidda, hat 15 Häuser und 89 Einw., die bis auf 1 Kath. evangelisch sind, und unter welchen 15 Bauern und 2 Handwerker sich befinden. Auch hat der Ort 1 Oelmühle. – Mit Bellmuth, das in einer ziemlich alten, aber undatirten fuldischen Schenkungsurkunde vorkommt, waren die von Ortenberg eine Zeitlang und bis 1345 von den Grafen von Ziegenhain belehnt.“[4]

Ein US-Bomber stürzte am 12. Mai 1944 nahe Bellmuth ab, der bei einem Angriff auf Frankfurt beschädigt wurde. Von den zehn Besatzungsmitgliedern starben fünf.[5]

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Ranstadt, Bellmuth, Bobenhausen I, Dauernheim und Ober-Mockstadt freiwillig zur Großgemeinde Ranstadt.[6] Als Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Ranstadt bestimmt. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Ranstadt wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[7]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Bellmuth angehört(e):[8][1][9]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bellmuth 156 Einwohner. Darunter waren 3 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 30 Einwohner unter 18 Jahren, 66 zwischen 18 und 49, 30 zwischen 50 und 64 und 27 Einwohner waren älter.[19] Die Einwohner lebten in 69 Haushalten. Davon waren 24 Singlehaushalte, 12 Paare ohne Kinder und 24 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 15 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 48 Haushaltungen lebten keine Senioren.[19]

Einwohnerentwicklung

 1791:78 Einwohner[13]
 1800:78 Einwohner[20]
 1806:88 Einwohner, 14 Häuser[15]
 1829:89 Einwohner, 15 Häuser[4]
 1867:115 Einwohner, 23 bewohnte Gebäude[21]
 1875:126 Einwohner, 22 bewohnte Gebäude[22]
Bellmuth: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022
Jahr  Einwohner
1791
 
78
1800
 
78
1806
 
88
1829
 
89
1834
 
120
1840
 
128
1846
 
129
1852
 
141
1858
 
128
1864
 
129
1871
 
123
1875
 
126
1885
 
141
1895
 
134
1905
 
143
1910
 
138
1925
 
139
1939
 
130
1946
 
187
1950
 
172
1956
 
149
1961
 
144
1967
 
147
1970
 
146
1980
 
?
1990
 
?
2000
 
?
2011
 
156
2022
 
185
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS[1]; Zensus 2011[19]; 2022[2]

Historische Religionszugehörigkeit

 1829:88 evangelische, einen katholischen Einwohner[4]
 1961:133 evangelische (= 92,36 %), 10 katholische (= 6,94 %) Einwohner[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Fachwerkkirche wurde im Jahre 1731 erbaut. Neben ihr stehen heute noch das Backhaus und die Hofreite Thum.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Literatur

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