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Bertschikon bei Attikon

ehemalige Gemeinde in der Schweiz From Wikipedia, the free encyclopedia

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Bertschikon
Wappen von Bertschikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
Politische Gemeinde: Wiesendangeni2
Postleitzahl: 8543
frühere BFS-Nr.: 0212
Koordinaten: 703565 / 264961
Höhe: 506 m ü. M.
Fläche: 9,64 km²
Einwohner: 1091 (31. Dezember 2013)
Einwohnerdichte: 113 Einw. pro km²
Gemeindepräsidentin: Brigitte Boller Schürch
(parteilos, bis 2013)
Website: www.wiesendangen.ch
Karte
Bertschikon bei Attikon (Schweiz)
Bertschikon bei Attikon (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2014

Bertschikon ist eine Ortschaft in der Zürcher Gemeinde Wiesendangen. Bis zum 31. Dezember 2013 bildete sie eine eigenständige politische Gemeinde.

Wappen

Blasonierung:

In Rot ein silberner Balken, belegt mit zwei roten und begleitet von fünf silbernen Sternen (3, 2)

Das Wappen Bertschikons wurde 1930 festgelegt. Die sieben Sterne weisen auf die sieben ursprünglichen Zivilgemeinden hin.[1] Zwei rote Sterne im weissen Balken stehen für die ehemaligen Zivilgemeinden Zünikon und Gündlikon, die nach Elgg kirchengenössig[2] waren, weitere fünf Sterne auf rotem Grund bedeuten die übrigen fünf (Bertschikon, Gundetswil, Kefikon ZH, Liebensberg und Stegen), die nach dem thurgauischen Gachnang kirchengenössig waren.[3]

Geographie

Bertschikon liegt innerhalb der Gemeinde Wiesendangen östlich vom Hauptort und grenzt an den Kanton Thurgau. Die flachhüglige Landschaft dient mit 70 % vor allem der Landwirtschaft. Die kleine Waldfläche von 20 % ist nicht zusammenhängend und stark zerstückelt.

Bevölkerung

Bertschikon: Einwohnerzahlen von 1634 bis 2013
Jahr  Einwohner
1634
 
221
1671
 
353
1710
 
379
1771
 
392
1792
 
500
1799
 
657
1812
 
700
1836
 
823
1850
 
949
1860
 
853
1870
 
805
1880
 
717
1888
 
711
1900
 
643
1910
 
645
1920
 
692
1930
 
731
1941
 
708
1950
 
720
1960
 
733
1970
 
845
1980
 
?
1990
 
923
1991
 
966
1992
 
951
1993
 
964
1994
 
948
1995
 
969
1996
 
945
1997
 
977
1998
 
973
1999
 
973
2000
 
971
2001
 
963
2002
 
964
2003
 
956
2004
 
951
2005
 
957
2006
 
988
2007
 
1.002
2008
 
1.045
2009
 
1.041
2010
 
1.043
2011
 
1.049
2012
 
1.055
2013
 
1.091
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[4][5] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[6]

Politik

Gemeindepräsidentin vor der Fusion Ende 2013 war zuletzt Brigitte Boller Schürch (parteilos).[7]

Wirtschaft

Die Landwirtschaft stellt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar, doch entwickelt sich Bertschikon allmählich zu einer halbagrarischen Ortschaft.

Verkehr

Die Autobahnen A1 Winterthur–St. Gallen und A7 Attikon–Frauenfeld und die Eisenbahnlinie Winterthur–Frauenfeld der Schweizerischen Bundesbahnen durchqueren das Ortsgebiet. Es besteht aber auf Grund der kleinen Einwohnerzahlen weder ein Vollanschluss an die Autobahnen noch eine Eisenbahnstation. An der A1 besteht eine Ein-/Ausfahrt Richtung St. Gallen, an der A7 eine Ein-/Ausfahrt Richtung Frauenfeld; der nächste Vollanschluss an die A1 ist Oberwinterthur. Bertschikon und Gundetswil sind mit Autobus erreichbar, die übrigen Ortsteile haben keinen Anschluss an den öffentlichen Verkehr.

Geschichte

Ehemalige Mühle
Ehemaliges Schulhaus

Im Ziegelacker sind Spuren römischer Besiedelung gefunden worden. Unweit der römischen Fernstrasse VitudurumAd Fines wurden 1995 durch Luftbilder erste Anhaltspunkte für den Standort eines römischen Gutshofes nach geophysikalischen Messungen bestätigt, ebenso ein mit dem Gutshof in Zusammenhang stehender Weg.[8] Eine Notgrabung im Jahr 2000 brachte einen Töpferofen und zahlreiches keramisches Material von Bechern, Krügen und Reibschüsseln zutage, was den Ort in den Zusammenhang einer belebten Siedlung zur Römerzeit stellte.[9]

Bertschikon wird 1255 als Bersinkon erstmals urkundlich erwähnt. Für Gündlikon ist die Erwähnung als Gundilinchova im Jahr 1162 gesichert.

Von den mittelalterlichen Grundherren, den Habsburgern, Kyburgern und den Klöstern St. Gallen und Reichenau, ging Bertschikon im Jahr 1471 in die Zürcher Herrschaft über.

Die einstige Gemeinde Bertschikon bestand im 19. und teilweise noch 20. Jahrhundert aus den Zivilgemeinden Bertschikon, Gundetswil, Gündlikon, Zünikon, Liebensberg, Stegen und dem zürcherischen Teil von Kefikon. Daher rühren die sieben Sterne im ehemaligen Gemeindewappen. Auf den 1. Januar 2014 schloss sie sich dem benachbarten Wiesendangen an.[10]

Das Bundesamt für Statistik (BFS) führte Bertschikon bis zur Fusion mit Wiesendangen unter der BFS-Nummer 0212.

Sehenswürdigkeiten

Literatur

Commons: Bertschikon – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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