Elsau
Gemeinde im Kanton Zürich
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| Elsau | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Winterthur |
| BFS-Nr.: | 0219 |
| Postleitzahl: | 8352 |
| Koordinaten: | 702789 / 262631 |
| Höhe: | 498 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 463–610 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 8,07 km²[2] |
| Einwohner: | 3898 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 402 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 17,4 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Gemeindepräsident: | Daniel Schmid (FDP) |
| Website: | www.elsau.ch |
| Lage der Gemeinde | |
Elsau ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Winterthur.
Die Gemeinde umfsst die Ortschaften Elsau, Räterschen (Mundart: Rèètschte[5]), Rümikon, Ober- und Unterschottikon, Fulau, Unter- und Oberschnasberg sowie Tolhusen.

Wappen
- In Silber ein vierfach gebrochener schwarzer Schrägbalken, begleitet von zwei aufrechten schwarzen Lilien
Das Wappen setzt sich zusammen aus den ehemaligen Wappen von Elsau selber, sowie Unterschottikon und Oberschottikon:[6]
- Elsau
- Oberschottikon
- Unterschottikon
Das nicht mehr verwendete Wappen von Oberschottikon entspricht dem heutigen Wappen von Schlieren.
Geographie
Die Gemeinde Elsau liegt im Eulachtal, das in der letzten Eiszeit entstanden ist. Die Landschaft ist geprägt durch Moränenhügel. Von der Gemeindefläche dienen 56,5 % der Landwirtschaft, 25,9 % ist mit Wald bedeckt, 6,1 % ist Verkehrsfläche und 10,9 % Siedlungsgebiet, 0,5 % sind Gewässer.
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1467 | 60 |
| 1634 | 188 |
| 1771 | 479 |
| 1836 | 896 |
| 1850 | 909 |
| 1900 | 1047 |
| 1950 | 1348 |
| 1960 | 1972 |
| 2000 | 2900 |
| 2005 | 3040 |
Politik
Geschichte
Bei Tolhusen sind Spuren eines römischen Gutshofes gefunden worden.
Die erste Erwähnung von Elsau stammt aus den Jahren vor 1040, als von Elnesouva die Rede war. Der Name ist eine Zusammensetzung eines althochdeutschen Personennamens mit dem Gattungsnamen Au, womit er ursprünglich ‹das am Wasser gelegene Land des Ellin, Ellen oder Alini› bezeichnete.[8] Die Ortschaften Rümikon und Schottikon wurden im Jahr 829 erstmals als in Rumaninchouuun und als Scottinchoua urkundlich erwähnt. Ersterer Name bedeutete ursprünglich ‹bei den Höfen der Sippe des Rumo›, Letzterer ‹bei den Höfen der Sippe des Skot›.[9]
Mitte des 11. Jahrhunderts ist ein Ministerialengeschlecht «von Elsau» bezeugt, das seinen Sitz südlich von Elsau auf dem Hügel Burgstall (auch Balchenstall genannt) hatte. Als letzter Vertreter des Geschlechts wird 1350 ein Konrad urkundlich erwähnt.[10] Zusammen mit Winterthur kam die Gemeinde 1462 unter die Herrschaft der Stadt Zürich.
1922 wurde Schottikon in die Gemeinde Elsau eingegliedert.
Verkehr
Die Gemeinde Elsau ist mit den Bahnhöfen Räterschen und Schottikon ans Zürcher S-Bahn-Netz angeschlossen. Sie liegen auf der Bahnstrecke St. Gallen–Winterthur. Die beiden Bahnhöfe werden von der S 35 Winterthur – Wil und der S 12 Brugg – Altstetten – Zürich HB – Stettbach – Winterthur – Schaffhausen/Wil der S-Bahn Zürich bedient. Im Nachtnetz am Wochenende verkehrt die SN21 Winterthur – Wil – St. Gallen . Zusätzlich wird die Gemeinde durch die Postautolinie 680 Winterthur, HB – Elsau – Schlatt ZH – Hofstetten ZH – Elgg bedient. Ab Dezember 2019 verkehrt neu die Buslinie 7 Bahnhof Wülflingen – Winterthur, HB – Elsau, Melcher von Stadtbus Winterthur bis nach Elsau.
Energie
Neunzig Genossenschafter versorgen sich in Rümikon durch die 1910 gegründete Elektrizitäts-Genossenschaft Rümikon (EGR).[11] Noch vor der Rümiker Genossenschaft war in Räterschen im Jahr 1907 die Genossenschaft für elektrische Beleuchtung und Kraftabgabe gegründet worden, heute Genossenschaft EWR mit 70 Genossenschaftern.[12] Die grössere Zahl der Haushalte wird vom Elektrizitätswerk des Kantons Zürich beliefert.
Kunst, Kultur
Das schulische Angebot umfasst Kindergärten, Primarschule sowie eine eigene gegliederte Sekundarschule (zusammen mit der Gemeinde Schlatt).
Vereine
- Pfadfinder
- Sportverein FC Räterschen. Die 1. Mannschaft spielt in der 3. Liga.
- Turnverein Räterschen.
Persönlichkeiten
- Bartholomäus Anhorn der Jüngere (1616–1700), evangelisch-reformierter Pfarrer und Historiker, 1678–1700 in Elsau
- Heinrich Bosshard von Rümikon (1748–1815), Bauer, Laienprediger und Geodät, geboren in Rümikon
- Conrad Schenkel (1834–1917), Landwirt und Politiker
Sehenswürdigkeiten
- Die reformierte Kirche und ihre Bildfenster[13]
Literatur
- Hans Martin Gubler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Der Bezirk Winterthur, Nördlicher Teil (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 79). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bern 1986, ISBN 3-7643-1812-0, S. 334–363.
- Ueli Müller: Elsau. In: Historisches Lexikon der Schweiz.

