Elsau

Gemeinde im Kanton Zürich From Wikipedia, the free encyclopedia

Schnelle Fakten Lage der Gemeinde ...
Elsau
Wappen von Elsau
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Winterthurw
BFS-Nr.: 0219i1f3f4
Postleitzahl: 8352
Koordinaten: 702789 / 262631
Höhe: 498 m ü. M.
Höhenbereich: 463–610 m ü. M.[1]
Fläche: 8,07 km²[2]
Einwohner: 3898 (31. Dezember 2024)[3]
Einwohnerdichte: 402 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
17,4 %
(31. Dezember 2024)[4]
Gemeindepräsident: Daniel Schmid (FDP)
Website: www.elsau.ch
Lage der Gemeinde
Karte von ElsauSchützenweiherBichelseeGuemüliweierZiegelweierDeutschlandKanton SchaffhausenKanton St. GallenKanton ThurgauBezirk AndelfingenBezirk BülachBezirk PfäffikonBezirk UsterBezirk ZürichAltikonBrüttenDägerlenDättlikonDinhardElggEllikon an der ThurElsauHagenbuch ZHHettlingen ZHNeftenbachPfungenRickenbach ZHSchlatt ZHSeuzachTurbenthalWiesendangenWinterthurZell ZH
Karte von Elsau
{ww
Schließen

Elsau ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Zürich. Sie gehört zum Bezirk Winterthur.

Die Gemeinde umfasst die Ortschaften Elsau, Räterschen (Mundart: Rèètschte[5]), Rümikon, Ober- und Unterschottikon, Fulau, Unter- und Oberschnasberg sowie Tolhusen.

Historisches Luftbild aus von Walter Mittelholzer von 1918–1937

Wappen

Blasonierung

In Silber ein vierfach gebrochener schwarzer Schrägbalken, begleitet von zwei aufrechten schwarzen Lilien

Das Wappen setzt sich zusammen aus den ehemaligen Wappen von Elsau selber sowie Unterschottikon und Oberschottikon:[6]

Das nicht mehr verwendete Wappen von Oberschottikon entspricht dem heutigen Wappen von Schlieren.

Geographie

Die Gemeinde Elsau liegt im Eulachtal, das in der letzten Eiszeit entstanden ist. Die Landschaft ist geprägt durch Moränenhügel. Von der Gemeindefläche dienen 56,5 % der Landwirtschaft, 25,9 % sind mit Wald bedeckt, 6,1 % sind Verkehrsfläche und 10,9 % Siedlungsgebiet, 0,5 % sind Gewässer.

Bevölkerung

Die Einwohnerzahlen von Elsau (inkl. des 1922 eingemeindeten Schottikon) entwickelten sich wie folgt:

Elsau (Gemeindestand seit 1. Januar 1922): Einwohnerzahlen von 1634 bis 2024
Jahr  Einwohner
1634
 
188
1671
 
272
1710
 
463
1771
 
706
1792
 
725
1799
 
735
1812
 
812
1836
 
896
1850
 
909
1860
 
966
1870
 
878
1880
 
911
1888
 
989
1900
 
1.047
1910
 
1.047
1920
 
1.119
1930
 
1.149
1941
 
1.187
1950
 
1.348
1960
 
1.972
1970
 
2.069
1980
 
2.558
1990
 
2.582
1991
 
2.564
1992
 
2.576
1993
 
2.577
1994
 
2.606
1995
 
2.623
1996
 
2.692
1997
 
2.821
1998
 
2.803
1999
 
2.836
2000
 
2.908
2001
 
2.921
2002
 
2.993
2003
 
2.973
2004
 
3.018
2005
 
3.045
2006
 
3.145
2007
 
3.231
2008
 
3.267
2009
 
3.279
2010
 
3.327
2011
 
3.364
2012
 
3.355
2013
 
3.421
2014
 
3.472
2015
 
3.480
2016
 
3.558
2017
 
3.631
2018
 
3.659
2019
 
3.647
2020
 
3.657
2021
 
3.699
2022
 
3.707
2023
 
3.766
2024
 
3.898
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik[7][8] ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024[9]


Die Einwohnerzahlen der ursprünglichen Gemeinde Elsau in den Grenzen bis 1921 entwickelten sich wie folgt:

Elsau (Gemeindestand bis 31. Dezember 1921): Einwohnerzahlen von 1467 bis 1920
Jahr  Einwohner
1467
 
60
1771
 
476
1792
 
495
1799
 
480
1812
 
545
1836
 
662
1850
 
674
1860
 
750
1870
 
664
1880
 
706
1888
 
772
1900
 
794
1910
 
816
1920
 
887
Quelle(n): Bundesamt für Statistik[10][11]

Politik

Gemeindepräsident ist Daniel Schmid (Stand März 2024).

Bei den Nationalratswahlen 2023 betrugen die Wähleranteile in Elsau (in Klammern Veränderung zu 2019): SVP 36,73 % (+5,28), SP 14,59 % (+1,97), glp 12,70 % (−1,22), FDP 10,97 % (−2,59), Grüne 8,00 % (−4,49), Mitte 7,73 % (+0,29), EVP 3,25 % (−1,02), EDU 2,28 % (+0,01).[12]

Geschichte

Bei Tolhusen sind Spuren eines römischen Gutshofes gefunden worden.

Die erste Erwähnung von Elsau stammt aus den Jahren vor 1040, als von Elnesouva die Rede war. Der Name ist eine Zusammensetzung eines althochdeutschen Personennamens mit dem Gattungsnamen Au, womit er ursprünglich ‹das am Wasser gelegene Land des Ellin, Ellen oder Alini› bezeichnete.[13] Die Ortschaften Rümikon und Schottikon wurden im Jahr 829 erstmals als in Rumaninchouuun und als Scottinchoua urkundlich erwähnt. Ersterer Name bedeutete ursprünglich ‹bei den Höfen der Sippe des Rumo›, letzterer ‹bei den Höfen der Sippe des Skot›.[14]

Mitte des 11. Jahrhunderts ist ein Ministerialengeschlecht «von Elsau» bezeugt, das seinen Sitz südlich von Elsau auf dem Hügel Burgstall (auch Balchenstall genannt) hatte. Als letzter Vertreter des Geschlechts wird 1350 ein Konrad urkundlich erwähnt.[15] Zusammen mit Winterthur kam die Gemeinde 1462 unter die Herrschaft der Stadt Zürich.

1922 wurde Schottikon in die Gemeinde Elsau eingegliedert.

Verkehr

Die Gemeinde Elsau ist mit den Bahnhöfen Räterschen und Schottikon ans Zürcher S-Bahn-Netz angeschlossen. Sie liegen an der Bahnstrecke St. Gallen–Winterthur. Die beiden Bahnhöfe werden von der S 35 WinterthurWil und der S 12 BruggAltstettenZürich HBStettbachWinterthurSchaffhausen/Wil der S-Bahn Zürich bedient. Im Nachtnetz am Wochenende verkehrt die SN21 WinterthurWilSt. Gallen Zusätzlich wird die Gemeinde durch die Postautolinie 680 Winterthur, HB – Elsau – Schlatt ZHHofstetten ZHElgg bedient. Ab Dezember 2019 verkehrt neu die Buslinie 7 Bahnhof Wülflingen – Winterthur, HB – Elsau, Melcher von Stadtbus Winterthur bis nach Elsau.

Energie

Neunzig Genossenschafter versorgen sich in Rümikon durch die 1910 gegründete Elektrizitäts-Genossenschaft Rümikon (EGR).[16] Noch vor der Rümiker Genossenschaft war in Räterschen im Jahr 1907 die Genossenschaft für elektrische Beleuchtung und Kraftabgabe gegründet worden, heute Genossenschaft EWR mit 70 Genossenschaftern.[17] Die grössere Zahl der Haushalte wird vom Elektrizitätswerk des Kantons Zürich beliefert.

Kunst, Kultur

Das schulische Angebot umfasst Kindergärten, Primarschule sowie eine eigene gegliederte Sekundarschule (zusammen mit der Gemeinde Schlatt).

Vereine

  • Cevi Wiesendangen-Elsau-Hegi
  • Pfadfinder
  • Sportverein FC Räterschen. Die 1. Mannschaft spielt in der 3. Liga.
  • Turnverein Räterschen

Persönlichkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • Die reformierte Kirche und ihre Bildfenster[18]

Literatur

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI