Bisphenol P

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Bisphenol P kurz (BPP) ist eine aromatische organische Verbindung aus der Gruppe der Bisphenole. BPP besteht aus einem zentralen Phenylring, der mit dem wesentlichen Strukturelement von Bisphenol A (BPA) in para-Position zweifach substituiert ist, einem 1,3-Phenylenisopropyliden-Substituenten.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Bisphenol P
Allgemeines
Name Bisphenol P
Andere Namen
  • 4,4′-[1,4-Phenylenbis(1-methylethyliden)]bisphenol
  • 1,4-Bis[2-(4-hydroxyphenyl)-2-propyl]benzol
  • 4,4'-(1,4-Phenylendi-2,2-propandiyl)diphenol
  • 4-(2-(4-[2-(4-Hydroxyphenyl)propan-2-yl]phenyl)propan-2-yl)phenol
  • alpha,alpha'-Bis(4-hydroxyphenyl)-1,4-diisopropylbenzol
  • BPP
Summenformel C24H26O2
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2167-51-3
EG-Nummer (Listennummer) 606-820-0
ECHA-InfoCard 100.125.643
PubChem 630355
ChemSpider 547401
Wikidata Q65643375
Eigenschaften
Molare Masse 346,46 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

193–195 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319
P: 305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Eine Laborstudie zur Reproduktionstoxizität von Bisphenol-A-Analoga ergab, dass das Schädigungspotenzial von BPA durch Bisphenol M, Bisphenol AP und BPP übertroffen wird, wobei Bisphenol P das größte Schädigungspotenzial aufwies.[2] Eine Studie an großen Wasserflöhen ergab, dass die akute Toxizität von BPP und Bisphenol B signifikant größer ist, als die akute Toxizität von BPA.[3]

Verwendung und Freisetzung

Wie andere Bisphenole wird Bisphenol P für die Herstellung von Polycarbonaten und Epoxid-Harzen eingesetzt.[4]

Die Exposition des Menschen resultiert im Wesentlichen durch die Nahrungsaufnahme und Staub. BPP wurde u. a. in Kleidung für Säuglinge[5] sowie in zahlreichen Lebensmitteln wie Getränken, Gemüse, Gemüsekonserven, Milch, Milchprodukten, Fleisch, Fleischprodukten, Bohnen und Zerealien gefunden.[6][7] BPP wurde weltweit in Hausstaub nachgewiesen.[8] Eine Studie aus Saudi-Arabien fand BPP in menschlichem Urin.[9]

Einzelnachweise

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