Bisphenol P
chemische Verbindung
From Wikipedia, the free encyclopedia
Bisphenol P kurz (BPP) ist eine aromatische organische Verbindung aus der Gruppe der Bisphenole. BPP besteht aus einem zentralen Phenylring, der mit dem wesentlichen Strukturelement von Bisphenol A (BPA) in para-Position zweifach substituiert ist, einem 1,3-Phenylenisopropyliden-Substituenten.
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Bisphenol P | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
| ||||||||||||||||||
| Summenformel | C24H26O2 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißes Pulver[1] | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 346,46 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest[1] | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | |||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Eine Laborstudie zur Reproduktionstoxizität von Bisphenol-A-Analoga ergab, dass das Schädigungspotenzial von BPA durch Bisphenol M, Bisphenol AP und BPP übertroffen wird, wobei Bisphenol P das größte Schädigungspotenzial aufwies.[2] Eine Studie an großen Wasserflöhen ergab, dass die akute Toxizität von BPP und Bisphenol B signifikant größer ist, als die akute Toxizität von BPA.[3]
Verwendung und Freisetzung
Wie andere Bisphenole wird Bisphenol P für die Herstellung von Polycarbonaten und Epoxid-Harzen eingesetzt.[4]
Die Exposition des Menschen resultiert im Wesentlichen durch die Nahrungsaufnahme und Staub. BPP wurde u. a. in Kleidung für Säuglinge[5] sowie in zahlreichen Lebensmitteln wie Getränken, Gemüse, Gemüsekonserven, Milch, Milchprodukten, Fleisch, Fleischprodukten, Bohnen und Zerealien gefunden.[6][7] BPP wurde weltweit in Hausstaub nachgewiesen.[8] Eine Studie aus Saudi-Arabien fand BPP in menschlichem Urin.[9]