Bit Heads

Musikalbum des Daniel Blacksberg Trio From Wikipedia, the free encyclopedia

Bit Heads ist ein Musikalbum des Daniel Blacksberg Trio. Die am 8. und 21. Juni 2008 im Studio Buckeye Recording in Philadelphia entstandenen Aufnahmen erschienen im März 2010 auf NoBusiness Records.

Veröffent-
lichung

März 2010

Format(e)

LP, Download

Schnelle Fakten Studioalbum von Daniel Blacksberg Trio, Veröffent-lichung ...
Bit Heads
Studioalbum von Daniel Blacksberg Trio

Veröffent-
lichung

März 2010

Aufnahme

8./21. Juni 2008

Label(s)

NoBusiness Records

Format(e)

LP, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

9

Länge

41:33

Besetzung

Produktion

Danas Mikailionis

Studio(s)

Buckeye Recording, Philadelphia

Chronologie
Bit Heads Perilous Architecture
(2014)
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Hintergrund

Der in Philadelphia lebende Posaunist Daniel Blacksberg legte, nach mehreren Jahren als Sideman bei Anthony Braxton und Danilo Perez, 2009 mit Bit Heads sein Debütalbum vor. An seiner Seite spielten der Bassist Jon Barrios und der Schlagzeuger Mike Szekely. Letzterer ist auch auf Blacksbergs Folgealbum Perilous Architecture (2014) zu hören.

Titelliste

  • Daniel Blacksberg Trio – Bit Heads (NoBusiness Records – NBLP 7)[1]
  1. Fanfare for a Scrambled Race 4:05
  2. Just Shy of Hope 4:04
  3. The Elastic Character 3:27
  4. At Least Understanding 5:06
  5. From the Chamber 2:20
  6. Combing the Postapocalypse 6:11
  7. Deforestation 4:57
  8. The Closer 3:14
  9. Shot to the End 8:27

Die Kompositionen stammen von Daniel Blacksberg.

Rezeption

Albert Mangelsdorff (1992)

Nach Ansicht von Clifford Allen, der das Album 2010 in All About Jazz rezensierte, ist etwas überraschend, dass es nicht [zu diesem Zeitpunkt] allzu viele aktive „Power-Trios“ mit Posaune, Bass und Schlagzeug gab. Das Modell dafür sei Ende der 1970er Jahre in der New Yorker Szene Bands wie BassDrumBone (Posaunist Ray Anderson, Schlagzeuger Gerry Hemingway, Bassist Mark Helias) und der vergleichbaren, wenn auch freier spielenden Gruppe Brahma um Barry Altschul stark geprägt worden. Das Fehlen aktueller, posaunenlastiger Formationen sei bemerkenswert, insbesondere angesichts der wiedererwachten Wertschätzung für Virtuosen wie Roswell Rudd, Grachan Moncur III, Albert Mangelsdorff und Paul Rutherford. Mit Bit Heads würde sich der Posaunist Daniel Blacksberg in die kleine Liste der Musiker einreihen, die sich an ein Trio dieses Formats wagen. Dieser habe sich offensichtlich intensiv mit seinen Vorbildern – Mangelsdorff, Moncur und George Lewis – sowie anderen Blechbläsern auseinandergesetzt, die die Möglichkeiten erweiterter Spieltechniken ausloten. Bemerkenswert sei jedoch, dass Blacksberg als Improvisator alles andere als effekthascherisch ist. Er würde auf die ungestüme Art von BassDrumBone und Brahma verzichten und stattdessen auf kühlere, introspektive Details und ein unkompliziertes, harmonisches Zusammenspiel mit seinen Trio-Partnern setzen, dem Bassisten John Barrios und dem Schlagzeuger Mike Szekely.[2]

Besonders würden die beiden längeren Stücke überzeugen, so Clifford Allen weiter, und das Trio lege sich ins Zeug – „Combing the Post-Apocalypse“ [sic!] besteche durch einen fiesen, jammernden Coll’arco-Bass, der von einem kehligen Blechbläser-Brummen und ausgedehnten linearen Blasgeräuschen widergespiegelt wird und sich langsam zu einem eisigen Schleichen entwickle, getragen von Szekelys luftig-leichten Akzenten. Das abschließende „Shot to the End“ würde von rasselnder Energie leben;, perkussive Anklänge an Sunny Murray und Sven-Åke Johansson trieben kurze, schwungvolle Läufe und gedämpftes Nagen voran, während das Trio zwischen stakkatoartigen Ausflügen und wirren Läufen wechsle. Bit Heads sei ein beeindruckendes Debüt eines Trios, das sich einem trockenen und komplexen Spielfeld verschrieben hat.[2]

Einzelnachweise

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