Bor(II)-oxid
chemische Verbindung
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Bor(II)-oxid ist eine anorganische Verbindung und ein Oxid des Bors.
| Kristallstruktur | ||||||||||
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| _ B3+ _ O2− | ||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||
| Name | Bor(II)-oxid | |||||||||
| Verhältnisformel | BO | |||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||
| Molare Masse | 26,81 g·mol−1 | |||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||
| Dichte |
2,08 g·cm−3[1] | |||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||
Geschichte
Bor(II)-oxid wurde erstmals 1940 von Eduard Zintl hergestellt und beschrieben.[3]
Herstellung
Bor(II)-oxid entsteht bei der Reaktion von elementarem Bor mit Zirconiumdioxid bei hohen Temperaturen. Es wird außerdem angenommen, dass in einer Gasphasenreaktion von elementarem Bor mit Bortrioxid oder Aluminiumoxid im Gleichgewicht Bor(II)-oxid entsteht.[3]
Eine andere Herstellungsmethode geht von Dibortetrachlorid aus. Dieses wird zunächst mit Wasserdampf zu Tetrahydroxydibor umgesetzt. Dieses kann durch mehrstündiges Erhitzen auf 220 °C dehydratisiert werden.[4]
Eigenschaften
Je nach Herstellungsmethode kommt Bor(II)-oxid in zwei unterschiedlichen Strukturen vor, von denen eine als weißer Feststoff und eine als brauner Feststoff vorliegt. Die weiße Form wandelt sich bei Erhitzen auf 400 °C unter Freisetzung größerer Mengen thermischer Energie in die braune Form um.[4]
Die genaue Struktur des Bor(II)-oxids war lange Zeit unbekannt und es wurden eine Vielzahl von Strukturen vorgeschlagen und theoretisch berechnet. Dazu zählen etwa einzelne Bormonoxid-Moleküle, Fulleren-artige Strukturen, eindimensionale, kettenförmige Polymere und auch 2D- und 3D-Strukturen. Nach Versuchen mit 11B-NMR-Spektroskopie und Pulverdiffraktion deutete zunächst einiges auf eine zweidimensionale Struktur von B2O4-Ringen, die über Sauerstoffbrücken miteinander verbunden sind, hin.[5] Nach Einbeziehung von pnykometrischen Dichtemessungen und den Ergebnissen einer 17O-NMR-Spektroskopie erscheint jedoch eine eindimensionale Struktur in Form kondensierter B4O2-Ringe am wahrscheinlichsten.[1]
Die Reaktion von Bor(II)-oxid mit Bortrichlorid bei 200 °C ergibt Dibortetrachlorid,[6] die Reaktion mit Wasserstoff Diboran.[7]