Borkum (Schiff, 2004)

From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Borkum ist ein deutsches Lotsenversetzboot. Eigner des Schiffes ist die Außenstelle Nordwest der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Schnelle Fakten Schiffsdaten, Schiffsmaße und Besatzung ...
Borkum
Schiffsdaten
Flagge Deutschland Deutschland
andere Schiffsnamen Explorer (2004–2006)
Schiffstyp Lotsenversetzboot
Klasse 25m SWATH@A&R
Rufzeichen DBBV
Heimathafen Emden
Eigner Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Außenstelle Nordwest
Bauwerft Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft
Baunummer 6467
Kiellegung 21. März 2003
Stapellauf 6. Februar 2004
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 25,65 m (Lüa)
Breite 13,0 m
Tiefgang (max.) 2,74 m
Vermessung 228 BRZ / 68 NRZ
 
Besatzung 3
Maschinenanlage
Maschine dieselelektrisch
2 × Elektromotoren, AEM Anhaltische Elektromotorenwerk Dessau (Typ: SE 400 M4)
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 1.496 kW (2.034 PS)
Höchst­geschwindigkeit 18 kn (33 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 14 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen DNV
IMO-Nr. 8993875
Schließen

Das als SWATH-Schiff konzipierte Schiff wurde unter der Baunummer 6467 auf der Abeking & Rasmussen Schiffs- und Yachtwerft in Lemwerder als Explorer für das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung gebaut. Die Kiellegung des Schiffes fand am 21. März 2003, der Stapellauf am 6. Februar 2004 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 3. März 2004. Im Mai 2004 wurde es in Dienst gestellt.[1]

Geschichte

Das Schiff wurde durch ein Konsortium, an dem neben Abeking & Rasmussen auch die Lürssen Werft sowie Atlas Elektronik und EADS beteiligt waren, gebaut und ausgerüstet. Bei dem Bau wurde auf die SWATH-Technologie, die bereits für den Bau von Lotsenstations- und versetzbooten angewandt worden war, zurückgegriffen. Modifikationen waren u. a. für die Aufnahme des Sonars und den Einbau des Marineequipments nötig.[1]

Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung nutzte das Schiff in der Nord- und Ostsee für die Erprobung ferngesteuerter Minenjagdgeräte.[2] Das Schiff diente dabei im Rahmen des Projektes „Minenjagd 2000“ als Testfahrzeug für eine als „Seepferd“ bezeichnete unbemannte Minenjagddrohne,[3] von denen laut Projektplanung später jeweils zwei Einheiten von zur Führungsplattform Klasse 334 umgerüsteten Minenjagdbooten der Kulmbach-Klasse (Klasse 333) gesteuert werden sollten. Die „Seepferd“-Drohnen wiederum sollten ihrerseits mit kleinen Unterwasserdrohnen, „Seewolf“ und „Seefuchs“, zur Minenbekämpfung ausgerüstet werden.[4][5]

Nachdem das Projekt im Herbst 2005 aufgegeben worden war,[6] ging das Schiff an das damalige Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, das es 2006 zum Lotsenversetzboot umbauen ließ und in Borkum umbenannte. Das Schiff wird von der Außenstelle Emden des Lotsbetriebsvereins betrieben[7] und von der Lotsenbrüderschaft Emden in der Ems­mündung eingesetzt,[8] nachdem es zunächst in erster Linie als Versetzboot des Lotsenstationsschiffes Weser in der Weser­mündung zum Einsatz kam.

Literatur

Commons: Borkum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI