Brasilianisch-nigrische Beziehungen

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Die brasilianisch-nigrischen Beziehungen umfassen die bilateralen Beziehungen zwischen Brasilien und dem Niger. Sie unterhalten seit 1975 offizielle diplomatische Beziehungen.[1]

Schnelle Fakten
Brasilianisch-nigrische Beziehungen
Brasilianisch-nigrische Beziehungen (Atlantischer Ozean)
Brasilianisch-nigrische Beziehungen (Atlantischer Ozean)
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Niger
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Ihr Verhältnis gilt als unbelastet, aber noch wenig intensiv. Niger gehört nicht zu den Staaten Afrikas, zu denen Brasilien bevorzugte und engere Beziehungen pflegt, die Staaten unterhalten keine gegenseitigen diplomatischen Vertretungen, und es bestehen wenig historische, wirtschaftliche oder kulturelle Verbindungen. So gehört die Unterstützung Nigers durch das brasilianische Schulspeisungsprogramm zu den wichtigsten Punkten ihrer Beziehungen, neben ihrer Zusammenarbeit in der UNO, wo sie beide Mitglieder der Gruppe der 77 und zahlreicher UN-Sonderorganisationen sind. Daneben gehören sie beide einer Reihe weiterer Organisationen an, etwa der Welthandelsorganisation (WTO) und der Weltbank, u. a.

Eine bedeutende gegenseitige Diaspora besteht nicht. Im Jahr 2024 waren 66 im Niger geborene Einwohner in Brasilien gemeldet.[2]

Geschichte

Das 1822 von Portugal unabhängig gewordene Brasilien und der 1960 von Frankreich in die Unabhängigkeit entlassene Niger nahmen am 24. Oktober 1975 diplomatische Beziehungen auf. Gegenseitige Botschaften eröffneten sie danach nicht.

Eine erste Annäherung fand 2010 mit dem Besuch des nigrischen Ministers für Bevölkerung, Frauen und Kinder, Sanady Techimaden Hadattan, in Brasilien statt. Es folgte die erste Intensivierung am Rande des Besuchs von Nigers Staatspräsident Mahamadou Issoufou bei der Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro 2012. Beim folgenden Besuch von Nigers Außenminister Mohamed Bazoum in Brasilien wurde 2013 eine erste bilaterale Vereinbarung über regelmäßige Konsultationen unterzeichnet.

Über das in der brasilianischen Hauptstadt Brasília angesiedelte World Food Programme’s Center of Excellence against Hunger, eine 2011 gestartete Kooperation zwischen Brasilien und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, ist Brasilien bei der Schulspeisung im Niger engagiert.[1]

Diplomatie

Brasilien unterhält keine eigene Botschaft in Nigers Hauptstadt Niamey, das Land gehört zum Amtsbezirk des brasilianischen Botschafters in Benin.

Niger hat auch seinerseits keine eigene Vertretung in der brasilianischen Hauptstadt Brasília, zuständig ist die Botschaft Nigers in den Vereinigten Staaten.

Gegenseitige Konsulate sind ebenfalls nicht eingerichtet (Stand 2024).

Wirtschaft

Zuckerraffinerie in Pradópolis im Bundesstaat São Paulo: Zucker ist das wichtigste Exportgut Brasiliens in den Niger, von wo in geringem Umfang Eisenwaren als einzige nennenswerte Warengruppe nach Brasilien gehen.

Der gegenseitige Handel ist bislang schwach entwickelt. Im Jahr 2023 belief sich ihr bilaterales Handelsvolumen auf etwa 11 Mio. US-Dollar, mit einem massiven Handelsbilanzüberschuss zu Gunsten Brasiliens von über 10 Mio. US-Dollar. Brasilien exportierte dabei Güter in Höhe von 11 Mio. US-Dollar in den Niger, von wo Waren für rund 25.000 US-Dollar nach Brasilien gingen. Hauptexportgut Brasiliens war vor allem Zucker (etwa 7,5 Mio. US-Dollar), dazu kamen Malz, Fleisch und Fleischwaren. Der Niger exportierte hauptsächlich Metallwaren und Luftpumpen nach Brasilien.[3]

Sport

Die Brasilianische und die Nigrische Fußballnationalmannschaft der Männer spielten bisher noch nicht gegeneinander auch die Brasilianische und die Nigrische Fußballnationalmannschaft der Frauen noch nicht. Anders als einige andere regionale Auswahlen wurde die nigrische Männer-Auswahl bisher noch von keinem Brasilianer trainiert (alles Stand 2025).

Einzelnachweise

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