Brompinacolon

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Brompinacolon (Brompinakolon) ist eine organische Verbindung, konkret ein Keton und ein Alkylbromid. Es ist ein Derivat des Pinacolons.

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Brompinacolon
Allgemeines
Name Brompinacolon
Andere Namen

1-Brom-3,3-dimethyl-2-butanon (IUPAC)

Summenformel C6H11BrO
Kurzbeschreibung

klare, hellgelbe Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 5469-26-1
EG-Nummer 226-794-0
ECHA-InfoCard 100.024.358
PubChem 21642
ChemSpider 20341
Wikidata Q72511488
Eigenschaften
Molare Masse 179,05 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,331 g·cm−3 bei 25 °C[1]

Siedepunkt

188–194 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315319335
P: 261264271280302+352305+351+338[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Herstellung

Brompinacolon kann ausgehend von Pinacol oder Pinacolon hergestellt werden. In ersterem Fall muss das Pinacol zunächst durch Pinacol-Umlagerung mit Schwefelsäure in Pinacolon umgewandelt werden. Die Bromierung von Pinacolon ist mit Aluminiumamalgam und elementarem Brom möglich.[2]

Eigenschaften und Reaktionen

Brompinacolon ist eine farblose Flüssigkeit, die sich mit der Zeit unter Gelbfärbung zersetzt. Da es sich beim Erhitzen schneller zersetzt, kann es nur bei vermindertem Druck destilliert werden. Die Verbindung wirkt stark tränenreizend.[2] Brompinacolon ist ein Inhibitor der Acetylcholinesterase. Die Inhibierung ist zunächst reversibel, nach einiger Zeit jedoch irreversibel, da die Verbindung kovalent an das aktive Zentrum bindet.[3] Es bildet Addukte mit Bortrifluorid, Bortrichlorid und Bortribromid.[4] Brompinacolon ist ein elektrophiles Alkylierungsmittel, das beispielsweise zur Funktionalisierung von Calixarenen verwendet wurde.[5] Mit Pyridin bildet es eine Pyridiniumverbindung, die sich als Indikator für Basen eignet. Dies funktioniert durch Deprotonierung der Pyridiniumverbindung unter Bildung eines gelb gefärbten Stickstoff-Ylids.[6]

Einzelnachweise

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