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Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt

deutsche Auszeichnung für Umwelt- und Naturschutz From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Deutsche Umweltpreis, auch Umweltpreis der Bundesstiftung Umwelt, wird seit 1993 jährlich von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) verliehen. Mit 500.000 Euro ist es der am höchsten dotierte Umweltpreis in Europa.

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Mit der Verleihung werden „Einsatz und Leistungen ausgezeichnet, die jetzt und zukünftig entscheidend und in vorbildhafter Weise zum Schutz und zur Erhaltung unserer Umwelt beitragen“.[1]

Auswahlkriterien

Folgende Kriterien charakterisieren die Leitidee des Preises:

  • Die ausgezeichnete Leistung sollte in erster Linie Vorbildfunktion für andere Personen, Unternehmen und Organisationen besitzen.
  • Die zu prämierende Leistung sollte dazu beitragen, Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Vorsorge- und Umsetzungsstrategien zu entschärfen.
  • Die Verdienste sollten derart überzeugend sein, dass ein Nachahmungseffekt erzielt wird. Entsprechend sollten der Modellcharakter und die praktische Umsetzbarkeit im Vordergrund stehen.
  • Innovative, vernetzte ganzheitliche Lösungsansätze werden besonders berücksichtigt. Dabei werden kooperationsstiftende Leistungen mit interdisziplinärer Ausprägung vorrangig bewertet.

Preisträger

Weitere Informationen Jahr, Preisträger ...
JahrPreisträgerGrund der Verleihung
1993[2] Foron Hausgeräte GmbH Entwicklung des weltweit ersten FCKW- und FKW-freien Kühlschranks
Wolfgang Haber Popularisierung des Naturschutzes
1994[3] Paul J. Crutzen und Frank Arnold Untersuchungen zur Entstehung des Ozonlochs
Verein Ökospeicher und Gemeinde Wulkow umweltgerechte Entwicklung im ländlichen Raum
Umweltinitiativen der Wirtschaft in Ostwestfalen Umsetzung hoher Umweltstandards
1995[4] Georg Winter umweltorientierte Unternehmensführung
Klaus Günther umweltorientierte Unternehmensführung
1996[5] Maciej Nowicki Gründer des polnischen Umweltschutzfonds
Wilkhahn Wilkening & Hahne GmbH & Co. Vorbild im Umwelt-Controlling
1997[6] Michael Otto Umweltmanagementsystem beim Otto-Versand
Bernhard Ulrich Stoff- und Energieflüsse in Wäldern
Integral Energietechnik GmbH Entwicklung eines ungiftigen Kältemittels
1998[7] Arbeitsgruppe Klimaforschung am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg globale und regionale Klimamodelle
Georg Salvamoser Leistungen in der Photovoltaik
1999[8] Klaus Steilmann Ökologie in Textilien und Bekleidung
Wilhelm Barthlott Lotuseffekt für Oberflächen
2000[9] Franz Daschner Umwelt- und Stoffstrommanagement im Krankenhaus
Aloys Wobben Windkraftanlagenbau
2001[10] Hermann Auernhammer Arbeiten zu Precision Farming
Franz Ehrnsperger, Neumarkter Lammsbräu Entwicklung eines ökologischen Unternehmenskonzeptes für Brauereien
Wolfgang Feist Entwicklung des Passivhauskonzeptes
2002[11] Peter Lüth Biologischer Pflanzenschutz durch Mikroorganismen
Klaus Töpfer Internationales Engagement für den Umweltschutz
2003[12] Claus Mattheck Forschungsleistung auf dem Gebiet der Bionik, unter anderem die Visual-Tree-Assessment-Methode
Hermann Josef Schulte Forschung und Entwicklung umweltfreundlicher Abgastechnologien für den Fahrzeugbau
2004[13] Alfred Heinrich Jung Entwicklung eines neuen Dichtungsprinzips für die chemische Industrie
Garabed Antranikian Pionier der Weißen Biotechnologie
Loki Schmidt Ehrenpreis Lebensleistung
2005[14] Berndt Heydemann Gründer des Zukunftszentrums Mensch-Natur-Technik-Wissenschaft in Nieklitz
Joachim Luther Nutzung der Sonnenenergie
Heinz Sielmann Ehrenpreis Lebensleistung
2006[15] Hans G. Huber Technologietransfer zur Wasserbehandlung in Schwellen- und Entwicklungsländern
Ernst-Detlef Schulze Erforschung der globalen Erwärmung
2007[16] Beate Weber Engagement für Umwelt- und Klimaschutz
Carl H. Schmitt und Jürgen Köhler (beide Konvekta AG) Entwicklung von umweltfreundlichen Kältemitteln
Hans Joachim Schellnhuber Klimafolgenforschung
2008[17] Ernst Ulrich von Weizsäcker Umweltpolitiker und -Berater, insbesondere der Vereinten Nationen
Holger Zinke Pionier der Weißen Biotechnologie
2009[18] Petra Bültmann-Steffin und Carsten Bührer Entwicklung von Spezial-Heizern auf Basis von Hochtemperatursupraleitern
Bo Barker Jørgensen Beitrag zum Verständnis mikrobieller Vorgänge im Meer
Angelika Zahrnt jahrzehntelanger Einsatz für den Umweltschutz
2010[19] Winfried Barkhausen und Edwin Büchter Entwicklung mobil einsetzbarer Lasertechnik
Rainer Grießhammer hat umweltpolitische Problemlösungen vorangebracht und das Thema Nachhaltigkeit im Alltag der Menschen verankert
Michail Gorbatschow für sein internationales Umweltschutzengagement
2011[20] Joachim Alfred und Joachim Georg Wünning für eine spezielle Verbrennungstechnik, die in den energieintensiven Schlüsseltechnologien weltweit eine effizientere Energieverwendung und deutliche Emissionsminderungen ermöglicht (FLOX-Verfahren)
Jürgen Schmidt für das klimaneutrale Versandhaus Memo AG, welches zu nachhaltigem Konsum in Büro, Schule, Haushalt und Freizeit beiträgt
2012[21] Günther Cramer dafür, dass er „durch konsequentes Fokussieren auf Forschung und Entwicklung die SMA von einem kleinen Ingenieurbüro zum global agierenden Technologie- und Marktführer mit mehr als 5500 Mitarbeitern“ aufgebaut hat
Andreas Bett und Hansjörg Lerchenmüller dafür, dass sie „mit ihren wegweisenden technischen Entwicklungen und persönlichem Einsatz in der Photovoltaik weltweit Maßstäbe gesetzt und sie damit global maßgeblich vorangebracht“ hätten
2013[22] Ursula Sladek Mitbegründerin der Elektrizitätswerke Schönau
Carmen Hock-Heyl Firmengründerin von Thermo-Hanf
2014[23] Peter Hennicke Energieeffizienzexperte
Gunther Krieg Firmengründer von UNISENSOR Sensorsysteme
Hubert Weinzierl Ehrenpreis für lebenslanges Engagement im Naturschutz
2015[24] Mojib Latif Klima- und Meeresforscher
Johan Rockström Direktor des Stockholm Resilience Centre
Michael Succow Ehrenpreis für lebenslanges Engagement im Naturschutz
2016[25] Bas van Abel Fairphone-Gründer, Unternehmer, für das Ziel, ein ethisch vertretbares Smartphone herzustellen
Angelika Mettke Wissenschaftlerin (BTU), Recycling-Expertin, für den Einsatz von wiederverwertbaren Betonteilen und Recycling-Beton
Walter Feeß Unternehmer (Heinrich Feeß GmbH & Co. KG), Recycling-Experte, für den Einsatz von wiederverwertbaren Betonteilen und Recycling-Beton
2017[26] Inge Sielmann, Kai Frobel und Hubert Weiger Einsatz für das erste und größte gesamtdeutsche Naturschutzprojekt, das Grüne Band Deutschland
Bernhard Oswald und Johannes Oswald Entwicklung eines besonders energiesparenden Elektromotors
Tony de Brum Entscheidende Mitwirkung am Zustandekommen der „High Ambition Coalition“ für den Klimaschutz (Ehrenpreis, posthum)
2018[27] Antje Boetius für ihre wissenschaftlichen Leistungen in der Tiefsee- und Polarforschung
Roland Arnold Müller, Manfred van Afferden, Mi-Yong Lee (Mi-Yong Becker) und Wolf-Michael Hirschfeld (alle Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung) für neuartige Systemlösungen dezentraler Abwasserreinigung
2019[28] Ingrid Kögel-Knabner für ihre wissenschaftlichen Leistungen in der Bodenforschung
Reinhard Schneider (geschäftsführender Gesellschafter von Werner & Mertz) für Nutzung von Rezyklaten und heimischen Pflanzen als Rohstoff
2020[29] Ottmar Edenhofer für seinen Beitrag zur CO2-Bepreisung
Annika Trappmann und Hugo Sebastian Trappmann (Geschäftsführer der Blechwarenfabrik Limburg) für ihr herausragendes Engagement für den Klimaschutz
Martin Sorg (Entomologischer Verein Krefeld) Ehrenpreis für die wissenschaftliche Untermauerung massiver Insektenrückgänge in der „Krefelder Studie“
2021[30] Katrin Böhning-Gaese für die Forschung zu den Folgen des Artenverlustes[31]
Hans Joosten für seine Arbeit in der Moorforschung[32]
2022[33] Friedrich Mewis und Dirk Lehmann für den „Becker Mewis Duct“, eine energiesparende Vorrichtung für langsamfahrende Schiffe, die damit auch zu einem verminderten Ausstoß von Treibhausgasen beiträgt[34][35]
Christof Schenck (Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, ZGF) für seinen Einsatz, große Wildnisrefugien zu schützen[34]
Myriam Rapior (als Vertreterin der jungen Umweltbewegung) und Kathrin Muus (als junge Engagierte aus der Landwirtschaft) Ehrenpreis für den Brückenbau zwischen Umwelt und Landwirtschaft in der 2020 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Zukunftskommission Landwirtschaft und ihren Beitrag für deren Abschlussbericht 2021[34]
2023[36] Friederike Otto für ihre Forschungsarbeiten um die Zuordnungsforschung[36]
Dagmar Fritz-Kramer (Geschäftsführerin der Bau-Fritz GmbH & Co. KG) für ihre Vorreiterrolle in der Bauindustrie[36]
2024 Franziska Tanneberger für ihre Forschung zu Mooren und deren Rolle für Klima und Biodiversität[37]
Thomas Speidel (Gründer und Geschäftsführer von ads-tec Energy) für ein System zum schnelleren Laden von Elektroautos[38]
2025 Sonia Seneviratne für bahnbrechende Studien zu Wechselwirkungen von Bodenfeuchte, Vegetation, Verdunstung und Atmosphäre[39]
Lars Baumgürtel und Birgitt Bendiek (Geschäftsführer des Gelsenkirchener Unternehmens ZINQ) für ein innovatives Verzinkungsverfahren, bei dem Ressourcen und Energie gespart werden[39]
2026 Roda Verheyen Juristischer Einsatz für das Klima
Klaus Vossenkaul Neue Ära für die Abwasserreinigung
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Literatur

Einzelnachweise

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