Bundesverband deutscher Banken

Interessenvertretung der privaten Banken in der Bundesrepublik Deutschland From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) ist die Interessenvertretung der privaten Banken in der Bundesrepublik Deutschland. Er hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins.[4]

Gründung1951[1] in Berlin
SitzBerlin
Schnelle Fakten Rechtsform, Gründung ...
Bundesverband deutscher Banken
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Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 1951[1] in Berlin
Sitz Berlin
Präsident Christian Sewing[2]
Vorstand Präsidium[3]
Christian Sewing[2]
Christian Kühn
Christian Ricken
Vorstand[3]
Lutz Diederichs
Wolfgang Fink
Ingrid Hengster
Heiner Herkenhoff
Marion Höllinger
Bettina Orlopp
Lars Stoy
Gerhard Wiesheu
Geschäftsführer Heiner Herkenhoff
Mitglieder 178
Website https://bankenverband.de
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Laut Eintrag im Lobbyregister des deutschen Bundestags gab die Organisation im Geschäftsjahr 2024 mehr als fünf Millionen Euro für Lobbyismus aus.[5]

Geschichte und Strukturen

Der Verband wurde 1951 in Köln gegründet. Er ist der Nachfolger der 1901 gegründeten Standesorganisation Centralverbandes des deutschen Bank- und Bankiergewerbes.[1] Dieser war 1934 in die Wirtschaftsgruppe Privates Bankgewerbe als Teil der nationalsozialistischen Reichsgruppe Banken umgeformt worden.[6] 1999 wurde der Sitz nach Berlin verlegt. Daneben unterhält der BdB Büros in Frankfurt am Main und in Brüssel und ist Mitglied der European Banking Federation. Die Tochtergesellschaft Bank-Verlag GmbH[7] hat ihren Sitz weiterhin in Köln. Im Jahr 2018 wurde mit der BdB-Akademie GmbH[8] eine weitere Tochtergesellschaft gegründet. In ihr sind die Bildungsaktivitäten der Bankenverbandsgruppe gebündelt.

Der Verband vertritt rund 180[9] private Kreditinstitute. Daneben zählen etwa 20 FinTechs zu den außerordentlichen Mitgliedern.[10]

Aufgaben

Der BdB lobbyiert für seine Mitglieder in Politik und Öffentlichkeit und koordiniert sich dazu mit anderen Verbänden (z. B. mit der Lobbyorganisation Die Deutsche Kreditwirtschaft). Zudem ist er Träger des Einlagensicherungsfonds.[11]

Mitgliedschaften

Rolle im Cum-Ex-Steuerbetrug

Kriminelle Aktivitäten unterschiedlicher Banken und Personen im Cum-Ex-Steuerbetrug wurden durch das Jahressteuergesetz von 2007 ausgeweitet. Grundlage für das Gesetz war ein Textvorschlag des BdB und der Deutschen Bank, welcher „fast wortgleich“ durch das Bundesfinanzministerium übernommen wurde.[14][15][16]

Vorstandschaft und Präsidium

Der Verband wird von einem auf drei Jahre gewählten Vorstand geleitet. Die Vorstandssitze werden unter den Banken nach Kategorien aufgeteilt. Die Großbanken stellen je ein Mitglied, die Privatbankiers zwei, die Regionalbanken vier, die Auslandsbanken ein Vorstandsmitglied.[17] Darüber hinaus ist der Hauptgeschäftsführer kraft Amtes Vorstandsmitglied. Aus diesem Vorstand werden ein Präsident und zwei Stellvertreter gewählt. Es wird versucht, das Präsidentenamt zwischen den Großbanken und den Privat- bzw. Regionalbanken alternieren zu lassen.[18] Nach der Ankündigung, den Posten des Vorstandsvorsitzenden bei der Commerzbank abzugeben, wurde Martin Zielke im August 2020 von Hans-Walter Peters abgelöst.[19] Zum 1. Juli 2021 hat Christian Sewing das Amt von Peters übernommen.[20]

Die Präsidenten in chronologischer Reihenfolge:

Siehe auch

Einzelnachweise

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