Busagawald

Wald und Important Bird Area im Distrikt Muhanga in der Südprovinz von Ruanda From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Busagawald befindet sich innerhalb des Distrikts Muhanga im Norden der Südprovinz von Ruanda.

OpenStreetMap-Karte des Busaga­waldes (grün)
Topographische Karte Ruandas mit den zentrierten Positionen der acht Important Bird Areas, darunter der Busagawald nordwestlich des Zentrums

Geographie

Innerhalb des Distrikts Muhanga liegt der Busagawald am Dorf Muyebe in der Zelle Ruhango des Sektors Rongi. Er hat eine Fläche von etwa 152 Hektar und liegt auf einer Höhe von 1900 und 2200 Metern.[1]

Schutzstatus

Der Busagawald steht Stand Oktober 2025 nicht unter Naturschutz. Er wird vom Distrikt Muhanga verwaltet und unterliegt der Gerichtsbarkeit der Rwanda Forestry Authority (RFA), der nationalen Forstbehörde Ruandas.[1]

Fauna

Kappengeier (Necrosyrtes monachus) im Flug im Norden Ruandas (2024). Die im Busagawald nistende Art wird als vom Aussterben bedroht eingestuft.
Kivufeinsänger (Apalis personata), einer der Endemiten der Ökoregion – Bild von westlich des Nyungwe-Waldes in Ruanda

Der Busagawald wird von BirdLife International als eine von acht Important Bird Areas in Ruanda gelistet. Von besonderer Bedeutung ist das dortige Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Kappengeiers (Necrosyrtes monachus), da der Busagawald der bisher einzige untersuchte Standort in Ruanda ist, an dem nistende Kappengeier beobachtet wurden. Zu den häufigsten Todesursachen bei in Ruanda tot aufgefundenen Geiern zählen unbeabsichtigte Vergiftungen und Stromschläge durch Hochspannungsleitungen.[2][3][4] An von der IUCN als stark gefährdet eingestuften Vogelarten finden sich im Busagawald zudem der Südafrika-Kronenkranich (Balearica regulorum) und Rotmantelastrild (Cryptospiza shelleyi) und an gefährdeten Arten der Kivubuschsänger (Bradypterus graueri) und der Savannenadler (Aquila rapax).[1] Zudem finden sich zahlreiche Endemiten des Albert-Grabens, darunter neben dem Rotmantelastrild und Kivubuschsänger der Kivufeinsänger (Apalis personata), der Ruwenzorifeinsänger (Oreolais ruwenzorii), der Ruwenzoribatis (Batis diops) und der Ruwenzorinektarvogel (Cyanomitra alinae).[1]

Weitere vorkommende Vogelarten sind nach Familie geordnet nach Angaben von Nature Rwanda:[5]

Im Wald wurde zudem die als gefährdet eingestufte Afrikanische Goldkatze verzeichnet.[1] Weitere beobachtete Säugetiere sind laut Nature Rwanda die Afrikanische Zibetkatze (Civettictis civetta), der Streifenschakal (Lupulella adusta), die Schlankmanguste (Herpestes sanguineus), die Diademmeerkatze (Cercopithecus mitis), das Lord-Derby-Dornschwanzhörnchen (Anomalurus derbianus), das Carruthers-Rotschenkelhörnchen (Funisciurus carruthersi), die Afrikanische Weichrattenart Praomys jacksoni, die Dunkle Bürstenhaarmaus (Lophuromys aquilus) und die Woosnam-Bürstenhaarmaus (Lophuromys woosnami), die im Albert-Graben endemisch ist und im Busagawald im Vergleich zu den anderen Nagetieren besonders häufig festgestellt wurde.[5]

Weitere Endemiten des Albert-Grabens finden sich auch in der Herpetofauna des Busagwalds, darunter die Langfingerfroschart Arthroleptis schubotzi, die Afrikanische Ochsenfroschart Amietia desaegeri und die Froschart Ptychadena chrysogaster aus der Familie Ptychadenidae sowie die Schwarzgrüne Buschviper (Atheris nitschei), die Kongo-Eidechsenart Congolacerta vauereselli, die als stark gefährdet eingestufte Skinkart Leptosiaphos graueri und die Chamäleonart Trioceros johnstoni. Weitere vorkommende Reptilien sind die Schlangenart Lycophidion ornatum aus der Familie Lamprophiidae und eine Geckoart der Gattung Cnemaspis.[5]

Einzelnachweise

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