CJD Christophorusschulen Berchtesgaden
Privates Schulzentrum in Bayern
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Die CJD Christophorusschulen Berchtesgaden sind ein staatlich anerkanntes privates Schulzentrum mit Internat im Berchtesgadener Land. Träger ist das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands. Überregional bekannt ist das Schulzentrum als Eliteschule des Sports („Ski-Gymnasium“)[6] und wegen seines Asthmazentrums.
0748 (Realschule)
0045 (Gymnasium)
1178 (FOS)
1869 (Berufsfachschule)
| CJD Christophorusschulen Berchtesgaden | |
|---|---|
| Schulnummer | 1616 (Förderzentrum) 0748 (Realschule) 0045 (Gymnasium) 1178 (FOS) 1869 (Berufsfachschule) |
| Ort | Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Bischofswiesen |
| Land | Bayern |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 47° 36′ 6″ N, 13° 1′ 23″ O |
| Träger | Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands gemeinnütziger e. V. (CJD) |
| Schüler | 114 (Förderzentrum)[1] 272 (Realschule)[2] 235 (Gymnasium)[3] 50 (Fachoberschule)[4] 39 (Berufsfachschule)[5] (Schuljahr 2024/25) |
| Lehrkräfte | 17 (Förderzentrum)[1] 21 (Realschule)[2] 23 (Gymnasium)[3] 2 (Fachoberschule)[4] 3 (Berufsfachschule)[5] (hauptamtliche; Schuljahr 2024/25) |
| Website | www.cjd-christophorusschulen-berchtesgaden.de |
Geschichte
Das bereits 1388 in einem Erbrechtsbrief erwähnte Dürrecklehen wurde, wiewohl außerhalb des Führersperrgebiets Obersalzberg in Schönau am Königssee gelegen, von Martin Bormann aufgekauft und in die Gutshofverwaltung Obersalzberg eingegliedert.[7] Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Dürrecklehen als ehemaliges Eigentum der NSDAP unter der Vermögensverwaltung der Besatzungsmächte und ging erst 1949 an den Freistaat Bayern über. Anschließend erwarb ein Verein zur Förderung von Werkschulheimen das Anwesen und richtete darin eine „private Volks- und Oberschule“ sowie ein Internat (vorerst nur für „Jungen“) ein.[8] 1950 wurde die private Volksschule aufgelöst und lediglich die Oberschule bzw. das Gymnasium wurde mit 35 Schülern weitergeführt.[7]
Am 1. August 1953 übernahm das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) das Anwesen und gründete die „Jugenddorf Christophorus-Schule Obersalzberg“ (sic!). Im ersten Schuljahr mussten Unterrichtsräume, Werkstätten, Schüler- und Lehrerunterkünfte in drei Gebäuden Platz finden. Weihnachten 1954 wurde der 100. Schüler begrüßt und ab 1960 wurde ein staatliches Gymnasium Betreuungsschule, um in Zusammenarbeit mit dessen Lehrkräften das Abitur abnehmen zu können.[7] 1968 folgte die staatliche Anerkennung der Schule und im Sommer des gleichen Jahres das erste „schuleigene Abitur“.[9] (Ab wann an der Schule gemeinsamer Unterricht von Jungen und Mädchen im Sinne der Koedukation eingeführt wurde, ist derzeit nicht belegbar, dürfte sich aber, wie überall in Bayern, spätestens Ende der 1960er oder Anfang der 1970er durchgesetzt haben.)
Im Laufe der Jahre wurde nicht nur das Anwesen am Dürreck um Erweiterungsbauten ergänzt, sondern an weiteren Standorten des Berchtesgadener Landes neue Einrichtungen mit anderen Schulformen (siehe nachfolgendem Abschnitt) eröffnet.[9]
1973 wurde ein Abkommen mit der Deutschen Sporthilfe und dem Deutschen Skiverband geschlossen, wonach talentierten Wintersportlern die Verbindung der Erfordernisse an Training und höherer Schulbildung ermöglicht werden sollten. Dafür wurde am nahegelegenen Schulhang auch ein Skilift eingerichtet.[9]
Am 4. Oktober 2019 kam es an der Grund- und Mittelschule des Asthmazentrums am Standort Buchenhöhe im Berchtesgadener Gemeindeteil Resten zu einem Vollbrand. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder, die Sachschäden wurden auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt.[10][11]
Schulformen und Förderungschwerpunkte
Das Schulzentrum der CJD Christophorusschulen Berchtesgaden umfasst alle Schulformen des dreigliedrigen bayerischen Schulsystems (Grund- und Mittelschule, Realschule, Gymnasium) und darüber hinaus noch eine Fachoberschule und eine Berufsfachschule für Kinderpflege (BFSK). Die Schulen sind auf mehrere Standorte in Berchtesgaden, Schönau am Königssee und Bischofswiesen verteilt. Schwerpunkte sind Gesundheit, Religion und Sport.
Bereits seit 1960 haben gerade auch Asthmatiker das hochgelegene Gymnasium am Dürreck in Schönau am Königssee besucht, da das allergenarme Gebirgsklima für sie eine wesentliche Erleichterung bedeutet. 1987 wurde zudem auf der ebenfalls hochgelegenen Buchenhöhe im Berchtesgadener Gemeindeteil Resten u. a. das CJD Asthmazentrum Berchtesgaden eingerichtet, das später noch um ein Diabetes- sowie ein Adipositaszentrum ergänzt, zum Rehabilitationszentrum des CJD Berchtesgaden ausgebaut wurde, mit dem wiederum laut eigener Beschreibung alle Schulen des CJDs in Berchtesgaden „eng vernetzt“ sind. Betreut werden darüber die von der umweltklimatisch günstigen Höhenlage profitierenden Asthmatiker, Allergiker und Neurodermitiker sowie Diabetiker, Adipositas- und Mukoviszidose-Patienten.[12] Dem Rehabilitationszentrum des CJD Berchtesgaden ist auch ein Förderzentrum für körperliche und motorische Entwicklung angegliedert.[13]
Seit dem Abkommen von 1973 mit der Deutschen Sporthilfe und dem Deutschen Skiverband[9] haben das „Skigymnasium Berchtesgaden“[14] viele erfolgreiche Wintersportler besucht, unter anderem: