Callosa d’en Sarrià

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Callosa d'en Sarrià (Spanisch: Callosa de Ensarriá) ist eine Gemeinde im Südosten von Spanien in der Provinz Alicante in der Valencianischen Gemeinschaft. 2025 hatte die Gemeinde 8.182 Einwohner.

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Gemeinde Callosa d’en Sarrià
Wappen Karte von Spanien
Callosa d’en Sarrià (Spanien)
Callosa d’en Sarrià (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Valencia Valencia
Provinz: Alicante
Comarca: Marina Baixa
Gerichtsbezirk: Villajoyosa
Koordinaten: 38° 39′ N,  7′ W
Höhe: 250 msnm[1]
Fläche: 34,66 km²[2]
Einwohner:8.182 (Stand: 2025)[3]
Bevölkerungsdichte:236 Einw./km²
Postleitzahl(en): 03510
Gemeindenummer (INE): 03048 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Andrés Molina Ferrándiz
Website: www.callosa.es
Lage des Ortes
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Geografie

Die Gemeinde grenzt an die Gemeinden Altea, Bolulla, Guadalest, Xaló, La Nucia, Polop und Tàrbena.

Geschichte

Es wurden Ablagerungen aus dem Neolithikum (5.000 v. Chr.), dem Chalkolithikum, der Bronzezeit, der iberischen und römischen Epoche entdeckt. Diese Siedlungen bildeten die Grundlage für die Gründung von muslimischen Weilern in verschiedenen Teilen der Gemeinde. Der Ursprung von Callosa ist ein altes muslimisches Bauernhaus, das nach der christlichen Rückeroberung von den König Jakob I. von Aragonien in den Feudalbesitz übergeben wurde.

Demografie

Einwohnerentwicklung[4]
1842 1900 1930 1950 1970 1981 1991 2001 2011 2021
4.328 4.220 4.227 4.355 5.539 7.117 7.491 7.057 7.653 7.677

Wirtschaft

Tourismus

Im Vergleich zu anderen Orten im Hinterland der Costa Blanca ist der Tourismus nicht der wichtigste Wirtschaftszweig. Dennoch bietet die Gemeinde mit den Wasserfällen Les Fonts d’Algar (span. Las Fuentes del Algar) und dem Dino Park Algar[5] zwei Attraktionen, die Touristen aus den Touristenzentren an der Küste anziehen. Auch die seit 1981 weitgehend stagnierende Einwohnerzahl zeigt, dass Callosa bisher von Ferien- und Zweitwohnungen verschont worden ist.

Landwirtschaft

Callosa betreibt eine äußerst wettbewerbsfähige Landwirtschaft auf der Grundlage von Mispeln. Hier und in den umliegenden Dörfern wird etwa die Hälfte aller Mispeln aus Spanien mit einer Gesamtfläche von ca. 1.000 Hektar angebaut. Der Anbau erfolgt in Familienbetrieben, sodass in der Erntezeit ab Ende März ein Großteil der Bewohner in Ernte und Verarbeitung der empfindlichen Früchte beschäftigt ist. Seit 1958 sind die Erzeuger in der Kooperative Ruchey organisiert, die mit dem Verkauf der Früchte 20 Millionen Euro umsetzt.[6] Da die Ernte aufgrund der Empfindlichkeit der Früchte in reiner Handarbeit erfolgt und keine Maschinen oder Geräte eingesetzt werden, ist der Anbau für Großbetriebe uninteressant. Die ca. 14.000 Tonnen Mispeln, die in der Gemeinde jährlich geerntet werden, gehen zu 80 Prozent in den Export, vor allem nach Italien.[7]

Mispelanbau unter Schutznetzen

Die Ursprünge des Mispelanbaus in Callosa gehen auf die Folgen des Spanischen Bürgerkriegs zurück. Viele Landarbeiter aus Callosa und Umgebung gingen in der wirtschaftlichen Krise der 1940er Jahre nach Algerien, um dort als Erntehelfer auf den Pflanzungen französischer Kolonialherren Arbeit zu finden. Von dort brachte einer von ihnen Mitte der 1960er Jahre Samen der dort angebauten Mispelsorte mit nach Callosa. Die heute Algerie genannte Sorte passt sich besser an das Mikroklima im Hinterland der Costa Blanca an als heimische Arten, wobei vor allem ihre größere Resistenz gegenüber Transportschäden wirtschaftlich bedeutend ist.[7]

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Bauwerke der Stadt sind die katholische Erzbischofskirche Sant Joan Baptista aus dem 18. Jahrhundert und die Festung von Bèrnia, die im 17. Jahrhundert gebaut wurde um den Ort vor Piraten zu schützen.

Commons: Callosa d'en Sarrià – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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