Camponogara
italienische Gemeinde
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Camponogara ist eine Gemeinde mit 12.968 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Metropolitanstadt Venedig der Region Venetien in Italien. Sie umfasst eine Fläche von 21 km².
| Camponogara | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Venetien | |
| Metropolitanstadt | Venedig (VE) | |
| Lokale Bezeichnung | Canponogara | |
| Koordinaten | 45° 23′ N, 12° 4′ O | |
| Fläche | 21 km² | |
| Einwohner | 12.968 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Postleitzahl | 30010 | |
| Vorwahl | 041 | |
| ISTAT-Nummer | 027004 | |
| Website | Camponogara | |
Geschichte
Camponogara wird in einer 897 ausgefertigten Urkunde des Kaisers Berengar I. erstmals erwähnt.[2] 1077 ist eine der Muttergottes geweihte Kirche bezeugt. Anfangs stand Camponogara unter der Herrschaft des Bistums Padua. Mit dem Aufstieg der Serenissima geriet das Dorf unter deren Hoheit. Infolgedessen war es auch vom Kriegszug der Liga von Cambrai gegen die Republik Venedig betroffen. Kaiser Maximilian I. rückte 1513 mit seiner Armee in Camponogara ein.[2] In der langen Friedenszeit, die das Einschwenken der Republik Venedig zu einer Politik der Neutralität in den Auseinandersetzungen zwischen den italienischen Staaten ermöglichte, blühte Camponogara auf. Reiche Venezianer ließen sich dort als Sommerfrische venezianische Villen errichten,[2] ähnlich denen an der Riviera del Brenta.
1797 endete das Zeitalter der Republik Venedig. Als Teil von Venetien kam Camponogara an die Habsburger und – nach dem napoleonischen Zwischenspiel – 1815 zum habsburgischen Königreich Lombardo-Venetien und infolge des Friedens von Wien 1866 zum Königreich Italien.
Pfarrkirche
Die Pfarrkirche (italienisch: chiesa dei Santi Maria Assunta e Prosdocimo) steht unter dem Patrozinium der Aufnahme Mariens in den Himmel und des hl. Prosdocimus. Sie wurde von 1774 bis 1792 erbaut und 1812 geweiht.[3] Sehenswert sind die von Costantino Cedini (1741–1811) zwischen 1785 und 1790 gemalten Fresken. Das Fresko in der Chorapsis zeigt die Aufnahme Mariens in den Himmel und die Heiligen Prosdocimus und Petrus. Die Fresken im Kirchenschiff zeigen Begebenheiten aus dem Alten Testament.
Am anderen Ende des Kirchplatzes, der Kirche gegenüber, steht der 1885 erbaute, rund 70 Meter hohe Campanile, einer der höchsten Glockentürme Italiens.[4] Die fünf Glocken erklingen „alla Veronese“ (im veronesischen System) in der diatonischen Durtonleiter.
Literatur
- Gabriella Delfini Filippi, Lorenzo Salmaso, Vanni Tiozzo: La Chiesa di Camponogara dalla costruzione al restauro, 1792–1992. Cassa Rurale ed Artigiana di Bojon, Campolongo Maggiore 1991.
