Candidatus Sukunaarchaeum mirabile

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Candidatus Sukunaarchaeum mirabile“ ist der provisorische Name (Candidatus) eines Archaeons, eines einzelligen Mikroorganismus, der bislang nur durch sein Erbgut bekannt ist. Es parasitiert den Dinoflagellaten Citharistes regius, Stamm M16.[2][3][4][5] Somit ist „Ca. Sukunaarchaeum mirabile“ der erste bekannte Parasit unter den Archaeen.[5][6]

Schnelle Fakten „Ca. Sukunaarchaeum mirabile“, Systematik ...
Ca. Sukunaarchaeum mirabile“
Systematik
Domäne: Archaeen (Archaea)
ohne Rang: Sukuna-clade
Gattung: Candidatus Sukunaarchaeum
Art: Ca. Sukunaarchaeum mirabile“
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Candidatus Sukunaarchaeum
Harada et al. (2025)
Wissenschaftlicher Name der Art
„Ca. Sukunaarchaeum mirabile
Harada et al. (2025)[1]
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Mikro-Aufnahme von C. regius, Wirt von Ca. S. miabile, aus einer Meerwasserprobe, die mit einem Planktonnetz vor Shi­moda, Präfektur Shizuoka, Japan, entnommen wurde.
Mikro-Aufnahme von C. regius, Wirt von Ca. S. miabile, aus einer Meerwasserprobe, die mit einem Planktonnetz vor Shi­moda, Präfektur Shizuoka, Japan, entnommen wurde.
Skizze von Citharistes, ebenfalls mit Cyanobionten (Phaeosomen) in der Phaeosomkammer.
Skizze von Citharistes, ebenfalls mit Cyanobionten (Phaeosomen) in der Phaeosomkammer.

Gefunden wurde der Organismus bzw. seine Genom-sequenz M16-5 per Metagenomik bei der Suche nach symbiotisch lebenden Cyanobakterien. Der Organismus wurde aufgrund seiner für Archaeen typischen Gensequenzen als solches eingeordnet. Das Erbgut von „Ca. S. mirabile“ ist lediglich 238.000 Basenpaare lang – nur halb so groß wie das kleinste bislang bekannte Archaeen-Genom.[5][7]

Praktisch alle seine 189 proteincodierenden Gene sind in die Replikation des Parasiten involviert. Somit besitzt das Archaeon viele Eigenschaften von Viren, die keinerlei Gene für einen eigenen Stoffwechsel besitzen. Im Gegensatz zu Viren besitzt das Archaeon jedoch Gene, um mittels eigener Enzyme das eigene Erbgut zu replizieren.[5][8]

Dies deutet auf eine beispiellose Stoffwechselabhängigkeit vom Wirt hin, ein Zustand, der die funktionalen Unterschiede zwischen minimalem zellulärem Leben und Viren wieder etwas mehr verschwimmen lässt.[9][5]

Namensgebung

Der vorgeschlagene Name für die Gattung, Sukunaarchaeum, ist eine Anspielung auf Sukuna-biko-na (japanisch 少彦名神 berühmter kleiner Herr), einer kleinen Shintō-Gottheit, die mit heißen Quellen in Verbindung gebracht wird. Der Art-Epitheton mirabile is lateinisch und bedeutet ‚erstaunlich, bewundernswert, wunderbar‘.[5][10]

Einzelnachweise

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