Caramboxin
chemische Verbindung
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Caramboxin (CBX) ist ein Gift der Karambole (Sternfrucht; Averrhoa carambola).[2][3] Personen mit Nierenerkrankungen sind besonders anfällig für dieses Gift, welches zu neurologischen Effekten bis hin zu epileptischen Anfällen und Tod führen kann.[4]
| Strukturformel | |||||||||||||
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| Allgemeines | |||||||||||||
| Name | Caramboxin | ||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C11H13NO6 | ||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||
| Molare Masse | 255,22 g·mol−1 | ||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||
Die chemische Struktur des Caramboxins ähnelt der der Aminosäure Phenylalanin. Caramboxin ist eine nichtproteinogene Aminosäure, die Glutamatrezeptoren stimuliert; der Agonismus an ionotropen NMDA- und AMPA-Rezeptoren verursacht ausgeprägte exzitatorische, krampfsteigernde und neurodegenerative Wirkungen.[3]
Die Karambole enthält – wie andere Vertreter der Sauerkleegewächse (Oxalicadaceae) – zudem reichlich Oxalsäure. In Wechselwirkung mit Caramboxin können somit gleichzeitig neuro- und nephrotoxische Effekte ausgelöst werden. Der Verzehr größerer Mengen von Karambolen oder Sternfruchtsaft auf nüchternen Magen ist auch für Menschen mit normaler Nierenfunktion nicht empfohlen.[5]