Carl Plagemann
schwedischer Maler
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Carl Plagemann (auch: Carl Gustaf, * 2. April 1805 in Södertälje; † 2. Februar 1868 in Rom) war ein schwedischer Maler.

Leben
Carl Plagemann war der Sohn des Apothekers und Künstlers Carl Johan Fredrik Plagemann (1779–1864), Halbbruder der Künstlerinnen Dorothea und Augusta Plagemann sowie Cousin des Militärs und Künstlers Arnold Plagemann.
Plagemann widmete sich zunächst dem Apothekerberuf, legte die Apothekerprüfung und anschließend das Abitur ab und war dann wohl 1824 an der Bergbauschule in Falun, ehe er 1825 Pharmazie in Uppsala studierte. Anschließend arbeitete er in einer Apotheke in Kristianstad. 1827 bis 1831 studierte er bei Fredric Westin an der Kunstakademie in Stockholm, wo seine Gemälde Der Tod des Epameinondas (1829), Herkules auf dem Scheiterhaufen (1830) und Phaeton fährt den Sonnenwagen und wird von Jupiters Blitz getroffen (1831) ausgezeichnet wurden.
1831 reiste er über Turin nach Florenz, wo er sich bis 1833 aufhielt. Von 1833 bis 1852 lebte er in Rom. Er arbeitete für den Kunsthändler Graf Antonio J. X. Cabral als Lithograph und Restaurator und stellte für diesen auch Kopien her, die Cabral dann als Werke alter Meister verkauft haben soll.
1836 bis 1841 konnte er mit einem Stipendium der Stockholmer Akademie durch Italien reisen. 1841 bis 1849 war er Mitglied der römischen Bürgergarde und 1848/49 Offizier unter Garibaldi im Krieg gegen Frankreich.
1852 bis 1854 hielt er sich in Madrid auf, wo er im Auftrag des Königs von Württemberg Gemälde von Tizian und Paolo Veronese kopierte. Danach kehrte er nach Schweden zurück, wo er in Stockholm ein Institut für Malerei und Zeichnung betrieb. 1856 wurde er Mitglied der Stockholmer Akademie. Ab 1860 arbeitete er zudem als Restaurator am Nationalmuseum und parallel als Zeichenlehrer an unterschiedlichen Schulen.
Kurz nach seiner Rückkehr nach Rom verstarb er.
Werk
In seiner Zeit in Rom schickte Plagemann regelmäßig Gemälde zu den Ausstellungen der Kunstakademie, von denen sich zum Beispiel sein Selbstporträt erhalten hat.[1] Die Zeichnungen aus seiner Anfangszeit in Rom sind noch von der klaren Linie des Klassizismus geprägt, wie eine als Nachstich erhaltene Darstellung „Judas gibt das Geld dem Synhedrion zurück“, dessen Druckplatte sich in der Calcografia des Istituto Centrale per la Grafica erhalten hat.[2] Später schuf er spätromantische Nachtlandschaften und Genrebilder zum Beispiel mit einer italienischen Fruchtverkäuferin, für die seine 30 Jahre jüngere italienische Frau als Modell gedient haben soll. Sein Gemälde mit einer Darstellung des Abendmahls für die Kirche in Sävar (1866) wurde beim Brand der Kirche zerstört.
- Cervaro-Fest, Lithografie von Plagemann nach einer Zeichnung von Friedrich Nerly, 1835
- Mondbeschienene Stromschnellen, 1847, Schwedisches Nationalmuseum, Stockholm
- Italienische Früchteverkäuferin, 1865, Schwedisches Nationalmuseum, Stockholm
Literatur
- Plagemann, 2. Karl Gustaf, in: Nordisk familjebok, Auflage 1915
- Henning Repetzky: Carl Plagemann. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 96, De Gruyter, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-023262-2, S. 104.