Chemtura
Ehemaliges amerikanisches Chemieunternehmen
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Chemtura war ein US-amerikanisches Chemieunternehmen. Es war einer der größten Hersteller von Schmierfetten, Calciumsulfonat, Brom, insbesondere für bromierte Flammschutzmittel, Organometallverbindungen und Urethan-Präpolymeren.
| Chemtura Corporation | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 2005 |
| Sitz | Philadelphia, |
| Leitung | Craig A. Rogerson[1] |
| Mitarbeiterzahl | 2.500[2] |
| Umsatz | 1,745 Mrd. US-Dollar[2] |
| Branche | Chemie |
| Stand: 31. Dezember 2015 | |
Geschichte

Chemtura entstand 2005 durch Übernahme der Great Lakes Chemical Corporation aus West Lafayette (Indiana) durch die Crompton Corporation aus Middlebury (Connecticut).[3] Die Crompton Corporation war bei der Fusion von Crompton & Knowles mit Witco (1999) entstanden.[4] Damit kamen auch Uniroyal (1996 übernommen) und die Philips-Duphar-Niederlassung in Amsterdam (1995 von Uniroyal gekauft) zu Chemtura.
Das Geschäft mit Antioxidantien und Lichtschutzmitteln wurde 2013 an SK Capital verkauft und in Addivant umbenannt.[5][6]
Der Bereich Agrochemie wurde 2014 an Platform Specialty Products (PSP) verkauft.[7] Im September 2016 unterzeichnete Chemtura einen Vertrag zur Übernahme durch Lanxess. Die Übernahme wurde am 21. April 2017 abgeschlossen.[8]
Produkte
Pflanzenschutzmittel
Bis zum Verkauf an PSP wurden das Herbizid Dichlobenil, die Fungizide Mancozeb und Oxycarboxin, die Insektizide Daminozid, Diflubenzuron und Triflumizol sowie die Akarizide Bifenazat und Propargit hergestellt.[9] Auch Netzmittel auf Siloxan-Basis (Silwet) wurden von Chemtura hergestellt.[10]
Flammschutzmittel
- Decabromdiphenylether (Handelsname DE83R)
- Decabromdiphenylethan (Firemaster 2100)
- Hexabromcyclododecan (CD75P)
- Tetrabrombisphenol A (BA-59P)
- Tetrabrombisphenol-A-bis(2,3-dibrompropylether) (PE68)
Kritik
2014 reichte Chemtura eine Klage gegen den Bundesstaat Kalifornien aufgrund der Änderungen der – de facto im ganzen Land plus Kanada angewandten – Brandsicherheitsvorschrift Technical Bulletin 117[11] ein[12][13] und spielte gleichzeitig Fakten zu den Risiken für die Gesundheit und die Umwelt sowie zur Wirkungslosigkeit von Flammschutzmitteln in Schaum von Polstermöbeln herunter.[14][15][16]
