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Chris Boltendahl

deutscher Sänger From Wikipedia, the free encyclopedia

Chris Boltendahl (* 2. Januar 1962 in Gladbeck[1]) ist Sänger der deutschen Heavy-Metal-Band Grave Digger.

Chris Boltendahl (2019)

Leben

Boltendahl mit Grave Digger auf dem Wacken Open Air 2025

Zusammen mit Peter Masson und Phillip Seibel gründete Chris Boltendahl als Jugendlicher die deutsche Metal-Band Grave Digger in Gladbeck. Anfangs war Boltendahl noch nicht der Sänger, sondern der Bassist der Gruppe. Nur wenige Wochen vor dem ersten Plattenvertrag wurde er aufgrund interner Streitigkeiten aus der Band geworfen, kurze Zeit später jedoch wieder zurückgeholt, um auf der ersten Platte namens Heavy Metal Breakdown als Sänger mitzuwirken.[2] Seitdem blieb er auch durchgehend der Sänger der Band. Boltendahl managte u. a. um 1997 die deutsch-amerikanische Thrash-Metal-Band The Company.[3]

Als es zwischen Boltendahl und damaligem Gitarristen Uwe Lulis zur Jahrtausendwende zu Streitigkeiten um die Nutzungsrechte am Namen der Band kam, stand die Gruppe kurz vor der Auflösung. Lulis verlor jedoch den Streit und Boltendahl konnte weiterhin Grave Digger als Bandnamen beanspruchen.[4] Heute ist Boltendahl das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Band.

Unter dem Titel Grave Digger. Die definitive Biografie brachte er 2002 eine Bandbiografie heraus.

Als seine musikalischen Einflüsse nennt Boltendahl Van Halen, Judas Priest, Motörhead, Accept.[1]

Neben seiner Arbeit als Musiker war er als A&R-Manager für das spanische Plattenlabel Locomotive Records tätig. Außerdem ist er Fotograf und Maler.

Zum 30-jährigen Bühnenjubiläum von Doro Pesch sang er beim Wacken Open Air 2013 mit ihr den Song East meets West und im Quartett mit Udo Dirkschneider die Wackenhymne 2011 We are the Metalheads.[5]

2023 gründete er Chris Boltendahl’s Steelhammer für sein erstes Soloalbum Reborn in Flames.

Diskografie

mit Chris Boltendahl’s Steelhammer

Als festes Mitglied

mit Grave Digger
mit Digger
  • 1986: Stronger than Ever
mit Hawaii
  • 1989: Bottles and Four Coconuts (Demo)
mit The Fyredogs
  • 2010: Hellfyre Rock ‘n’ Roll
mit Hellryder
  • 2021: The Devil Is a Gambler

Als Gastmusiker

mit Helloween
mit Factory of Art
  • 1996: Grasp!!!
mit Edguy
  • 1997: Kingdom of Madness
mit The Company
  • 1997: Frozen By Heat
mit White Skull
  • 1999: Asgard (EP)
  • 1999: Tales from the North
  • 2022: Metal Never Rusts
mit The Company
  • 1997: Frozen by Heat
mit Imagika
  • 2000: And So It Burns
mit Genius: A Rock Opera
  • 2002: Episode 1: A Human into Dreams’ World
mit Van Canto
  • 2010: Tribe of Force
mit Painside
  • 2010: Dark World Burden
mit Rosae Crucis
  • 2010: Fede poture vendetta – Overlord Edition
mit Doro
  • 2010: 25 Years in Rock… and Still Going Strong
  • 2016: Strong and Proud – 30 Years in Metal
mit Anita Hegerland
  • 2011: Schön ist es auf der Welt zu sein (Single)
mit Maegi
  • 2013: Skies Fall
mit Orden Ogan
  • 2015: Ravenhead
  • 2022: Final Days: Orden Ogan and Friends
mit FB1964
  • 2017: Störtebeker
  • 2020: Dreams & Nightmares
  • 2022: Malleus Maleficarium
mit Nils Patrik Johansson
  • 2018: Evil Deluxe
mit Wolfen
  • 2018: Rise of the Lycans
mit Hellish War
  • 2019: Wine of Gods
mit Desert
  • 2019: Fortune Favors the Brave
mit Neck Cemetery
mit The Chronomaster Project
  • 2022: The Android Messiah
mit StormHammer
  • 2022: Never Surrender – 30 Years of Power
mit Rigorious
  • 2023: Night of Retribution
mit Seraina Telli
  • 2024: The Black ‘n’ White Sessions

Literatur

  • Grave Digger. Die definitive Biografie. Mit Andreas Schöwe und Holger Koch. Hamburg: Hannibal Verlag. 2002. ISBN 3854452179

Einzelnachweise

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