Clemens Verenkotte
deutscher Historiker, Journalist und Hörfunk-Korrespondent der ARD
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Clemens Verenkotte (* 3. August 1960 in Dinslaken) ist ein deutscher Historiker, Journalist und Hörfunk-Korrespondent der ARD.

Leben
Verenkottes Bruder ist Christoph Verenkotte. Clemens besuchte von 1966 bis 1970 die Grundschule im Mettmanner Stadtteil Metzkausen und Wülfrath. In den Jahren 1970 bis 1979 besuchte er Gymnasien in Wülfrath, Frankfurt am Main und Bad Homburg. Am 15. Juni 1979 absolvierte er sein Abitur am Humboldt-Gymnasium Bad Homburg. Nach seinem Wehrdienst von 1979 bis 1980 machte er ein Zeitungsvolontariat bei der Jugendzeitschrift der Kolpingjugend Junge Zeit (heute: x-mag). Gleichzeitig erhielt er eine Ausbildung beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V., München. Anschließend studierte er Neuere und Neuste Geschichte, Politikwissenschaften und mittelalterliche Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Während seiner Studienzeit wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KDStV Arminia Freiburg im Breisgau und KDStV Novesia Bonn im CV. 1987 schloss er sein Studium mit dem Magister artium an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ab. Von 1987 bis 1990 folgte ein Dissertaions-Studium. 1991 wurde Verenkotte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit der Arbeit Das brüchige Bündnis: Amerikanische Anleihen und deutsche Industrie 1924–1934 promoviert unter Referent Bernd Martin und Koreferent Hugo Ott;[1] er war Promotionsstipendiat der Harvard University in Boston und des Deutschen Historischen Instituts („German Historical Institute“) in Washington, D.C.
1987 wurde Verenkotte zunächst freier Mitarbeiter in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks (BR). Ab 1. Februar 1990 war er dort Redakteur. 1991 bis 1994 war er Hörfunk-Korrespondent des Bayerischen Rundfunks in Berlin, von 1995 an Studioleiter des BR in Bonn und Berlin. 1995 bis 2001 war Verenkotte Korrespondent des Bayerischen Rundfunks in Washington, D.C. Von 2001 bis 2006 war er beim BR für das Ressort Außenpolitik zuständig. Von 2006 bis 2011 war er ARD-Hörfunk-Korrespondent in Tel Aviv, Israel, 2011 bis 2017 außenpolitischer Redakteur beim BR in München.[2] Von 2017 bis 2022 war er Studioleiter und Hörfunk-Korrespondent im ARD Studio Wien/Südosteuropa.[3][4] 2023 kehrte er zur Unterstützung des ARD-Hörfunkstudios zurück nach Tel Aviv.
Für den Deutschlandfunk ist der Mitautor von 25 Fachbeiträgen der täglichen Sendung Hintergrund.
Auszeichnungen
- 2001 erhielt Verenkotte den Ersten Radio-Preis der Rias Berlin Kommission für seine zum Jahreswechsel 1999/2000 gesendete Reportage Das amerikanische Jahrtausend.
- 2007 wurde er mit dem 15.000 CHF dotierten Medienpreises Davos für seinen Beitrag Die Irak-Akte ausgezeichnet.[5]
Werke
- Die Herren der Welt: Das amerikanische Imperium; Droemer/Knaur München 2003; ISBN 3-426-77726-6
- Das Ende der friedlichen Gesellschaft: Deutschlands Illusionen im globalen Krieg; Droemer/Knaur München 2005; ISBN 3-426-27364-0
Weblinks
- Literatur von und über Clemens Verenkotte im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bettina Marx: Buchtipp: Clemens Verenkotte: Die Herren der Welt; Deutsche Welle ( vom 17. August 2013 im Webarchiv archive.today)