Clipperton-Engelfisch
Art der Gattung Engelfische (Holacanthus)
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Der Clipperton-Engelfisch (Holacanthus limbaughi) ist eine Art von Strahlenflossern, der zur Familie der Kaiserfische gehört. Er ist endemisch auf der Clipperton-Insel, einem französischen Überseegebiet im östlichen Pazifik.
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Clipperton-Engelfisch (Holacanthus limbaughi) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Holacanthus limbaughi | ||||||||||||
| Baldwin, 1963 |

Beschreibung
Der Clipperton-Engelfisch hat einen tiefen, seitlich zusammengedrückten Körper. Er hat ein kleines Maul mit borstenartigen Zähnen. Das Präoperculum hat an seiner Ecke einen großen Stachel und einen gezackten hinteren Rand, während sich zwischen dem Präoperculum und dem Operculum vier Stacheln befinden.[1] Die Jungtiere haben einen dunkelblau-grauen Körper, der mit einer Reihe vertikaler blauer Streifen markiert ist, zwei auf dem Kopf und fünf an den Flanken. Diese verblassen mit der Sexualreife.[2] Sie haben außerdem einen weißen Fleck auf der Oberseite und weiße Schwanzflossen und Brustflossen. Die ausgewachsenen Tiere sehen ähnlich aus, haben jedoch keine Streifen und lebhaft blaue Ränder an den Rückenflossen, Becken- und Afterflossen. Die Rückenflosse hat 14 Stacheln und 17–18 Weichstrahlen, während die Afterflosse 3 Stacheln und 17–18 Weichstrahlen hat.[1] Die Art kann eine maximale Länge von 30 cm erreichen.[3]
Vorkommen und Habitat
Der Clipperton-Engelfisch ist in den Gewässern des französischen Überseegebiets Clipperton Island endemisch, das 2.560 km westlich von Costa Rica im östlichen Pazifik liegt.[3] Er kommt in Tiefen zwischen 6 und 100 m vor. Über seine Lebensraumpräferenzen und Biologie ist nur sehr wenig bekannt.[4]
Systematik und Taxonomie
Holacanthus limbaughi gehört zur Gattung Holacanthus und damit der Familie der Kaiserfische. Der Clipperton-Engelfisch wurde erstmals 1963 vom amerikanischen Ichthyologen Wayne J. Baldwin beschrieben. Der Artname ehrt den amerikanischen Taucher, Zoologen und Unterwasserfotografen Conrad Limbaugh (1925–1960). Der Gattungsname leitet sich von den altgriechischen Wörtern ὅλος (ganz) und ἄκανθος (spitz) ab.[5]
Handel
Der Clipperton-Engelfisch hat ein so abgelegenes und begrenztes Verbreitungsgebiet, dass er im Aquarienhandel äußerst selten ist. Wenn er dort angeboten wird, erzielt er sehr hohe Preise.[4] Im Jahr 2009 wurde ein kalifornischer Tropenfischhändler bei dem Versuch gefasst, 52 illegal gefangene Clipperton-Engelfische in die USA einzuführen, indem er sie gegenüber den Bundesbehörden für Wildtiere fälschlicherweise als Kalifornischen Engelfisch deklarierte.[6] Er beabsichtigte, die Fische für jeweils 10.000 Dollar zu verkaufen.[7]
Schutzstatus
Der Clipperton-Engelfisch wird von der IUCN in der Rote Liste als „near threatened“ (wenig gefährdet) eingeschätzt.[4]
Literatur
- Frank Schneidewind: Kaiserfische. 1999, Tetra Verlag, ISBN 3-89745-137-9