Conium-Alkaloide

natürlich vorkommendes Alkaloid From Wikipedia, the free encyclopedia

Conium-Alkaloide sind Naturstoffe des Piperidin-Alkaloid-Typs.

Gefleckter Schierling (Conium maculatum)
Der Stängel ist meist rot gefleckt

Vorkommen

Conium-Alkaloide kommen im Gefleckten Schierling vor. Die reifen Früchte können bis zu 3,5 % Alkaloide enthalten.[1]

Vertreter

Das Hauptalkaloid ist Coniin. Weitere Vertreter sind γ-Conicein, Conhydrin, Pseudoconhydrin und N-Methylconiin.[1]

Die meisten Conium-Alkaloide sind bei Raumtemperatur flüssig.[2]

Eigenschaften

500 mg Coniin sind für einen Menschen tödlich.[1] Coniin ist das Gift des Gefleckten Schierlings. Eine Vergiftung führt zu Übelkeit, Erbrechen, Speichelfluss und Durchfall. Innerhalb einer halben bis einer Stunde tritt eine Lähmung der Brustkorbmuskulatur ein, die tödlich endet.[3][4]

Geschichte

In der Antike wurden wässrige Auszüge dieser Pflanze (Schierlingsbecher) verabreicht.[4] 399 v. Chr. wurde Sokrates als „Freidenker und Jugendverführer“ zum Tode durch den Schierlingsbecher verurteilt.[5]

Einzelnachweise

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