Corinna Niemeyer

deutsche Dirigentin From Wikipedia, the free encyclopedia

Corinna Niemeyer (* 1986) ist eine deutsche Dirigentin.

Leben

Corinna Niemeyer ist Absolventin der Hochschule für Musik und Theater München in Violoncello, Chor- und Orchesterleitung, Musikpädagogik und Musikwissenschaft. Sie erwarb einen Bachelor in Dirigieren an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Außerdem absolvierte sie ein Semester Cello-Studium an der Musikhochschule Shanghai. Sie schloss ihre Ausbildung zur Dirigentin an der Zürcher Hochschule der Künste mit einem Master ab.[1]

Während ihres Studiums in Karlsruhe wurde Niemeyer ab 2010 künstlerische Leiterin des Orchestre universitaire de Strasbourg (OUS). Bis 2022 leitete sie das Orchester, ihr letztes Konzert fand am 10. September 2022 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des OUS statt.[2]

Sie nahm an Meisterkursen bei Bernard Haitink (u. a. Luzern Festival), Esa-Pekka Salonen und David Zinman teil. Beim Meisterkurs des „Kritischen Orchester“ Berlin konnte sie von Stimmführern der Staatskapelle Berlin, der Berliner Philharmoniker und des NDR lernen.[3]

Von 2016 bis 2018 wirkte sie als Dozentin und Chefdirigentin an der Sorbonne-Universität Paris. Als Assistenzdirigentin des Rotterdams Philharmonisch Orkest (2018–2020) assistierte sie Lahav Shani und Yannick Nézet-Séguin. Von 2020 bis 2024 war sie künstlerische Leiterin und Chefdirigentin des Orchestre de Chambre du Luxembourg.[4]

Ihre Dirigiertätigkeit umfasst Ensembles für Alte Musik, Uraufführungen zeitgenössischer Werke, interdisziplinäre Projekte, Opern und Sinfoniekonzerte.

In der Saison 2022/23 debütierte sie beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Hallé-Orchester, dem Saarländischen Staatsorchester und am Royal Opera House mit dem Aurora Orchestra in The Rape of Lucretia. In der Saison 2023/24 führte sie Sinfoniekonzerte mit dem Orchestre national d’Île-de-France und den Heidelberger Philharmonikern sowie die Oper Cendrillon (Opéra de Lausanne) und The Fairy-Queen (Theater St. Gallen) auf.[5]

Im Januar 2025 leitete sie am Theater Magdeburg das 5. Sinfoniekonzert.[6]

Sie hat außerdem Konzerte mit dem Orchestre de Paris, dem Dänischen Radio-Sinfonieorchester, BBC Philharmonic, dem MDR-Sinfonieorchester, der Kammerakademie Potsdam, dem Beethoven Orchester Bonn und dem Orquesta Sinfónica de Castilla y Léon aufgeführt. Sie dirigiert regelmäßig Les Siècles, das Ensemble Modern und das Kinderorchester (DEMOS) in der Philharmonie de Paris.[6]

Preise und Auszeichnungen

Einzelnachweise

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