Corsia dispar
Art der Gattung Corsia
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Corsia dispar ist eine blattgrünlose Pflanzenart aus der Familie der Corsiaceae. Sie ist die einzige in Australien vorkommende Vertreterin der Gattung Corsia.
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Blüte von Corsia dispar | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Corsia dispar | ||||||||||||
| D.L.Jones & B.Gray |
Merkmale
Wie alle Arten der Gattung hat auch Corsia dispar die Photosynthese aufgegeben und bildet dementsprechend kein Chlorophyll mehr. Stattdessen lebt sie myko-heterotroph von einem Mykorrhizapilz, der in Symbiose mit einer weiteren Pflanze lebt.
Corsia dispar ist eine ausdauernde Pflanze, die nur zur Blütezeit oberirdisch wächst.[1] Die ganze Pflanze ist 8 bis 18 cm hoch.[1] Die Wurzeln sind fadenförmig, verzweigt und treten an Knoten aus dem Rhizom[2]. Dieses wächst waagrecht und ist rund 4 mm dick[2].
Die Blätter sind zu scheidenartigen Hochblättern reduziert und stehen zu viert bis siebt an einem Stängel.[2] Sie sind bräunlich-purpurn bis gelblich. Sie sind 10 bis 25 x 4 bis 6 mm groß und drei- bis sechsnervig.[1]
Der Blütenstiel ist 40 bis 60 mm lang.[1]
Das median stehende Tepal, das Labellum, ist genagelt (unguiculat), der Nagel ist 4 bis 6 mm lang und etwas geflügelt. Die Platte ist stumpf rötlich-braun, bis blass bräunlich-rosa mit gelblich-weißem Rand an der Basis. Sie ist oval, 15 bis 25 x 10 bis 14 mm groß. Durch einen stark gedrehten Fruchtknoten steht das Labellum nach unten. Deas Labellum-Ende ist spitz, die Basis abgeschnitten. An jeder Seite hat das Labellum rund sieben bis zehn Nerven, die hauptsächlich von der unteren Hälfte des Labellums ausgehen und sich zum Rand hin verzweigen. Die Nerven sind bräunlich-pink bis purpurn. Der Hauptkallus ist ein gerillter, zahnähnlicher Vorsprung und 1 bis 2 mm lang. Der gezähnte Teil ist dunkler als der Rest des Labellums. Es gibt keine Nebenkalli.[1]
Die übrigen fünf Tepalen sind rötlich purpurn bis einer blassen Basis. Sie sind schmal oblong bis zugespitzt. Sie sind 7 bis 8 x 2 bis 3 mm groß und sind nach außen gebogen. Sie tragen keine Papillen und sind einnervig. Die zurückgebogenen Tepalen ergeben den Eindruck einer Spinne, die sich an den Fruchtknoten klammert.[1]
Von den sechs Staubblättern sind nur fünf fruchtbar, das sechste ist zu einem Staminodium verkümmert.[2] Dies ist einzigartig in der Gattung Corsia.[2] Die Staubfäden sind rund 1,5 mm lang, die Staubbeutel sind gelb und rund 1 bis 2 mm lang. Der Fruchtknoten ist bräunlich-purpurn oder cremefarben mit bräunlich-purpurnen Streifen. Er ist 15 bis 20 x rund 1,5 mm groß. Der Griffel ist rund 1,5 mm lang. Die Frucht ist aufrecht, purpurn und 20 bis 35 x 2 bis 2,5 mm groß.[1]
Die Pflanzen blühen meist zwischen Januar und März, selten bis in den Mai. Die Fruchtreife erfolgt zwischen März und April, selten bis in den Juni.[2]
Verbreitungsgebiet
Corsia dispar kommt in tieferen Berg-Regenwäldern in 900 bis 1260 m Seehöhe vor.[1] Sie wächst bevorzugt an Hängen nahe von Bächen. Sie kommt sowohl über Basalt wie über Granit vor.[2] Die Pflanzen wachsen in kleinen, lockeren Gruppen zwischen Bodenlaub in lehmigem Boden. Die Art kommt im Nordosten von Queensland, Australien, vor.[1]
Das Vorkommen umfasst auch einige Schutzgebiete, wie den Daintree National Park, den Mount Lewis National Park, den Mount Windsor National Park und das Baldy Mountain Reserve. Daher wird der Gefährdungsgrad der Art als eher gering eingestuft. 2017 wurde die Art als Near Threatened eingestuft.[1]
Systematik
Corsia dispar wurde 2008 von Jones und Gray erstbeschrieben. Innerhalb der Gattung Corsia wird sie in die Sektion Unguiculatae gestellt. Sie ähnelt auch am stärksten Corsia unguiculata.[1]
Das Artepitheton dispar bezieht sich auf die markanten, unverwechselbaren Merkmale der Art, die sie von den anderen Arten der Gattung abgrenzen.[2]
Literatur
Die Informationen dieses Artikels entstammen der folgenden Literatur:
- D.L.Jones, B.Gray: Corsia dispar D.L.Jones & B.Gray (Corsiaceae), a new species from Australia, and a new combination in Corsia for a New Guinea taxon. In: Austrobaileya, Band 7, S. 719–721, 2008, doi:10.5962/p.299768
- Sebastian A. Hatt, Penniel Lamei: Taxonomic Revision of Corsia (Corsiaceae) Reveals Over-Estimated Mycoheterotroph Diversity in Papuasia: 25 Species Become 10. In: Feddes Repertorium, Band 137, e70129, S. 1–23, 2026, doi:10.1002/fedr.70129