Courtoisie
an den Höfen der frühen Neuzeit – besonders in Burgund und Frankreich – sich herausbildende Form der adligen Höflichkeit, die später vom Bürgertum adaptiert wurde
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Courtoisie (IPA: [],[1] [],[2] ) ist die sich an den Höfen der frühen Neuzeit – besonders in Burgund und Frankreich – herausbildende Form der adligen Höflichkeit, die später vom Bürgertum adaptiert wurde.
Soziologisch wurde sie von Norbert Elias in seinen Werken Über den Prozess der Zivilisation und Die höfische Gesellschaft analysiert. Ihren Übergang von den höheren zu den niedrigeren Ständen untersuchte bereits Gabriel Tarde (Les lois de l’imitation).
Völkerrechtliche Courtoisie
Im Völkerrecht bezeichnet man die internationale Höflichkeit als Courtoisie, also die Gepflogenheiten im diplomatischen Verkehr der Staaten bzw. deren Vertreter miteinander. Das diplomatische Zeremoniell gehört ebenso zur völkerrechtlichen Courtoisie wie etwa Sprachfertigkeiten verbindend und nicht ausgrenzend zu verwenden (bei Empfängen). Die Abgrenzung zum Völkergewohnheitsrecht ist die fehlende opinio iuris, also die mit einer gesetzten Handlung einhergehende Überzeugung, lediglich aus Höflichkeit und ohne Verpflichtung zu handeln.