Cretabythinae
Unterfamilie der Familie Bethylidae
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Die Cretabythinae sind eine fossile Hautflügler-Unterfamilie in der Familie der Plattwespen (Bethylidae). Nach der Überführung der Gattung Holopsenella Engel et al. im Jahre 2022 in eine eigene Familie Holopsenellidae[1] waren die übrigen Gattungen deren ursprünglichen Unterfamilie ohne Zuordnung.[2] Daraufhin führten Brazidec et al. 2023 aufgrund phylogenetischer Studien die Unterfamilie Cretabythinae mit der Typusgattung Cretabythus Evans, 1973 und den weiteren Gattungen Holopsenelliscus und Megalopsenella ein.[2] Die neu beschriebene Gattung Aplatopsenella kam 2025 hinzu.[3]
| Cretabythinae | ||||||||||||
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| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| frühes Cenomanium bis Santonium (Oberkreide) | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Cretabythinae | ||||||||||||
| Brazidec et al., 2023 |
Merkmale
Die Unterfamilie wird anhand folgender Merkmale beschrieben.[2] Es handelt sich um kleinere bis mittelgroße Hautflügler mit Körperlängen von 2,5–7 mm. Ihr Körper ist nicht besonders behaart. Die Mandibeln reichen besonders weit vor den Kopf (prognathous). Die Frons ist flach. Die Facettenaugen sind ausgeprägt. Die Fühler sind 13-gliedrig. Die Unterkiefertaster sind 6-gliedrig. Der mediane clypeale Lappen (Lobus) ist kurz, nicht nach vorne hervortretend. Ein Hinterhauptkiel ist vorhanden. Die dorsale pronotale Fläche ist breiter als lang. Die Propleuren sind mehr oder weniger entwickelt. Das Prosternum wird fast vollständig von den Procoxae und Propleuren verdeckt. Das Anteromesoscutum weist einen Notaulus auf. Ein parapsidales Signum ist vorhanden. Das Mesoscutellum ist hinten gerundet. Das Metanotum ist gut entwickelt und trennt das Mesoscutellum vom metapektal-propodealen Komplex. Der metapektal-propodeale Komplex ist nicht verlängert und ohne Fortsätze hinten. Beide Geschlechter sind makropter (voll geflügelt). Tegulae sind vorhanden. Die Vorderflügel weisen folgende Flügeladern auf: C, Sc+R, M+Cu,A, Rs+M, Rs, R1, basaler Abschnitt von M sowie C röhrenförmig. Die Flügelzellen [C], [R], [1Cu], [1R1], [1M] und [2R1] sind geschlossen. Bei Cretabythus ist außerdem die Flügelzelle [2Cu] geschlossen. Die Hinterflügel weisen nur die Flügelader C auf. Die Femora sind verdickt. Die Tarsalkrallen sind leicht gebogen. Das Metasoma weist keine besonderen Eigenschaften auf.