DKW Typ P
Kleinwagen der Marke DKW
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Der DKW P 15 PS ist ein Kleinwagen der Marke DKW, den die Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen im Mai 1928 als ihren ersten Pkw vorstellten.
| DKW Typ P | |
|---|---|
| Basisinformation | |
| Hersteller | Zschopauer Motorenwerke J. S. Rasmussen |
| Modell | P 15 PS PS 600 Sport |
| Produktionszeit | 1928–1929 |
| Fahrzeugklasse | Kleinwagen |
| Karosseriebauform | Roadster, Cabriolet |
| Nachfolgemodell | DKW 4=8 |
| Technische Daten[1] | |
| Gesamtgewicht | 780–900 kg |
| Leistung | 15–18 PS |
| Geschwindigkeit | 80–100 km/h |
| Getriebe | Dreigang-Getriebe |
Beschreibung
Der leichte DKW P15 mit einem auf Wasserkühlung umgestellten Motorradmotor und Hinterradantrieb wurde von Rudolf Slaby konstruiert, dem ehemaligen Inhaber der Berliner Slaby-Beringer-Automobil-Gesellschaft, die Rasmussen 1924 übernommen hatte. Der Zweizylinder-Zweitaktmotor mit Thermosiphonkühlung (Wasserkühlung ohne Pumpe) wurde vom DKW-Stammwerk Zschopau hergestellt; die Montage erfolgte in Rasmussens Zweigwerk Berlin-Spandau.
Der vorn eingebaute Motor mit 0,6 Liter Hubraum leistet 15 PS (11 kW) bei 3500/min. Der Wagen mit selbsttragender Karosserie aus Sperrholz mit Kunstlederbezug hat vorn und hinten Starrachsen mit Querblattfedern und war als zwei-, drei- oder viersitziges Cabriolet oder Roadster verfügbar. Das Dreiganggetriebe wird über einen Schalthebel in der Wagenmitte betätigt. Die seilzugbetätigte mechanische Fußbremse wirkt auf alle vier Räder; die Feststellbremse auf das linke Vorder- und das rechte Hinterrad.
Mit dem vergleichsweise lauten und unkomfortablen Zweitaktmotor war der Wagen eher für Umsteiger vom Motorrad interessant und weniger als Konkurrenzmodell zu anderen Kleinwagen zu sehen. Zudem war die Holzkarosserie nicht sehr dauerhaft und verrottete schnell, der Verbrauch an Zweitaktgemisch war vergleichsweise hoch, ebenso der Verschleiß an Zündkerzen. Nach 3008 Wagen wurde die Produktion 1929 eingestellt. Bereits im November 1928 wurde der größere Nachfolger P 25 PS mit Vierzylinder-Zweitakt-V-Motor und zwei Kolbenladepumpen vorgestellt. Die DKW 4=8 waren als V 800 / V 1000, Sonderklasse bzw. Schwebeklasse noch bis 1940 im Angebot.
Auf Basis des P 15 PS kam 1930 der DKW PS 600 Sport mit einem auf 18 PS verstärkten Motor auf den Markt. Der elegante Roadster mit dem Spitzgatt-Bootsheck wurde 1931 ersatzlos eingestellt.
- DKW PS 600 Sport, Bj. 1930
- DKW P15 Fahrersitz
- DKW P15 Heckansicht
Technische Daten
| P 15 PS | PS 600 Sport | |
|---|---|---|
| Bauzeitraum | 1928–1929 | 1930–1931 |
| Aufbauten | Cb2, R2 | R2 |
| Motor | Zweizylinder-Zweitakt-Reihenmotor mit 180° Kurbelversatz, Thermosiphonkühlung | |
| Motorsteuerung | Kolbenkantensteuerung | |
| Ladungswechsel | Querstromspülung | |
| Bohrung × Hub | 74 mm × 68 mm | |
| Hubraum | 584 cm³ | |
| Nennleistung | 15 PS (11 kW) | 18 PS (13,2 kW) |
| Motorschmierung | Zweitaktmischung | |
| Verbrauch | 10 l/100 km | |
| Höchstgeschwindigkeit | 80 km/h | 100 km/h |
| Leergewicht | 530–600 kg | 530 kg |
| zul. Gesamtgewicht | 780–900 kg | 830 kg |
| Elektrik | 6 Volt | |
| Länge | 3600 mm | 3700 mm |
| Breite | 1350 mm | 1330 mm |
| Höhe | 1600–1700 mm | 1200 mm |
| Radstand | 2590 mm | 2400 mm |
| Spur vorn/hinten | 1100 mm/1100 mm | |
Literatur
- Werner Oswald: Deutsche Autos 1920–1945. 10. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1996, ISBN 3-87943-519-7.
Weblinks
- www.audi.de - Evolution der Modelle: 1918–1932 DKW P 15 Cabriolet, 1929
