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Dahnsdorf

Ortschaft in Planetal im Landkreis Potsdam-Mittelmark From Wikipedia, the free encyclopedia

Dahnsdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Planetal im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.[2]

Schnelle Fakten Gemeinde Planetal ...
Dahnsdorf
Gemeinde Planetal
Koordinaten: 52° 6′ N, 12° 40′ O
Höhe: 70 m ü. NHN
Einwohner: 438 (31. Dez. 2006)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 2002
Postleitzahl: 14806
Vorwahl: 033843
Dahnsdorf (Brandenburg)
Dahnsdorf (Brandenburg)
Lage von Dahnsdorf in Brandenburg
Dorfkirche Dahnsdorf
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Lage

Die Plane an der Komthurmühle

Dahnsdorf liegt im Hohen Fläming etwa vier Kilometer nordwestlich von Niemegk und sieben Kilometer südöstlich von Bad Belzig. Umliegende Ortschaften sind der zur Stadt Bad Belzig gehörende Ortsteil Preußnitz im Norden, Mörz im Nordosten, die Stadt Niemegk im Südosten, der zur Gemeinde Rabenstein/Fläming gehörende Gemeindeteil Neuendorf im Süden, der zu Niemegk gehörende Ortsteil Lühnsdorf im Südwesten, Kranepuhl im Westen sowie die Stadt Bad Belzig im Nordwesten.

Durch Dahnsdorf selbst verläuft die Kreisstraße 6927. Die Bundesstraße 102 von Bad Belzig nach Jüterbog verläuft unmittelbar nordöstlich des Ortes. Südöstlich von Dahnsdorf verläuft die Bundesautobahn 9, deren nächstgelegene Anschlussstelle Niemegk liegt etwa drei Kilometer entfernt.

Südlich von Dahnsdorf nahe der Autobahn fließt die Plane.

Geschichte und Etymologie

Etymologie

Dahnsdorf wurde erstmals im Jahr 1227 als Danestorp urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem Personennamen ab und bedeutet Dorf des Dan.[3] Weitere Bezeichnungen waren czu Danstorp im Jahr 1383 und Compthurey Dansdorf im Jahr 1575.[4]

Besitzgeschichte

In der frühesten Phase stand Dahnsdorf vor 1426 bis um 1550/1552 unter der Vogtei, Pflege bzw. dem Amt Belzig und von 1550/1552 bis 1872 unter dem Amt Belzig-Rabenstein über drei Viertel des Ortes, einschließlich Ober- und Untergerichtsbarkeit. Der Besitz des Ortes war im Mittelalter und der Frühen Neuzeit auf mehrere Herrschaften verteilt. Bis 1229 gehörte Dahnsdorf dem Grafen Bederich von Belzig; von 1229 bis 1777 war der Deutsche Ritterorden im Besitz, dessen Rechte mehrfach eingezogen und restituiert wurden. Zwischen 1777 und 1799 war das Geschlecht von Blanckenstein Eigentümer, gefolgt von den Familien Schellenberg (1799–1809) und Leo (1809–1872). Zu diesem Anteil gehörten im 13. Jahrhundert 15 Hufen und patrimoniale Rechte, im 16. Jahrhundert unter anderem Kossätenhöfe, Dreihufen- und Zweihufenhöfe sowie die Planemühle. 1837 umfasste dieser Besitz vier Hufen, einen Häuslerhof sowie die kirchlichen Einrichtungen wie Kirche, Pfarre und Schule. Ein zweiter Anteil lag bei der Familie von Preußnitz, die spätestens 1388 bis 1526, teilweise bis nach 1591, mehrere Höfe als Leibgut innehatte. Ab 1526 gelangte dieser Besitz über die Familie von Brück an das Amt und umfasste wechselnd vier bis acht Hufen, Wiesenflächen sowie Gerichtsbarkeiten über verschiedene Hofstellen. Ein weiterer Teil, das Gut Sandberg, umfasste im 15. und 16. Jahrhundert zwei Hufen mit allen Rechten, später einen freien Hof mit mehreren zugehörigen Hufen und schließlich im Jahr 1837 einen Hof und zwei Häuser. Spätestens 1419 bis nach 1591 besaß zudem die Familie von Ziegesar Hebungen und zeitweise die Untergerichtsbarkeit über mehrere Höfe. Bis 1383 gehörten zudem zwei Hufen sowie ein weiterer Hof, der „in Schultes Erbe“ lag, der Familie Bruseke, bevor dieser Besitz an das Hospital zum Heiligen Geist in Belzig überging, das später Hebungen von sechs Höfen bezog. 1388 ist außerdem ein Besitz der Familie Meseritz über ein Vorwerk mit drei Hufen belegt, der später wohl in den erstgenannten Amtsanteil überging.[4]

13. bis 15. Jahrhundert

Da Dahnsdorf bereits zum Zeitpunkt seiner Ersterwähnung ein Kirchdorf war, wurde die Dorfkirche Dahnsdorf vermutlich kurz vorher erbaut. Bei der Kirche handelt es sich um einen Feldsteinbau. Der Altar der Kirche stammt aus der Zeit des Barock. Des Weiteren befindet sich in der Kirche eine – unvollständige – Triumphkreuzgruppe. Der Richter bezahlte im Jahr 1388 insgesamt drei Schock an Steuern. In den Jahren 1419/1420 besaß der Richter das Gericht mit drei Hufen; der Lehnmann bewirtschaftete zwei Hufen. Für 1496 wurden 24 Türkensteuerpflichtige genannt, darunter der Schulze, der Krüger und ein Schmied. Hinzu kamen sechs Personen Gesinde.[5]

16. Jahrhundert

Im Jahr 1506 lebten in Dahnsdorf 31 Einwohner. Der Richter verfügte über das Gericht sowie drei Lehnshufen. Der Erbkrüger zinste von einer Hufe und von den Dorfhufen. Zwei weitere Einwohner zinsten jeweils von ihren Hufen; acht weitere zinsten ebenfalls von ihren Höfen. Ein Einwohner besaß zur Hälfte das wüste Gut zu Dammdorf mit zwei Hufen, zinste von diesen Hufen und verfügte zudem über Wiesen. Ein weiterer zinste von einer Hufe. Ein anderer zinste von den Hufen und hatte das wüste Gut zu Lüttgen Lühnsdorf zu Lehen. Ein weiterer zinste von den Hufen und besaß ein von Schulte zu Lehen gegebenes Stück Land. Ein anderer zinste von den Hufen und hielt ein Stück Land von Preußnitz zu Lehen. Ein Einwohner zinste von drei Hufen, im Jahr 1513 zusätzlich von einer wüsten Dammdorfer Hufe. Ein weiterer zinste von den Hufen und verfügte sowohl über ein Stück Land von Preußnitz als auch eines von Schulte zu Lehen. Ein anderer hatte ein Stück Land vom Kurfürsten zu Lehen und ein weiteres vom Gotteshaus erworben. Ein Einwohner zinste von den Hufen und besaß eine Hufe am wüsten Gut zu Dammdorf. Ein weiterer hatte eine Hufe vom Kurfürsten zu Lehen und war mit der Untergerichtsbarkeit Preußnitz verbunden. Ein anderer war ebenfalls mit der Untergerichtsbarkeit Preußnitz verbunden. Ein weiterer besaß eine vom Kurfürsten zu Lehen gegebene Hufe und war ebenfalls in die Untergerichtsbarkeit Preußnitz eingebunden. Ein Einwohner zinste von einer wüsten Dammdorfer Hufe, war mit der Untergerichtsbarkeit Preußnitz verbunden und besaß außerdem eine wüste Dammdorfer Hufe von Schulte zu Lehen. Vier Einwohner zinsten jeweils von drei Hufen; zwei von ihnen hatten zusätzlich je einen Garten, einer verfügte über eine Wiese, und einer besaß eine freie wüste Gerichtshufe zu Dammdorf. Sie alle waren dem Komtur mit der Untergerichtsbarkeit verbunden. Ein weiterer Einwohner zinste von zwei Hufen und Wiesen und war mit der Untergerichtsbarkeit Schulte verbunden. Zudem gehörte ein weiterer Einwohner zur Untergerichtsbarkeit der Familie von Ziegener. Im Jahr 1530 verfügte Dahnsdorf über 30 Hufner und sechs Kossäten. 1538 gehörten vier Hufen (besät mit 18 Scheffeln Weizen, 50 Scheffeln Korn, 55 Scheffeln Gerste und 30 Scheffeln Hafer), dazu zwei Dreihufenhöfe, zwei Zweihufenhöfe, ein Einhufenhof sowie der Müller in der Planemühle dem Deutschen Orden.[5] Die Komturei erhielt zwölf Scheffel Hopfen aus dem Hopfengarten sowie 26 Scheffel Roggen und 22 Scheffel Hafer als Pacht. Aus der Mühle zu Dahnsdorf bezog sie zusätzlich 120 Scheffel Roggen. Weiterhin bekam sie anderthalb Wispel Gerste und ein halbes Wispel Weizen als Pacht und verfügte über zwei Hufen Artacker, acht Fuder Heu an Wiesenwachs sowie einen Krautgarten. Die Küsterei erhielt 58 Scheffel Roggen aus Dahnsdorf und von jedem Haus zwei Brote. Im Jahr 1534 war in Dahnsdorf ein deutscher Komtur tätig; ein Pfarrer war nicht vorhanden, sodass der Komtur einen Kaplan hielt. Dieser erhielt ein kleines Gärtlein, ein Wispel Korn, ein Fuder Heu, vier Schock Stroh, zwölf Scheffel Gerste, ein Schöps, vier Hühner, sechs Kandel Butter, vier Schock Käse, ein Spanferkel, zwei Gänse und ein halbes Scheffel Erbsen.[6] 1542 besaß der Lehnschulze Haus, Hof, Garten und drei Dorfhufen. Ein weiterer Einwohner verfügte über Haus, Hof, eine Hufe und drei Dorfhufen. Drei Einwohner hatten Haus, Hof, Garten und jeweils drei Dorfhufen. Ein anderer besaß Haus, Hof, Garten und drei Hufen. Zwei weitere hatten Haus und Hof sowie jeweils drei Dorfhufen. Ein weiterer besaß Haus und Hof sowie drei Hufen. Zwei Einwohner verfügten über Haus, Hof, Garten und jeweils zwei Dorfhufen. Ein anderer besaß Haus, Hof, Garten und zwei wüste Hufen. Zwei weitere hatten Haus und Hof sowie jeweils zwei Hufen. Ein Einwohner verfügte über Haus, Hof und zwei Dorfhufen. Ein weiterer besaß Haus, Hof und zwei wüste Hufen. Zwei Einwohner hatten Haus, Hof und jeweils eine Dorfhufe. Ein weiterer verfügte über Haus, Hof und eine wüste Hufe. Vier Einwohner besaßen Haus, Hof und Garten. Zwei Kossätenhöfe hatten Haus, Hof und Garten, ein weiterer Kossätenhof besaß Haus und Hof. Hinzu kamen ein Kossätengut, zwei kleine Kossätengütlein sowie ein kleines Häuslein. Der Hirte hielt zwei Kühe, 42 Schafe, 14 Lämmer und ein Ferkel. Im Ort waren 13 Knechte und acht Mägde beschäftigt, und es bestanden 38 Morgen Wiese. Für das Jahr 1550 sind 33 besessene Männer verzeichnet, darunter acht Gärtner. Der Richter verfügte über Haus, Hof und drei Lehnhufen. Der Erbkrüger besaß einen freien Gerichtshufenhof zu wüstem Dammdorf als Lehen. Fünf Einwohner hatten Haus, Hof und jeweils drei Erbhufen, ein weiterer verfügte über drei Erbhufen. Zwölf Einwohner hatten Haus, Hof und jeweils zwei Erbhufen; darunter einer mit dem wüsten Gut zu Dammdorf samt zwei freien Lehnshufen, ein anderer mit zwei wüsten Dammdorfer Erbhufen, ein weiterer mit dem wüsten Gut zu Lüttgen Lühnsdorf samt zwei freien Lehnshufen, ein weiterer mit einer wüsten Dammdorfer Erbhufe, ein weiterer mit einer wüsten Dammdorfer Hufe,[5] ein weiterer mit einer freien Gerichtshufe zu wüstem Dammdorf zu Lehen. Zwei Einwohner besaßen jeweils zwei Erbhufen. Ein Einwohner verfügte über Haus, Hof und eine Erbhufe. Ein weiterer hatte Haus und Hof sowie ein Stück Lehensgut. Zudem gab es acht Häusler, von denen vier jeweils einen Garten führten. Das Gotteshaus bezog Zinsen; im Jahr 1550 war das Dorf 62 Hufen groß.[7] Für das Jahr 1555 sind 30 Hufner und sechs Gärtner verzeichnet. 1565 bestanden ein Lehnschulze, ein Lebengut, ein Gut, sechzehn Häuser und Höfe, sieben Kossätenhöfe und ein geringer Hof. Im Dorf lebten außerdem der Krüger, vier der Familie von Brück untergebene Leute sowie ein Schmied. Der Hirte hielt eine Kuh, ein Rind und fünfzehn Schafe. Insgesamt zählte der Ort zwei Lehnhufen, eine Amtshufe, elf Dorfhufen, 27 Hufen, zehn Dammdorfer Hufen und sechs Lüttgen Lühnsdorfer Hufen sowie 68 Morgen Wiese. Für 1575 sind 24 Hufner und acht Gärtner nachgewiesen. 1591 gab es 32 besessene Männer, darunter acht Gärtner. Der Richter verfügte über drei Lehnhufen, sieben Drei-Erbhufenhöfe (von denen zwei jeweils eine Lehnhufe besaßen), einen Drei-Dorfhufenhof, darunter eine Lehnhufe, sowie dreizehn Zwei-Erbhufenhöfe. Zu letzterer Gruppe gehörte der Erbkrüger; drei der Besitzer hatten jeweils zwei wüste Lüttgen Lühnsdorfer Hufen, darunter einer mit dem Lehengut zu Lüttgen Lühnsdorf. Zwei hatten jeweils zwei wüste Dammdorfer Hufen, darunter einer das wüste Gut zu Dammdorf. Vier verfügten über jeweils eine wüste Dammdorfer Hufe. Hinzu kamen zwei Ein-Erbhufenhöfe und acht Häusler, von denen sechs jeweils einen Garten hatten. Insgesamt bestanden 69 Hufen, darunter 55 Dorfhufen, sechs wüste Lüttgen Lühnsdorfer Hufen und acht wüste Dammdorfer Hufen. Die Wiesenfläche umfasste 97½ Morgen, darunter 43½ vor Trebitz, zwölf vor Fredersdorf, 23 vor Baitz, fünf vor Lütte und zwölf vor Rottstock sowie zwei Morgen vor Linthe.[7] Der Komtur erhielt in diesem Jahr von seinen sechs Hufen nichts. Der Getreidezehnte betrug drei Dreißig Roggen, ein Dreißig Weizen, dreieinhalb Dreißig Gerste sowie 24 Mandeln Hafer. Der Küster erhielt 44 Scheffel Korn und von jedem Haus zwei Brote. Im Jahr 1591 besaß der Pfarrer das Recht, in seinem Haus Bier zu brauen. Die Kirche erhielt 1575 Ackerzins sowie drei Morgen Wiese, davon zwei Morgen vor Fredersdorf und ein Morgen vor Lütte gelegen.[6] 1591 hatte Dahnsdorf 55 Hufen.[8]

17. Jahrhundert

1640 waren 21 Hufner verzeichnet, darunter der Schulze und der Erbkrüger, von denen 18 wüst lagen. Zwei Halbhufenstellen waren vollständig wüst, ebenso neun Häusler- und Kossätenstellen. Auch der Hirte war wüst. Für das Jahr 1661 wurden erneut 21 Hufenröder genannt, davon 20 wüst, sowie zwei Halbhufenstellen und neun Häusler- und Kossätenhöfe, von denen vier wüst lagen. Der Hirte war ebenfalls vorhanden. Insgesamt bestanden 27½ Morgen und 260 Quadratruten Wiese, davon fünf Morgen neu zugemessen. 1676 umfasste der Ort zehn Anspänner oder Hufner, acht Halb-Hufenstellen und Kossäten sowie zwei Gärtner oder Häusler. Insgesamt bestanden 24 Erbhufen, davon 13 wüst. 1682 gab es einen Schulzen mit drei Lehnhufen, acht Dreierbhufenhöfe, von denen zwei wüst lagen und drei jeweils eine Lehnhufe besaßen, sowie zwölf Zweierbhufenhöfe. Drei dieser Zweierbhufenhöfe besaßen jeweils zwei wüste Dammdorfer Hufen, drei verfügten über jeweils eine wüste Dammdorfer Hufe und drei über zwei wüste Lüttgen Lühnsdorfer Hufen. Hinzu kamen zwei Halbhufenstellen, deren Besitzer jeweils einen Garten hatten und einer davon eine Erbhufe besaß, sowie neun Kossäten, von denen drei wüst lagen. Der Hirte war ebenfalls verzeichnet. Insgesamt bestanden 67⅓ Morgen und 260 Ruthen Wiese.[7]

18. Jahrhundert

Im Jahr 1701 wurden 21 Hufner, zwei Halbhufenstellen (davon eine wüst) sowie neun Kossäten, darunter zwei wüst, und ein Hirte genannt. Die Wiesenfläche betrug 113½ Morgen. Für das Jahr 1718 sind 21 Hufner und fünf Häusler verzeichnet; insgesamt bestanden 69 Hufen, darunter 14 wüste Markhufen. 1743 gab es neun Dreihufner, darunter der Landschulze, 13 Zweihufner sowie zwei Einhufner. Drei der Zweihufner besaßen jeweils zwei wüste Hufen, acht weitere jeweils eine wüste Hufe. Insgesamt bestanden 55 Dorfhufen und 14 wüste Hufen. 1764 wurden zwölf Dreihufner (darunter der Schulze), acht Zweieinhalbhufner, zwei Zweihufner, zwei Einhufner, sechs Gärtner mit jeweils drei Enden Land, drei Häusler sowie ein Mühlenbesitzer genannt. Es bestanden 62 Hufen, von denen 47 genutzt und 15 bewachsen waren; pro Hufe wurden 15 Dresdner Scheffel und 13 13/47 Metzen Aussaat angegeben. Im Jahr 1777 lebten in Dahnsdorf dreißig angesessene Einwohner. Dazu gehörten siebzehn Hufner, zwei Halbhufner, acht Gärtner, drei Häusler, ein Schulhaus und zwei Hirtenhäuser. Zudem unterstanden ein Hufner dem Rittergut Sandberg des Rephuhnschen Anteils sowie vier Hufner dem Deutschen Orden.[7]

19. Jahrhundert

1806 bestanden zwölf Dreihufner einschließlich des Schulzen, sieben Zweieinhalbhufner, drei Zweihufner, ein Eineinsechstel-Hufner, ein Einhufner, zwei Einsechstel-Hufner, sechs Kossäten, zwei Gärtner und zwei Häusler. Insgesamt umfasste der Ort 62 Hufen.[7] Im Jahr 1822 verfügte Dahnsdorf über 22 Vollhufner, zwei Halbhufner sowie sieben Kossäten, von denen einer zugleich Halbhufner war. Hinzu kamen zwei Halbkossäten, drei Häusler, zwei Wassermüller, ein Krug und eine Schmiede. Insgesamt bestanden 55 Dorfhufen ohne die Hufen des Ritterguts, das vier Lehnhufen umfasste, sowie 7 2/3 wüste Dammdorfer Hufen, davon drei Lehnhufen, und sechs Lüttgen Lühnsdorfer Hufen, davon drei Lehnhufen, sodass sich insgesamt 68 2/3 Hufen ergaben. Für das Jahr 1837 wurde zwischen Rittergut und Dorf unterschieden; es bestanden 52 Wohnhäuser. 1858 bestand das Dorf mit dem Abbau Neue Mühle und verfügte über sechs öffentliche Gebäude, 52 Wohnhäuser sowie 106 Wirtschaftsgebäude, darunter eine Wassergetreidemühle und eine Brauerei. Der Gutsbezirk besaß vier Wohn- und sieben Wirtschaftsgebäude.[6] Der Gemeindebezirk umfasste 4669 Morgen, darunter 57 Morgen Gehöfte, 4059 Morgen Ackerland und 553 Morgen Wiese. Der Gutsbezirk verfügte im selben Jahr über 1264 Morgen, darunter vier Morgen Gehöfte, zwei Morgen Gartenland, 660 Morgen Acker, 50 Morgen Wiese sowie 548 Morgen Heide.[4]

20. Jahrhundert

Im Jahr 1900 wurden für das Dorf 69 Häuser und für den Gutsbezirk 18 Häuser ausgewiesen. 1931 umfasste Dahnsdorf 94 Wohnhäuser mit insgesamt 119 Haushaltungen. Der Gutsbezirk Dahnsdorf bestand 1905 mit dem Wohnplatz Vorwerk bei Dahnsdorf und wurde 1915 mit der Gemeinde vereinigt. 1928 erfolgte die Eingemeindung jener Parzellen des Gutsbezirks Rabenstein, die nördlich der Werdermühle an der Plane lagen. In den Jahren 1931 und 1957 war Dahnsdorf eine Landgemeinde mit den Wohnplätzen Komthurmühle und Neue Mühle.[6] Im Jahr 1939 bestanden im Ort land- und forstwirtschaftliche Betriebe in folgender Verteilung: ein Betrieb mit über 100 Hektar, 22 Betriebe mit 20–100 Hektar, elf Betriebe mit 10–20 Hektar, sechzehn Betriebe mit 5–10 Hektar und 28 Betriebe mit 0,5–5 Hektar.

Dahnsdorf lag in der Mark Brandenburg, ab 1815 in der Provinz Brandenburg Königreich Preußen und dort im Regierungsbezirk Potsdam. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde dem damals neu gebildeten Kreis Belzig im Bezirk Potsdam zugeordnet. 1953 wurde die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) des Typs III gegründet, die neun Mitglieder und 52 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche umfasste. Im Jahr 1958 entstand eine zweite LPG des Typs I mit drei Mitgliedern und 34 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. 1960 bestanden eine LPG Typ III mit 47 Mitgliedern und 268 Hektar Nutzfläche sowie vier LPG des Typs I mit 86 Mitgliedern und 514 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche. 1961 wurden diese Genossenschaften zusammengeschlossen, und 1971 erfolgte der Anschluss des Gesamtbetriebs an die LPG Typ III.[6]

Nach der Wende lag Dahnsdorf im Landkreis Belzig in Brandenburg und schloss sich zum 11. Februar 1992 dem Amt Niemegk an. Nach der Kreisreform in Brandenburg am 6. Dezember 1993 kam die Gemeinde schließlich zum neu gebildeten Landkreis Potsdam-Mittelmark. Zum 1. Juni 2002 wurde Dahnsdorf zusammen mit den bis dahin ebenfalls eigenständigen Gemeinden Kranepuhl, Mörz und Locktow zu der neuen Gemeinde Planetal zusammengeschlossen.[9]

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Einwohnerentwicklung in Dahnsdorf von 1875 bis 2001, Jahr ...
Einwohnerentwicklung in Dahnsdorf von 1875 bis 2001[10]
JahrEinwohner JahrEinwohner JahrEinwohner
1875490 1939478 1981477
1890473 1946773 1985486
1910501 1950740 1989463
1925506 1964562 1995435
1933500 1971551 2001448
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Kultur und Sehenswürdigkeiten

Commons: Dahnsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

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