Dakin-West-Reaktion

Namensreaktion der Organischen Chemie From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Dakin-West-Reaktion ist eine Namensreaktion der Organischen Chemie, die nach Henry Drysdale Dakin und Randolph West benannt ist. Sie ist eine Reaktion zur Überführung von α-Aminosäuren in α-Acetamido-ketone mittels Essigsäureanhydrid und einer Base (z. B. Pyridin). Es entstehen gewöhnlich racemische Aminoketone.[1][2][3][4][5] Die Entwicklung einer enantioselektiven Variante dieser Reaktion gelang erstmals Schreiner und Mitarbeitern.[6]

Übersicht Dakin-West-Reaktion
Übersicht Dakin-West-Reaktion

Die Reaktion darf nicht mit der Dakin-Reaktion verwechselt werden.

Reaktionsmechanismus

Der Reaktionsmechanismus wird eingeleitet durch die Acylierung und Aktivierung der Säure 1 und führt zum gemischten Anhydrid 3. Das Amid fungiert als Nucleophil für die Cyclisierung zum Azlacton 4. Eine Deprotonierung führt zum Anion 5 und eine weitere Acylierung erwirkt eine Ringöffnung und es entsteht der Ester 7. Nach der Bildung einer Säure 8 findet eine Decarboxylierung statt und das gewünschte Aminoketon 10 wird gebildet.[7][8]

Mechanismus der Dakin-West-Reaktion
Mechanismus der Dakin-West-Reaktion

Bei der Reaktion muss mit Pyridin als Base und/oder Lösungsmittel unter Rückfluss gearbeitet werden.[9] Bei Zugabe katalytischer Mengen 4-Dimethylaminopyridin (DMAP) läuft die Reaktion auch bei Raumtemperatur ab.[10]

Einzelnachweise

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