Dannendorf

Mittelalterliche Siedlung in Brandenburg From Wikipedia, the free encyclopedia

Dannendorf war eine mittelalterliche Siedlung südwestlich von Niemegk. Ihre genaue Lage ist unbekannt. In den Quellen erscheint sie ausschließlich als wüste Feldmark oder als ungesicherte Wüstung in der Nähe von Rabenstein/Fläming[1] im heutigen Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg.

Geschichte

Die ältesten belegten Nennungen stammen aus dem 16. Jahrhundert. 1550 erschien der Ort in der Form Danendorff. 1591 wurde er als Dannendorff die andere Wüstung bey Rabenstein bezeichnet.

Verwaltungsrechtlich unterstand Dannendorf im Jahr 1550 dem Amt Belzig bzw. später dem Amt Belzig‑Rabenstein, das dort sowohl die Ober- als auch die Untergerichtsbarkeit ausübte. Trotz der Erwähnungen aus dem 16. Jahrhundert ist eine Wüstung dieses Namens in den älteren Urkunden des Spätmittelalters kaum eindeutig erkennbar. Neben den bekannten Wüstungen Dammdorf und Kannendorf erscheint Dannendorf nur in einer einzelnen Jahrrechnung der Jahre 1461/1462 der Vogteien Belzig, Brück und Rabenstein. Diese Quelle gilt jedoch als unsicher, da sie auch zwei Orte namens Buchholz aufführt, was bereits als Irrtum bewertet wird. 1550 wurde Dannendorf als beim Dorf Rabenstein gelegen beschrieben, das von der Familie von Preußnitz genutzt wurde. 1591 hieß es erneut beim Dorf Raben gelegen, wobei nur eine einzelne Worte genannt werden, die etwa ein Viertel einer Hufe groß gewesen sein soll. Diese kleine Flur wurde seinerzeit vom Richter zu Preußnitz genutzt. Dannendorf wird in späteren Quellen nicht mehr genannt.

Literatur

  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil V: Zauch-Belzig. Erstauflage. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992. (Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam 2011, ISBN 978-3-941919-82-2, S. 87)

Einzelnachweise

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