Danube Private University

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Die Danube Private University ist eine österreichische Privatuniversität mit Sitz in Krems an der Donau (Österreich).

Gründung13. August 2009
TrägerschaftPrivat[1]
BundeslandNiederösterreich Niederösterreich
Schnelle Fakten Gründung, Trägerschaft ...
Danube Private University
Gründung 13. August 2009
Trägerschaft Privat[1]
Ort Krems an der Donau
Bundesland Niederösterreich Niederösterreich
Land Osterreich Österreich
Präsidentin und CEO Marga B.Wagner-Pischel
Studierende Rund 2.500
Mitarbeiter 368
davon wissensch. 266
davon Professoren 31
Jahresetat 35 Mio. Euro[2]
Website dp-uni.ac.at
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Geschichte

Die Bildungseinrichtung wurde von Marga Brigitte Wagner-Pischel und ihrem Mann Jürgen Pischel gegründet; das Ehepaar war dafür aus Deutschland in die Wachau übersiedelt. Sie hatte zuvor als Art Consultant die Politik und Wirtschaft beraten, wenn diese für besondere Räume Kunstwerke suchten; er war im Medizinjournalismus tätig gewesen. Trotz großen Widerstands seitens anderer Universitäten und der Zahnärztekammer wurde die DPU am 13. August 2009 vom Österreichischen Akkreditierungsrat als Privatuniversität akkreditiert. Frau Wagner-Pischel ist die Präsidentin und Geschäftsführerin der DPU; auch ihr Sohn Robert Wagner ist Teil des Leitungsgremiums der DPU.[3] Das Studienangebot umfasst Zahnmedizin, Humanmedizin, Zahnhygiene, Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit, postgraduale Universitätslehrgänge Master of Science (Continuing Education) Fachgebiete in der Zahnmedizin, kurz MSc (CE) sowie ein wissenschaftliches Doktoratsstudium Zahnmedizin (PhD).[4]

2012 wurde auf dem Campus-Gelände ein Zahnambulatorium mit rund 50 Behandlungsplätzen eröffnet.[5] 2015 schloss der erste Jahrgang das Studium der Zahnmedizin ab.[6]

Auf dem ehemaligen Gelände des Bahnhofs Förthof wurde 2017 ein Forschungspavillon und ein ergänzender Neubau eröffnet, in dem Hörsäle, Praktikumsräumlichkeiten, ein Audimax und Forschungseinrichtungen untergebracht sind.[7] Der DPU-Campus umfasst mittlerweile rund 15.000 m² Universitätsgebäudefläche.

Die Danube Private University bietet ab Herbst 2024 einen neuen Masterstudiengang in Humanmedizin an, nachdem dieser erfolgreich von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) akkreditiert wurde.[8]

Marga Brigitte Wagner-Pischel trägt den Titel Prof. h.c. und ist seit Ende 2023 Ehrenbürgerin der Stadt Krems: „Sie hat mit der Danube Private University (DPU) ein Juwel in die Stadt gesetzt“, so der Bürgermeister.[9] Ihrem Interesse an Kunst verdankt die DPU die großzügige Ausstattung mit moderner Kunst, insbesondere mit Gemälden von Antonius Höckelmann,[10] aber auch mit Werken von Franz Anton Coufal[11][12] und anderen. Frau Wagner-Pischel ist auch Herausgeberin eines 2024 erschienenen Buchs mit dem Titel Heilkraft der Literatur. Zur Bedeutung der Literatur für eine menschliche Medizin.[13]

Forschung und Kooperationen

Die Forschungsschwerpunkte sind:

  • Natur- und Kulturgeschichte des Menschen (Kurt W. Alt)
  • Neurodegenerative Erkrankungen (Ralf Braun)
  • MIAAI Medical Image Analysis & Artificial Intelligence (Ramona Woitek)
  • Life Science Technologies (Christoph Kleber)
  • Clinical Application of Artificial Intelligence in Dentistry (Constantin von See und Dritan Turhani)
  • Mikroplastik (Maja Henjakovic)

Zur Förderung der studentischen Mobilität kooperiert die Danube Private University mit der International Union of Schools of Oral Health (IUSOH).[14]

Forschungskooperationen bestehen mit zahlreichen nationalen wie internationalen Institutionen, z. B. dem Austrian Institute of Technology (AIT), dem CEST Kompetenzzentrum, dem IPNA der Universität Basel, dem National Institute of Health and Medical Research Paris 5 (INSERM), der Charité Universitätsmedizin Berlin, der Universitá degli Studi di Brescia bzw. der Universität Bari Aldo-Moro in Italien, der University of Cambridge in Großbritannien, und weiteren.[15]

2023 war die DPU in 16 von der öffentlichen Hand geförderten Forschungsprojekten vertreten bzw. hat die Genehmigung dieser Projekte erhalten. Fördergeber sind u. a. die FFG, der FWF, die EU und die GFF NÖ. Diese Projekte führen zu zahlreichen weiteren Kooperationen mit nationalen und internationalen Partnern, wie der Universidad de la Republica Montevideo (Uruguay), der Universidad Peruana de Ciencias Aplicadas de Lima (Peru), der Universidad Nacional de la Plata (Argentinien), den RISE Research Institutes of Sweden und weiteren.[16]

Kritik

Die Zahnärztekammer lehnte ursprünglich das Studium an der Universität aus Qualitätsgründen ab.[17] Eine Hauptsorge der Ärztefunktionäre war, es würden so viele Zahnärzte ausgebildet, wie bislang in ganz Österreich.[18]

Mögliche Ungereimtheiten bei der Akkreditierung waren im Mai 2010 Thema einer parlamentarischen Anfrage, das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung wies Kritik am Akkreditierungsrat jedoch zurück.[19] Im Reakkreditierungsverfahren der DPU 2014 bestätigten die von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria berufenen Gutachter jedoch die Verlängerung der Akkreditierung.[20]

Die DPU musste die Behauptung zurücknehmen, das Land Niederösterreich stelle für die Ausbildung notwendige Praktika an Spitälern zur Verfügung. Anfang 2011 hatte der Landtag beschlossen, dass keine diesbezügliche Verpflichtung des Landes bestehe. Die Landesregierung wurde beauftragt, die Akkreditierung DPU überprüfen zu lassen; diese wurde nach Angaben der DPU im September 2015 vom BMWFW bestätigt.[21]

Das Master-Studium Humanmedizin an der Danube Private University wurde 2021 aufgrund „wesentlicher Mängel“ der Zulassung entzogen. Das Unternehmen legte Berufung ein, weshalb es weiterhin Studierende für den Medizin-Master aufnehmen durfte. Die Entscheidung lag beim Bundesverwaltungsgericht.[22] 2024 erfolgte die Akkreditierung für einen Humanmedizin-Masterstudiengang in Wiener Neustadt als zweiter DPU-Standort ab Herbst 2024, unterstützt durch die niederösterreichische Landesgesundheitsagentur (LGA) in Kooperation mit den Landeskliniken Hochegg, Neunkirchen und Wiener Neustadt.[23]

Einzelnachweise

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