Der Ruf (2020)
Kurzfilm von Karl-Friedrich König (2020)
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Der Ruf ist ein deutscher Kurzfilm von Karl-Friedrich König aus dem Jahr 2020.
| Film | |
| Titel | Der Ruf |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Erscheinungsjahr | 2020 |
| Länge | 22 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Karl-Friedrich König |
| Drehbuch | Karl-Friedrich König |
| Produktion | Tilman und Karl-Friedrich König |
| Musik | Georg Siebert |
| Kamera | Tilman König |
| Besetzung | |
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Handlung
Der junge christliche Fundamentalist Ben und sein noch unerfahrener Begleiter Steffen kommen im Hochsommer auf einer Missionierungsreise in ein Dorf in Thüringen, um mit den Einwohnern über Jesus zu sprechen und zu beten. Der selbstsichere Ben ist Wortführer und setzt Steffen unter Druck, auch Gespräche zu führen, obwohl dieser dabei offenbar in großer Verlegenheit ist und keine klaren Gedanken äußern kann.
An der Kante eines stillgelegten Steinbruchs treffen sie einige Jugendliche. Launig wird Ben aufgefordert, in die Tiefe zu springen, um zu beweisen, dass Jesus rettet; er antwortet, man solle Gott nicht herausfordern. Als eines der Mädchen sie bittet, dafür zu beten, dass sie einen Freund findet, stammelt Steffen hilflos herum und wird später von Ben heftig dafür kritisiert. Ben erklärt Steffens Blockaden als Einfluss des Teufels, dem Steffen entschieden widerstehen müsse. Der zunehmend verunsicherte Steffen wird mehrmals gegenüber Fremden übergriffig. Ben, in seiner Meinung bestätigt, versucht daraufhin einen Exorzismus.
Schließlich bieten sie an einer Straßenkreuzung vor einigen verstreuten Zuhörern christlichen Hip-Hop dar und wollen aus ihrem Leben erzählen. Professionell moderiert Ben die Geschichte Steffens an, der erst kürzlich im Gefängnis zum Glauben an Jesus gefunden habe, und übergibt ihm dann das Mikrofon. In Steffens Kopf hallt jedoch nur alles Negative wider, dem er den ganzen Tag ausgesetzt war, er bekommt kein Wort heraus. Überwältigt von diesem Versagen lässt er Ben stehen und geht, um Erlösung betend, allein zum Steinbruch. Dort springt er die Felskante hinunter und versinkt unten im See. Diese letzte Einstellung bleibt 45 Sekunden stehen, während sich die Wellen verlaufen und ansonsten nichts geschieht.
Veröffentlichung und Rezeption
Der von der Leipziger 2Könige Film produzierte Kurzfilm hatte seine Uraufführung am 10. September 2020 beim Filmfest Dresden in der Schauburg. Er wurde dort mit dem Publikumspreis Mitteldeutsche Filmnacht ausgezeichnet.[1]
Beim Blicke28 Festival für Film und Videokunst wurde der Film mit dem Querdenker-Preis ausgezeichnet.[2] Die Jury nannte den Film eine „fast epische“ Mischung aus Bibelfilm und Western, der „existentielle Fragen von Glauben und Zweifel, Scheitern und Falschverstehen“ thematisiere.[2] Die Schauspiel-Inszenierung, Dialoge und Kameraführung wurden von der Jury als „herausragend“ gelobt.[2]
Über den Anbieter Filmsortiment wird der Film auch als Unterrichtsfilm verliehen.[3]
Weblinks
- Der Ruf bei IMDb
- Der Ruf bei filmportal.de
- Der Ruf bei crew united