Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh

Film von Yves Robert (1972) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh (Originaltitel: Le grand blond avec une chaussure noire) ist eine französische Agentenfilm-Parodie von Yves Robert aus dem Jahr 1972.

TitelDer große Blonde mit dem schwarzen Schuh
OriginaltitelLe grand blond avec une chaussure noire
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh
Originaltitel Le grand blond avec une chaussure noire
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1972
Länge 91 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Yves Robert
Drehbuch Yves Robert
Francis Veber
Produktion Alain Poiré
Yves Robert
Musik Vladimir Cosma
Kamera René Mathelin
Schnitt Francis Veber
Besetzung
Synchronisation
Chronologie
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Handlung

François Perrin ist ein hochbegabter, jedoch zerstreuter Geiger, der ein Verhältnis mit Paulette hat, der Frau seines besten Freundes Maurice. Als Perrin nach einer Auslandstournee im Flughafen mit zwei unterschiedlichen Schuhen eine Rolltreppe herunterfährt, wird er aufgrund dieses Merkmals von einem Mitarbeiter des Geheimdienstchefs Toulouse ohne sein Wissen als ein angeblich gefährlicher Agent bezeichnet, um seinen rivalisierenden Stellvertreter Milan auf eine falsche Spur zu führen.

Milan setzt nun alle legalen und illegalen Mittel ein, um eine Verbindung zwischen Toulouse und Perrin herzustellen, erzielt jedoch keine Ergebnisse. Schließlich soll die Agentin Christine die notwendigen Informationen mittels weiblicher Verführung erhalten. Als auch dieser Versuch scheitert, soll Perrin getötet werden. Mit viel Glück und etwas Hilfe von Toulouses Assistenten Perrache überlebt Perrin jedoch alle Anschläge. Perrins Verfolger beider Seiten bringen sich gegenseitig um, und auch Milan wird schließlich ermordet. Maurice, der immer wieder ungewollt Zeuge der Taten wird, verliert den Verstand und kommt in ärztliche Behandlung. François und Christine verlieben sich und verlassen das Land.[1]

Hintergrund

Drehorte in Paris waren unter anderem die Avenue de la Bourdonnais 61, 75007 Paris (Wohnung von François Perrin) und die Rue Pierre Semard, 75009 Paris (Christine entkommt ihren Entführern).[2] Der Regisseur des Films, Yves Robert, spielt im Film zudem den Dirigenten des Orchesters. Der rumänische Komponist Vladimir Cosma schrieb mit dem Titelthema auf der Panflöte für seinen Landsmann Gheorghe Zamfir einen seiner bekanntesten Filmmusiktitel.

Pierre Richard wurde nach dem Erfolg des Films auf das komödiantische Fach festgelegt, wie er in einem Zeitungsinterview 2008 beklagte. Nach Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh und dessen Fortsetzung Der große Blonde kehrt zurück (1974) stellte Pierre Richard insgesamt noch in drei weiteren seiner Filme eine Figur namens François Perrin dar, die jedoch nicht auf der ursprünglichen Figur des tapsigen Violinisten basierte und auch jeweils unterschiedlich gezeichnet wurde. In Ein Tolpatsch auf Abwegen (1976) war Perrin Werbefotograf, in Das Spielzeug (ebenfalls 1976) Journalist, und in Der Hornochse und sein Zugpferd (1981) ein kleiner Konzernangestellter.

1985 drehte Stan Dragoti eine Neuverfilmung mit dem Titel Der Verrückte mit dem Geigenkasten (alternativer Verleihtitel: Der große Blonde mit dem roten Schuh). Die Hauptrolle übernahm dabei Tom Hanks.

Kritiken

„Vergnügliche Parodie auf Geheimdienstarbeit und Agentenfilm-Klischees. Mit Witz und Einfallsreichtum in die turbulenten Verwicklungen um einen angeblichen Top-Agenten verpackt, mit dem ein Geheimdienstchef seinen ehrgeizigen Stellvertreter erfolgreich narrt. Ein unbeschwertes Vergnügen mit Niveau, wenn auch nicht ganz ohne Längen.“

„Besucher, deren Lachmuskeln nicht ganz intakt sind, sollten den Besuch des Films meiden. Man muß schon einen Dauerbeschuß an Pointen, komischen bis grotesken Situationen über 92 Minuten überstehen. […] Ein Spaß und Vergnügen bereitender Streifen, der nicht unbedingt darauf aus ist, tiefere Einsicht zu vermitteln.“[4]

Auszeichnungen

Synchronisation

Die deutsche Synchronbearbeitung entstand 1973 bei Rainer Brandt Filmproduktions GmbH, Berlin. Das Dialogbuch verfasste Rainer Brandt, der auch die Synchronregie übernahm.[5][6] Zwei Jahre später produzierte das DEFA-Studio für Synchronisation Leipzig eine eigene Fassung, bei der Gisela Büttner Regie führte.[7]

Weitere Informationen Rolle, Darsteller ...
Rolle Darsteller Synchronsprecher (Brandtfilm) Synchronsprecher (DEFA)
François Perrin Pierre Richard Harry Wüstenhagen Winfried Wagner
Toulouse Jean Rochefort Rolf Schult Walter Niklaus
Bernard Milan Bernard Blier Friedrich W. Bauschulte Bert Brunn
Perrache Paul Le Person Günter Kieslich
Maurice Jean Carmet Gerd Martienzen Hans Gora
Christine Mireille Darc Eva Maria Miner Astrid Bless
Georghiu Robert Castell Andreas Mannkopff
Paulette Colette Castel Renate Danz Barbara Lotzmann
Mr. Boudart Roger Caccia Klaus Miedel
Madame Boudart Tania Balachova Tina Eilers
Botrel Jean Obe Lothar Blumhagen
Chaperon Maurice Barrier Joachim Kemmer
Pouchet Jean Saudray Heinz-Theo Branding
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Einzelnachweise

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