Gheorghe Zamfir
rumänischer Panflötist
From Wikipedia, the free encyclopedia
Gheorghe Zamfir (; * 6. April 1941 in Găești, Kreis Dâmbovița) ist ein rumänischer Panflötist. Seinen internationalen Durchbruch schaffte er mit der Aufnahme von Der einsame Hirte, eine Komposition von James Last, die 1977 auf dem Album Rußland-Erinnerungen veröffentlicht wurde. Damit begleitete er James Last 1978 auf seiner Tournee.
Das größte Publikum dürfte Zamfir durch den Gangster-Film Es war einmal in Amerika gefunden haben. Dabei spielt der Virtuose das Panflöten-Stück Cockeye’s Song, komponiert von Ennio Morricone. Dieses Thema gilt neben „Deborahs Theme“ als zentrales Motiv im gesamten Film. Ebenso bekannt wurde er mit der Titelmelodie zu dem Film Der große Blonde mit dem schwarzen Schuh mit Pierre Richard (1972), die von dem rumänischen Komponisten Vladimir Cosma geschrieben wurde.
Leben
Karriere
Zamfir, anfänglich Autodidakt, begann seine musikalische Ausbildung an einer Musikschule in Bukarest, wo er ein Schüler Fănică Lucas war. 1961 wechselte er auf das Bukarester Konservatorium. Nach biografischen Darstellungen wollte Zamfir zunächst Akkordeon lernen; an der Bukarester Musikschule wurde er jedoch der Panflötenklasse zugeteilt.[1] Neben Panflöte lernte er dort Klavier, Kontrapunkt und Ensembleleitung.[1] Er verwendete nicht mehr Panflöten mit den traditionellen 20 Röhren, sondern Instrumente mit 22, 25, 30 und mehr Bambusrohren.[1] In Westeuropa bekannt wurde Zamfir durch den Schweizer Ethnomusikforscher Marcel Cellier, der ihn im Rahmen umfassender Forschungsarbeiten auf dem Gebiet rumänischer Volksmusik entdeckte.
Zamfir warb anfangs vor allem in Form von Fernsehwerbespots für seine Alben, was die Panflöte einem modernen Publikum eröffnete. Er produzierte zahlreiche Alben mit Panflötenmusik.
Neben rumänischer Volksmusik betätigt Zamfir sich auch klassischer, religiöser und populärer Musik.[1] 1974 komponierte er eine Messe für für Panflöte, Chor, Orgel und Orchester.[1] In den 1970er und 1980er Jahren trat er im deutschsprachigen Raum mit Programmen für Panflöte und Orgel auf.[1]
National und international ging Zamfir auch Kooperationen mit anderen Künstlern ein. Zamfir lehrte an der Nationalen Musikuniversität Bukarest. Zu seinen Schülerinnen gehörte Petruța Küpper. Ebenfalls an der Universität Valahia in Târgoviște und für eine internationale Panflötenakademie.[4]
Galerie
Diskografie
Alben
| Jahr | Titel | Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5] (Jahr, Titel, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1976 | Flûtes de pan | DE36 (8 Wo.)DE |
— | — | |
| 1979 | Traumland der Panflöte | DE2 (15 Wo.)DE |
AT2 (10 Wo.)AT |
— | |
| 2000 | Feeling of Romance | DE79 (2 Wo.)DE |
AT25 (7 Wo.)AT |
— | |
| 2008 | Spirit of the Andes | — | — | UK31 (2 Wo.)UK |
|
Singles
| Jahr | Titel Album |
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5] (Jahr, Titel, Album, Platzierungen, Wochen, Auszeichnungen, Anmerkungen) |
Anmerkungen | |
|---|---|---|---|---|
| 1976 | (Light of Experience) Doina de Jale – |
— | UK4 (9 Wo.)UK |
|
| 1977 | Einsamer Hirte – |
DE22 (15 Wo.)DE |
— |
mit James Last |
Auszeichnungen für Musikverkäufe
|
Platin-Schallplatte
|
Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.
| Land/RegionAuszeichnungen für Musikverkäufe (Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen) |
Verkäufe | Quellen | ||
|---|---|---|---|---|
| — | 250.000 | musikindustrie.de | ||
| — | 25.000 | ifpi.fi | ||
| — | 100.000 | nvpi.nl | ||
| — | 40.000 | sverigetopplistan.se | ||
| — | 25.000 | slagerlistak.hu | ||
| Insgesamt | ||||