Deutsch-Polnischer Journalistenpreis

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Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis Tadeusz Mazowiecki prämiert die besten Beiträge, die fair und offen über das jeweilige Nachbarland berichten und im vorangegangenen Jahr in anerkannten Medien veröffentlicht wurden. Für die drei Sparten Print, Hörfunk, Fernsehen werden Preise in Höhe von jeweils 5.000 Euro vergeben. Er wurde 2013 nach dem polnischen Publizisten, Bürgerrechtler und Politiker Tadeusz Mazowiecki (1927–2013) benannt.[1]

Tadeusz Mazowiecki (2007)

Der Preis wird im Rahmen der Deutsch-Polnischen Medientage verliehen und soll den „Journalismus in der Grenzregion“ unterstützen.[2]

Die eingereichten Veröffentlichungen sollen konkret dazu beitragen, das Wissen von Deutschen und Polen übereinander zu erweitern, das gegenseitige Verständnis von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft zu verbessern, das Alltagsleben auf beiden Seiten dem jeweiligen Nachbarn näherzubringen und das Zusammenleben in der Europäischen Union zu fördern.

Geschichte

Der Deutsch-Polnische Journalistenpreis ist 1997 von den Regierungssprechern von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sowie den Woiwodschaftssprechern von Grünberg (Zielona Góra), Landsberg (Gorzów Wielkopolski), Hirschberg (Jelenia Góra) und Stettin (Szczecin) ins Leben gerufen worden.[3] Nach der Gebietsreform im Jahr 1999 wird der Preis auf polnischer Seite von den neu gegliederten Woiwodschaften Westpommern, Lebus und Niederschlesien durchgeführt. Die deutschen und polnischen Regionen wechseln sich jährlich in der Rolle als Gastgeber ab. 2012 war Mecklenburg-Vorpommern der Gastgeber.

Stifter

Die aktuellen Stifter (Stand 2024) sind die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, die Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und der Freistaat Sachsen sowie die Woiwodschaften Westpommern, Lebuser Land und Niederschlesien.[4]

Die Robert Bosch Stiftung unterstützte den Preis von 2007 bis 2019.[5]

Preisträger

Zu den bisherigen Preisträgern des Deutsch-Polnischen Journalistenpreises zählen Philip Banse, Enrico Demurray, Markus Frenzel, Karolina Golimowska, Helga Hirsch, Włodzimierz Kalicki, Christoph von Marschall, Renate Meinhof, Włodzimierz Nowak, Eva Maria Schmidt, Konrad Schuller, Emilia Smechowski, Adam Soboczynski, Daniel Tkatch, Maria Zmarz-Koczanowicz, Heike Bittner und Jan Pallokat.

Einzelnachweise

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