Die Enttäuschten

französisches Filmdrama aus 1958 From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Enttäuschten (Originaltitel: Le Beau Serge, deutscher Alternativtitel: Der schöne Serge) ist ein französisches Filmdrama aus dem Jahr 1958 und der erste Film von Claude Chabrol.

TitelDie Enttäuschten
OriginaltitelLe Beau Serge
ProduktionslandFrankreich
OriginalspracheFranzösisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Die Enttäuschten
Originaltitel Le Beau Serge
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 1958
Länge 99 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen CGCF
Stab
Regie Claude Chabrol
Drehbuch Claude Chabrol
Produktion Claude Chabrol
Musik Émile Delpierre
Kamera
Schnitt Jacques Gaillard
Besetzung
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Handlung

Nach mehr als einem Jahrzehnt kehrt François Baillou in sein Heimatdorf zurück und erkennt, dass sich zwar die Menschen aber ansonsten nicht viel verändert hat. Sein alter Freund Serge, dessen behindertes Kind inzwischen starb, ist dem Alkohol verfallen. Serge deutet an, dass das tote Kind aus dem Inzest seiner Frau Yvonne mit ihrem Vater stammte. Yvonne ist wieder schwanger, und Serge geht davon aus, dass auch dieses Kind von seinem Schwiegervater ist. Dadurch ist Serge zu einem zornigen, hadernden Alkoholiker geworden, der sich weigert, seinen Schwierigkeiten ins Auge zu sehen. François versucht nun, ihm zu helfen, beginnt jedoch eine Affäre mit Yvonnes Schwester, der 17-jährigen Marie. Als Yvonne ihr Kind zur Welt bringt, fordert François seinen Freund Serge dazu auf, das Kind als sein Kind anzunehmen, da dieses Neugeborene gesund ist.

Hintergrund

Der Film gilt als erstes Werk eines neuen Filmstils, der Nouvelle Vague. Die mit dieser verbundene Darstellungsart wurde von einigen jungen französischen Filmregisseuren entwickelt, die vorher meist im Journalismus tätig waren und gegen den oft einfachen, vorhersehbaren Aufbau des kommerziellen Films aufbegehrten.[2]

Claude Chabrol, der vorher für Cahiers du cinéma gearbeitet hatte, drehte sein Erstlingswerk in acht Wochen in der Gemeinde Sardent im Département Creuse, wo er die Kriegsjahre bei seinen Großeltern verbracht hatte.[3] Finanziert wurde es von seiner Ehefrau Agnès mit dem Erbe ihrer Großmutter. Durch den unerwarteten Erfolg des Films fühlte sich Chabrol „verpflichtet“, weitere Filme im neuen Stil zu drehen.[4]

Kritiken

„Der erste Spielfilm von Claude Chabrol […] schildert bemerkenswert milieudicht die wirtschaftliche und sittliche Verwahrlosung eines abgelegenen Dorfes in der Provinz Creuse. Er verbindet damit die weniger überzeugende Darstellung eines Freundschaftskonfliktes zwischen einem Studenten auf Genesungsurlaub und einem jung verheirateten Kraftfahrer, der dem Alkohol verfallen ist.“

Lexikon des internationalen Films[5]

„Claude Chabrols Regiedebüt überzeugt durch die hervorragenden Darsteller und die dicht inszenierte Schilderung der widrigen Lebensumstände im provinziellen Frankreich.“

Auszeichnungen

Einzelnachweise

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