Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft

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Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft (SUKW) ist das Landesministerium für Umwelt- und Klimafragen sowie Wissenschaft der Freien Hansestadt Bremen. Senatorin ist seit November 2025 Henrike Müller (Bündnis 90/Die Grünen). Staatsräte sind Jan Fries und Karolina Kumar.

Gründung2023
HauptsitzAn der Reeperbahn 2
28217 Bremen
Schnelle Fakten Staatliche Ebene, Stellung ...
Die Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft
Staatliche Ebene Freie Hansestadt Bremen
Stellung Oberste Landesbehörde
Gründung 2023
Hauptsitz An der Reeperbahn 2
28217 Bremen
Senatorin Henrike Müller
Netzauftritt umwelt.bremen.de
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Geschichte

Im Senat Wedemeier I gab es bis Oktober 1987 die getrennten Ressorts des Senators für das Bauwesen mit Senator Bernd Meyer (SPD) und des Senators für Umweltschutz mit Senatorin Eva-Maria Lemke (SPD) an der Spitze.

Im Senat Wedemeier II wurde vom Oktober 1987 bis zum 7. Februar 1989 das Ressort Senator für Umweltschutz, Bauwesen und Stadtentwicklung von Senatorin Lemke-Schulte geführt. Danach wurde das Ressort wieder getrennt in Senator für das Bauwesen unter Senator Konrad Kunick (SPD) und Senator für Umweltschutz und Stadtentwicklung unter Senatorin Lemke-Schulte (SPD).

Auch im Senat Wedemeier III von 1991 bis 1995 blieb es bei dieser Trennung der Ressorts, wobei Senator Ralf Fücks (Bündnis 90/Die Grünen Bremen) das Ressort Umweltschutz und Stadtentwicklung bis zum 23. Februar 1995 leitete und Senatorin Lemke (SPD) das Bauwesen. Diese „Ampelkoalition“ zerbrach 1995 auch an einem Konflikt mit der Bremer FDP über die Stadtentwicklungs- und Flächenpolitik des Senators Fücks. Ursächlich hierfür war die sog. „Piepmatzaffäre“: das Umweltressort hatte das Gewerbegebiet Hemelinger Marsch als EU-Vogelschutzgebiet gemeldet, obgleich das Wirtschaftsressort eine intensive gewerbswirtschaftliche Nutzung des Areals vorgesehen hatte. Vom Februar bis zum Juli 1995 war Kultur- und Jugendsenatorin Helga Trüpel (Grüne) auch für dieses Senatsressort zuständig.

Im Senat Scherf I von 1995 bis 1999 blieb es bei der Trennung der Ressorts Bau, Verkehr und Stadtentwicklung bei Senator Bernt Schulte (CDU) sowie Umweltschutz und Frauen bei Senatorin Christine Wischer (SPD), die auch das Ressort Gesundheit, Jugend und Soziales leitete.

Erst im Senat Scherf II von 1999 bis 2003 gab es unter Senatorin Wischer (SPD) wieder das gemeinsame Ressort Senator für Bau und Umwelt mit den Fachabteilungen Umweltschutz, Flächenbezogener Umweltschutz, Medienbezogener Umweltschutz, Städtebau und Wohnungswesen sowie Bau- und Verkehrsrecht. Demzufolge gab es den Fachbereich Umwelt und den Fachbereich Bau und seitdem auch zwei Staatsräte.

Ab dem Senat Scherf III und dem Senat Böhrnsen I von 2003 bis 2007 hieß das Ressort Bau, Umwelt und Verkehr, und wurde von Jens Eckhoff (CDU) bis Februar 2006 und von Ronald-Mike Neumeyer (CDU) geführt. Im Senat Böhrnsen II von 2007 bis 2011 hieß das Ressort Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa und stand unter Senator Reinhard Loske (Grüne). Ab 2011 im Senat Böhrnsen III und Senat Sieling (ab 2015) hieß das Ressort wieder Umwelt, Bau und Verkehr mit Senator Joachim Lohse (Grüne) an der Spitze.

Von August 2019 bis Juli 2023 gab es das Ressort Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau im Senat Bovenschulte I mit 630 Beschäftigten in sechs Abteilungen. Dieses wurde im Juli 2023 durch den Senat Bovenschulte II in die beiden neuen Ressorts „Bau, Mobilität und Stadtentwicklung“ sowie „Umwelt, Klima und Wissenschaft“ aufgeteilt. Der Bereich Wissenschaft gehörte bis dahin zur Senatorin für Wissenschaft und Häfen.

Organisation

Das Landesministerium, das zugleich die kommunalen Aufgaben für die Stadtgemeinde Bremen erfüllt, ist in vier Fachabteilungen gegliedert:[1]

  • Die Abteilung Technischer Umweltschutz, Naturschutz und Grünflächen ist für alle Belange des Umwelt- und Naturschutzes in Bremen zuständig. Dazu gehören neben dem Immissionsschutz die Grünordnung sowie der Natur- und Landschaftsschutz.
  • Die Abteilung Gewässer- und Hochwasserschutz, Landwirtschaft ist für einige Bereiche der Wasserwirtschaft, den Hochwasserschutz und bestimmte Förderprogramme der regionalen Landwirtschaft zuständig.
  • Die Abteilung Klima, Energiewende und Umweltinnovation setzt sich für eine nachhaltige Zukunft in Bremen ein. Dazu gehören die Energiewende, Förderung des Klimaschutzes und Umweltinnovationen (erneuerbare Energien wie Solar-, Wind- und Wasserkraft, Wärmewende, Gebäudesanierung). Mit gezielten Förderprogrammen, Umweltbildung und Klimaanpassungsstrategien unterstützt er Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.
  • Die Abteilung Hochschulen und Forschung ist zuständig für die Sicherstellung und Förderung von Forschung, Studium und wissenschaftlicher Innovation. Sie unterstützt die Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Bremen und Bremerhaven, stärkt den Wissenstransfer und sichert den Rahmen für Forschung und gute Studienbedingungen.

Nachgeordnete Ämter, Betriebe und Anstalten öffentlichen Rechts (AöR)

  • Das Gewerbeaufsichtsamt ist vor allem im Bereich Immissionsschutz zuständig.[2]
  • Umweltbetrieb Bremen
  • botanika GmbH
  • Die Bremer Stadtreinigung

Bis 1990 war das Amt für Stadtentwässerung und Abfallwirtschaft unter anderem für die Abwasserentsorgung in der Stadt Bremen zuständig. Dieses Amt wurde in die Bremer Entsorgungsbetriebe – kurz BEB, als Eigenbetrieb umgewandelt.[3] Mit der Gründung der hansewasser Bremen GmbH erfolgte 1999 die Konzentration eines Betriebes auf die Stadtentwässerung.

Standorte

Die Umweltbehörden befanden sich zunächst verteilt an mehreren Standorten, zum Beispiel Am Wall (senatorische Behörde), in der Großen Weidestraße (Naturschutz) und in der Theodor-Heuss-Allee (Wasserwirtschaftsamt Bremen). Nach dem Freiwerden des sogenannten Siemens-Hochhauses, Contrescarpe 72, in der Bahnhofsvorstadt, einer Zweigniederlassung des Siemens-Konzerns, wurden hier ab dem Jahr 2000 nach und nach mehrere Abteilungen mit rund 250 Mitarbeitern aus dem Baubereich konzentriert, während Mitarbeiter aus dem Umweltbereich in die Gebäude an der Nordseite des Ansgarikirchhofs zogen. Seit 2020 befindet sich der Hauptstandort An der Reeperbahn 2, 28217 Bremen.

Siehe auch

Einzelnachweise

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