Die Stunde des Jägers

Film von William Friedkin (2003) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Stunde des Jägers (Originaltitel The Hunted) ist ein US-amerikanischer Actionfilm unter Regie von William Friedkin. Er erschien 2003 und entwickelte sich bei Kritik wie Publikum zum Misserfolg.

TitelDie Stunde des Jägers
OriginaltitelThe Hunted
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Die Stunde des Jägers
Originaltitel The Hunted
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2003
Länge
  • Kino: 95 Minuten
  • gekürzt: 89 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Alphaville
Stab
Regie William Friedkin
Drehbuch
  • David Griffiths
  • Peter Griffiths
  • Art Monterastelli
Produktion
Musik Brian Tyler
Kamera Caleb Deschanel
Schnitt Augie Hess
Besetzung
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Handlung

Aaron Hallam dient als Tötungsspezialist in einer US-Spezialeinheit. Für einen Einsatz im Kosovo, bei dem er den Anführer einer serbischen Einheit tötet, die zahlreiche Zivilisten ermordet hat, erhält er den Silver Star. Später setzt der Geheimdienst Hallam als Auftragsmörder ein, verliert jedoch die Kontrolle über ihn.

Hallam entfernt sich unerlaubt und ermordet in der Nähe von Silver Falls, Oregon, einige Jäger. Nur mit einem Messer bewaffnet tötet er sie und weidet sie aus. Das FBI ermittelt unter der Leitung von Agentin Abby Durrell.

Da die Morde im Wald stattfanden, wendet sich das FBI an den Spurensucher L.T. Bonham, den (wie man später erfährt) ehemaligen Ausbilder von Hallam. Im Ruhestand lebt er in einer abgelegenen Gegend im Nordwesten. Er erhielt von Hallam mehrere Briefe, die er aber unbeantwortet ließ.

Bonham spürt Hallam allein im Wald auf und es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod. Überraschend taucht Durrells Team auf und setzt Hallam mit einem Betäubungspfeil außer Gefecht. Als Hallam in Untersuchungshaft sitzt, erscheinen Angehörige des Militärs mit Justiz-Vollmachten und nehmen Hallam in ihre Zuständigkeit. Aufgrund seines Wissens um geheime Operationen soll er nicht angeklagt werden. Da er unter Paranoia leidet und unkontrollierbar geworden ist, wollen sie ihn mit Gift liquidieren. Während des Transports kommt es zu einem Kampf in dem Fahrzeug, das daraufhin verunglückt. Hallam gelingt es zu fliehen. Bonham sieht dies in den Fernsehnachrichten und beginnt erneut mit der Jagd – diesmal in der Stadt. Gemeinsam mit Durrell stöbert er Hallam bei dessen ehemaliger Lebensgefährtin Irene auf. Doch wieder gelingt Hallam die Flucht.

Er flüchtet in die Wälder um Portland. Es kommt zum finalen Kampf, in dem Bonham schließlich die Oberhand über seinen ehemaligen Schüler gewinnt und ihn tötet. In der Schlussszene sieht man Bonham in seinem Haus in British Columbia. Er verbrennt die Briefe, in denen Hallam von den Verbrechen berichtet hat, die er für den Staat begangen hat.

Kritiken

Weitere Informationen Quelle, Bewertung ...
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 29 %[5]
Metacritic (Metascore) 40/100[6]
AllMovie SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[7]
CinemaScore C[8]
Cinema SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[9]
Prisma SternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbolSternsymbol[10]
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Das Presseecho fiel eher schlecht aus, was sich auch in den Auswertungen von US-Aggregatoren widerspiegelt. So erfasst Rotten Tomatoes überwiegend kritische Besprechungen und ordnet Die Stunde des Jägers damit als „Gammelig“ ein.[5.1] Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.[6.1]

„Regisseur William Friedkin […] offeriert ein Kosovo-Trauma und zitiert die Bibel – hohle Vorwände für peinliche Männerrituale und blutige Messerstechereien. Nach dieser Entgleisung sei Friedkin der Titel ‚Altmeister‘ aberkannt. Insofern ist seine Stunde ein echter Schocker. – Brutaler Actionreißer ohne Sinn und Verstand, den die Stars bitter bereuen dürften.“

„Was wie ein spannendes Action-Duell klingt, entpuppt sich leider als völliger Nonsens bar jeglicher Logik. Da fragt man sich, warum Oscar-Gewinner William Friedkin […] derlei Blödsinn verfilmt und für die Hauptrollen auch noch zwei weitere Oscar-Preisträger gewinnen konnte.“

„Eindimensionaler Actionfilm, der kaum die seelischen Belastungen des aufs Töten programmierten Soldaten widerspiegelt, insgesamt aber die menschlichen Beziehungen als kalt und unbarmherzig darstellt. Inszenatorisch in den langen Zweikämpfen durchaus bemerkenswert.“

Hintergrund

Der Film wurde in Oregon und in Washington gedreht.[12] Er beginnt mit einem Zitat aus Bob Dylans Song Highway 61 Revisited (nach Gen 22). Im Abspann ist The Man Comes Around zu hören – eines der letzten Lieder von Johnny Cash. Die Stunde des Jägers startete am 14. März 2003 in den US-Kinos[13] sowie am 17. April 2003 in Deutschland[11] und entwickelte sich zu einem Misserfolg an den Kinokassen. Gegenüber einem geschätzten Budget von 55 Mio. US-Dollar spielte er weltweit rund 46 Mio. US-Dollar ein, davon 34,2 Mio. US-Dollar in Nordamerika.[14] Inflationsbereinigt entspricht dies inzwischen Gesamteinnahmen von etwa 78 Mio. US-Dollar.

Einzelnachweise

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