Leben und Sterben in L.A.

Film von William Friedkin (1985) From Wikipedia, the free encyclopedia

Leben und Sterben in L.A. ist ein Actionthriller von William Friedkin aus dem Jahr 1985. Ihm liegt ein Roman Gerald Petievichs zugrunde, der auch am Drehbuch mitschrieb. Er thematisiert die harte Polizeiarbeit in L.A., illegale Polizeiaktionen mit unscharfer Grenze zwischen Guten und Bösen und weist auf die Austauschbarkeit der handelnden Personen und Positionen hin.

TitelLeben und Sterben in L.A.
OriginaltitelTo Live and Die in L.A.
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Schnelle Fakten Titel, Originaltitel ...
Film
Titel Leben und Sterben in L.A.
Originaltitel To Live and Die in L.A.
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1985
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie William Friedkin
Drehbuch
Produktion Samuel Schulman
Musik Wang Chung
Kamera Robby Muller
Schnitt
Besetzung
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Handlung

Die Anfangsszene zeigt, wie zwei Agenten des United States Secret Service, der junge draufgängerische Richard Chance und sein Partner, der ältere besonnene Jimmy Hart, in Los Angeles ein Attentat auf den US-Präsidenten Ronald Reagan, durch einen islamistischen Terroristen verhindern. Daraufhin lassen die beiden sich, aufgrund von Harts fortgeschrittenen Alters in die Geldfälschungsabteilung des Secret Service versetzen.

Hart und Chance sind auch privat gut befreundet und feiern zusammen wenig später Harts anstehende Pensionierung. Später am selben Tag verfolgt Hart auf eigene Faust eine Spur, welche zu dem skrupellosen Geldfälscher Rick Masters führt. Bei Masters Versteck wird Hart jedoch von diesem und seinem Handlanger erschossen.

Chance wird daraufhin ein neuer Partner, der deutlich besonnener auftretende John Vukovich zugeteilt.

Chance will nur eins, Rache für die Ermordung seines Partners und Mentors, und scheut sich hierbei auch nicht die Vorschriften zu missachten.

Zunächst gelingt es Chance und Vukovich zwar Masters' Kurier Carl Cody am Los Angeles International Airport festzunehmen, jedoch können die beiden ihn nicht dazu bringen gegen Masters auszusagen. Als Masters Codys Ermordung anheuern lässt, um diesen zum Schweigen zu bringen (was jedoch misslingt), gelingt es Chance Cody unter Überwachung aus dem Gefängnis zu entlassen. Allerdings kann Cody schon nach kurzer Zeit fliehen, aufgrund einer Fahrlässigkeit von Chance.

Chance und Vukovich schmieden daraufhin einen neuen Plan: Sie arrangieren über Masters' Anwalt Bob Grimes ein Treffen mit Masters und geben sich vor diesem als Offshore Bänker aus Palm Springs aus, um mit Masters ins Geschäft zu kommen, und diesen so zu stellen. Masters ist aber nicht dumm und verlangt daher einen Vorschuss in Höhe von 30.000 Dollar, in dem Wissen, dass dies die Budgetvorschriften des Secret Service überschreitet.

Als Chance's Vorgesetzter es wie erwartet ablehnt, den beiden eine derart hohe Summe zur Verfügung zu stellen, plant Chance das Geld auf anderem Wege zu besorgen. Über Ruth, eine Informantin mit welcher Chance eine machtbasierte, toxische sexuelle Beziehung führt, hatte Chance zuvor erfahren, dass bald ein chinesischer Geschäftsmann in der Stadt ist, welcher 50.000 Dollar bei sich trägt, um gestohlene Diamanten zu kaufen.

Chance und Vukovich (wobei Vukovich nur mit sehr viel Mühe von Chances Plan zu überzeugen war) entführen den Chinesen bei seiner Ankunft an der Union Station, fahren mit ihm zu einer abgelegenen Eisenbahnunterführung und klauen ihm sein Geld. Allerdings werden die beiden bereits seit dem Bahnhof von mehreren Komplizen des Chinesen verfolgt, welche an der Brücke mit einem Maschinengewehr das Feuer auf die beiden eröffnen, was zu einem Feuergefecht führt, bei welchem der Chinese versehentlich von seinen eigenen Männern erschossen wird, wobei Vukovich glaubt, dass er den Schuss abgegeben habe.

Das Ganze mündet schließlich in einer langen, wilden Verfolgungsjagd quer durch Los Angeles, bei welcher Chance die überraschend zahlreichen und ausdauernden Verfolger nur durch mehrere extrem waghalsige Manöver (u. a. Geisterfahren auf dem Highway) abschütteln kann.

Bei der Dienstbesprechung am darauffolgenden Tag erfahren Chance und Vukovich schließlich, dass es sich bei dem Chinesen in Wahrheit um einen verdeckten FBI-Agenten handelte. Vukovich ist daraufhin von Schuld zerfressen und will die ganze Sache abblasen, während Chance die Sache zwar bereut, aber weiterhin an seinem Plan Masters zu stellen festhalten will.

Vukovich trifft sich mit Masters' Anwalt Grimes, welcher ihm rät sich mit der Staatsanwaltschaft einzulassen und gegen Chance auszusagen, im Gegenzug für ein geringeres Strafmaß.

Chance und Vukovich gehen schließlich zur Geldübergabe mit Masters. Die Verhaftung misslingt jedoch. Chance wird von Masters' Leibwächter erschossen, woraufhin Vukovich diesen erschießt und Masters die Flucht gelingt.

Vukovich stellt Masters jedoch in seiner Geldfälscherwerkstatt, welche dieser in der Zwischenzeit in Brand gesetzt hat, um Spuren zu verwischen. In der brennenden Werkstatt offenbart Masters Vukovich, dass er die ganze Zeit mit seinem Anwalt unter eine Decke steckte und die ganze Zeit wusste, dass die beiden Secret Agent Agenten waren. Masters überwältigt Vukovich daraufhin und will ihn bei lebendigen Leibe verbrennen, doch Vukovich gelingt es mehrfach auf Masters zu schießen, woraufhin dieser Feuer fängt und mit seiner Werkstatt verbrennt.

Der Film endet damit, dass Vukovich Chances Informantin Ruth sagt, dass er jetzt an Chances Stelle treten und sie für ihn arbeiten werde.

Kritiken

Weitere Informationen Quelle, Bewertung ...
Quelle Bewertung
Rotten Tomatoes (Tomatometer) 89 %[1]
Metacritic (Metascore) 81/100[2]
Prädikat der FBW wertvoll[3]
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Das Lexikon des internationalen Films urteilte: „Furios inszenierter, überaus harter Polizeifilm, kritiklos und zynisch in der Darstellung orientierungslos gewordener Menschen. Gut fotografiert und stellenweise sehr spannend, bietet der Film in erster Linie ein Kino der Effekte.“[4]

Die Redaktion von Rotten Tomatoes schrieb, „[m]it Koks-Teufeln, Verfolgungsjagden und Wang Chung in Hülle und Fülle ist To Live and Die in L.A. vielleicht der ultimative Action-Thriller der 80er Jahre“ („With coke fiends, car chases, and Wang Chung galore, To Live and Die in L.A. is perhaps the ultimate '80s action/thriller.“)[5]

Wesley Morris, SF Examiner: „Eines der besten Gauner-gegen-Gauner-, Cop-gegen-Gauner-Geplänkel bisher und John Turturros bestes Fluchen in einem Film … die Verfolgungsjagd im sechsspurigen Stossverkehr, bei der Popeye Doyle sich überschlagen und Feuer gefangen hätte … Das einzige Problem ist, dass Friedkin niemals besser werden würde als hier.“[6]

Auszeichnungen

Der Film gewann im Jahr 1986 den Stuntman Award in zwei Kategorien. William Friedkin gewann 1986 den Publikumspreis des Cognac Festival du Film Policier.

Hintergründe

  • Die Dreharbeiten fanden in Los Angeles statt. Das Einspielergebnis in den Kinos der USA betrug 17,31 Millionen US-Dollar.
  • Es wurde ein alternatives Ende gedreht, in dem Richard Chance zwar angeschossen wird, aber überlebt. Chance und Vukovich werden nach ihrem gelungenen Einsatz nach Alaska versetzt, während ihr Vorgesetzter die Lorbeeren für die Arbeit seiner Mitarbeiter kassiert.
  • Der Soundtrack wurde von der britischen Pop-Band Wang Chung beigesteuert.
  • Der Titelsong „To Live And Die In L.A.“ erreichte im Dezember 1985 Platz 41 in den U.S. Single Charts.

Einzelnachweise

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