Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher
Film von Paul May (1943)
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Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher ist ein deutscher Kriminalfilm aus dem Jahr 1943, der unter der Regie von Paul May entstand. Die Hauptrollen verkörperten Annelies Reinhold, Rudolf Prack, Oskar Sima und Viktoria von Ballasko. Der Spielfilm basiert auf dem gleichnamigen Kriminalroman von Curt Corrinth.
| Film | |
| Titel | Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 1943 |
| Länge | 89 Minuten |
| Produktionsunternehmen | Bavaria Filmkunst GmbH |
| Stab | |
| Regie | Paul May |
| Drehbuch | Ernst von Salomon
nach dem |
| Produktion | Ottmar Ostermayr (Produktionsleitung) |
| Musik | Winfried Zillig |
| Kamera | Erich Claunigk |
| Schnitt | Friedel Buckow |
| Besetzung | |
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Handlung
Alex Roscher ist ein deutscher Zollbeamter (Zollassistent) an der Grenze zur Schweiz. Anlässlich einer Streife auf Skiern hält er einen PKW auf einer schneebedeckten Nebenstraße nahe der Schweiz an, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Nach Prüfung der Papiere des Fahrers, die in Ordnung sind, bittet er zu drehen und ihm noch zum Zollamt an der Hauptstraße zu folgen. Nach der Inspektion des Fahrzeuges stellt sich heraus, dass es sich bei dem Fahrer um den neuen Vorgesetzten Oberregierungsrat Dr. Bratt handelt. Dieser wollte Roscher auf die Probe stellen. In Anwesenheit des Leiters der Zollstation erklärt Bratt, dass Roscher die Probe bestanden hat.
Nunmehr kommt er zum eigentlichen Grund für seinen Besuch der Zollstation. Aus einem Bremer Museum ist „Der Spiegel der Helena“, ein wertvolles Kunstwerk, gestohlen worden. Bratt vermutet, dass das Schmuckstück an diesem schwierig zu bewachenden Grenzbereich im Gebirge, in die Schweiz geschmuggelt werden soll. Insofern ordnet er einen verschärften Streifendienst an.
Thomas, ein Dieb und Schmuggler, wendet sich an seinen alten „Freund“ Oskar Wettich, der das Lokal „Casino“ führt. Thomas bittet Wettich ihn mit seinem Koffer über die Grenze nach „Caduz“ zu bringen. Dafür bietet er 2000 Mark an. In der folgenden Nacht will Wettich gemeinsam mit Johnny, dem Oberkellner im „Casino“, Thomas samt Koffer zu Fuß über die Berge schmuggeln. Dabei wird Johnny, der als Erster vorangegangen ist, von Alex Roscher, der sich auf einem nächtlichen Streifengang befindet, gestellt. Johnny kann sich ihm gegenüber mit der Erklärung, dass er zu Verwandten nach Haßlach auf der anderen Seite der Grenze möchte, herausreden. Alex verweist Johnny auf den regulären Grenzübergang an der Zollstation und lässt ihn an dieser Stelle gehen. Unmittelbar danach hört man einen Schuss. Wettich hat nicht nur Thomas erschossen, sondern bei seiner Flucht auch Alex mit einem Streifschuss am Unterarm verletzt.
Nach seiner Verletzung meldet sich Alex wieder zum Dienst und wird über den Leiter des Zollamtes zu Oberregierungsrat Dr. Bratt zitiert. Wettich reist derweil zum „Chef“ der Bande, dem Zahnarzt Dr. Eveillard nach „Caduz“. Dessen Komplizin Margot Marsan ist gerade nach verbüßter Haftzeit aus einem Frauengefängnis entlassen worden.
Alex Roscher verhält sich nach der Rückkehr von Dr. Bratt auffällig. Er lässt sich gehen, spielt und trinkt zu viel. Nachdem Alex sein gesamtes Geld beim Spielen verloren hat, nimmt er Kredite bei Wettich und Johnny auf, für die er auch entsprechende Schuldscheine unterschreibt. Gleichzeitig beginnt er eine Liaison mit der attraktiven Margot Marsan. Die Veränderungen von Alex sind der Braut Grete und seinem Vater Oberzollinspektor a. D. Roscher natürlich nicht verborgen geblieben. Dieser fordert seinen Sohn auf, nachdem Alex von seinem aktuellen Lebensstil nicht abkehren will, die „Konsequenzen“ zu ziehen. Zu diesem Zweck legt der Vater eine Pistole auf einen Tisch. Ansonsten sieht Vater Roscher sich gezwungen seinen Sohn anzuzeigen.
Wettich und die Bande haben Alex jetzt vollkommen in der Hand. Braut Grete hält aber weiterhin noch zu Alex und sucht in ihrer Verzweiflung Dr. Bratt auf. Dieser erteilt dem Leiter der Zollstation die Anweisung eine entsprechende Anzeige bezüglich Alex Roscher nicht weiterzuleiten. In der Nacht habe Roscher zudem seinen Dienst an der Grenze wie immer auszuüben. Die Grenzposten in der Nähe seien zu verständigen. Weitere Befehle würden ausschließlich direkt von Dr. Bratt erfolgen.
In der Nacht sollen Wettich, Johnny und Margot Marsan auf Befehl von Dr. Eveillard, den Koffer mit dem „Der Spiegel der Helena“, der bei dem Handgemenge von Wettich und Thomas in eine Felsspalte gefallen ist, bergen. Vorher hatte Alex Roscher ein letztes Mal persönlichen Kontakt mit der Bande und darauf gedrängt in der Nacht den Koffer zu holen.
In der Nacht trifft Alex auf seinem Streifengang auf die Gruppe und fordert diese auf stehenzubleiben. Bei dem anschließenden Schusswechsel kommen Wettich und Johnny ums Leben und auch Margot rutscht am Berg ab und fällt in die Tiefe. Dr. Eveillard wird daraufhin von Schweizer Polizeibeamten auf Grund der erdrückenden Beweislage festgenommen.
Bei der anschließenden Lagebesprechung in der Zollstation Siebenbrunn klärt Dr. Bratt alle anwesenden Beamten und Vater Roscher darüber auf, dass Alex Roscher auf seinen Befehl gehandelt habe, um die Bande unschädlich zu machen. Die Mitglieder der Bande sollten glauben, dass sie Alex in der Hand hatten. Dazu durften weder die Kollegen noch Braut Grete und Vater Roscher nichts von dem Auftrag für Alex wissen. Am Ende wird Alex Roscher zum Zollsekretär befördert.
Produktionsnotizen
Die Dreharbeiten zu Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher fanden vom 1. Dezember 1942 bis Januar 1943 statt. Die Innenaufnahmen entstanden überwiegend in den Studios der Bavaria in Geiselgasteig. Die Außenaufnahmen wurden in Kitzbühel und Umgebung gedreht. Die Uraufführung des im Verleih der UFA vertriebenen Films war am 9. Dezember 1943 in Berlin. Am 30. August 1943 erging durch die nationalsozialistische Filmprüfstelle ein entsprechendes Jugendverbot für den Film.[1]
Die Bauten stammen von den Filmarchitekten Herbert Hochreiter[2] und August Herrmann. Die Musik für den Film komponierte Winfried Zillig, und die Aufnahmeleitung bei dieser Produktion hatten Gustav Lautenbacher und Alfred Tscheuschner.
Rezeption
„Gangster wollen ein aus dem Bremer Museum gestohlenes Kleinod, den "Spiegel der Helena", über die alpine Grenze in die Schweiz schmuggeln. Ein auf sie angesetzter Grenzbeamter muß sie (wie sich später herausstellt) auftragsgemäß täuschen: Man soll annehmen, er sei infolge einer dienstlichen Rüge der Trunk- und Spielsucht verfallen, hochverschuldet und infolgedessen erpreßbar geworden. Sein Vater und seine Braut sind irritiert - bis er die Bande unschädlich gemacht hat. Mit Aufnahmen rund um Kitzbühel geschmückt, ist dies ein heimatfilmartiges Kriminalabenteuer für bescheidene Ansprüche.“
Siehe auch
Weblinks
- Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher bei IMDb
- Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher bei filmportal.de
- Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher auf filmposter-archiv.de
- Die unheimliche Wandlung des Alex Roscher auf Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung online
- Filmbild mit Annelies Reinhold und Rudolf Prack auf IMDb