Diepolz (Gemeinde Großharras)

Ortschaft im Bezirk Mistelbach From Wikipedia, the free encyclopedia

Diepolz ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Großharras im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 144 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026)[1].

Schnelle Fakten
Diepolz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Diepolz
Diepolz (Gemeinde Großharras) (Österreich)
Diepolz (Gemeinde Großharras) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Großharras
Koordinaten 48° 39′ 35″ N, 16° 13′ 33″ Of1
Höhe 201 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 144 (1. Jän. 2026)
Fläche d. KG 6,62 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05042
Katastralgemeindenummer 13007
Bild
Die ehemalige Schule
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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Geografie

Das Dorf liegt westlich von Großharras und wird vom Diepolzgraben entwässert, der in den Mottschüttelbach fließt. Die Landesstraße L20 erschließt den Ort. Die Ortschaft umfasst 104 Adressen.[2]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 69 Häusern genannt, das nach Großharras eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Mailberg besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Kadolz ausgeübt. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Mailberg, Kadolz, Enzersdorf im Thale und Großwetzdorf.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Diepolz zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schneider und eine Schneiderin und zwei Tischler ansässig. Weiters gab es beim Ort ein Kalkwerk.[4]

Aufgrund der NÖ. Kommunalstrukturverbesserung erfolgte zum 1. Jänner 1970 die Zusammenlegung mit Großharras.[5]

Artesischer Brunnen

Rund einen Kilometer südwestlich von Diepolz wurde nach Unterlagen aus den 1980er Jahren ein frei auslaufender, artesischer Brunnen errichtet, um eine Wildtränke und danach einen Teich zu versorgen. Bei diesem Brunnen betrug die Schüttung einen Liter pro Sekunde. Nach Unterlagen aus den 1950er Jahren wurde in Stronsdorf ein artesischer Brunnen mit einer Endteufe von 60 m errichtet, um damit das Schloss und den Schlossgarten zu versorgen.[6]

Sehenswertes

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 110 (Ausgabe 1769; Diebholz in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 1. Band: Absdorf bis Falkenstein. Mechitaristen, Wien 1833, S. 137 (DiepolzInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 228.
Commons: Diepolz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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