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Dietenhausen (Weilmünster)

Ortsteil von Weilmünster From Wikipedia, the free encyclopedia

Dietenhausen ist ein Ortsteil des Marktfleckens Weilmünster im mittelhessischen Landkreis Limburg-Weilburg.

Schnelle Fakten Gemeinde Weilmünster ...
Dietenhausen
Gemeinde Weilmünster
Koordinaten: 50° 25′ N,  26′ O
Höhe: 336 m ü. NHN
Fläche: 4,81 km²[1]
Einwohner: 412 (30. Juni 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1970
Postleitzahl: 35789
Vorwahl: 06472
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Geografie

Der Ort liegt im östlichen Hintertaunus im Naturpark Taunus, in einer Höhenlage von 340 Metern über NN, südöstlich des Kernorts Weilmünster. Südöstlich des Dorfes entspringt der Iserbach, der weiter nach Möttau fließt und ein Tal bildet, in dem die Ortschaften liegen. Höchste Erhebungen bei Dietenhausen sind der Heiligenwald mit 415 Metern über NN und der Heidenkopf mit 405 Metern über NN.

Nachbarorte sind Weilmünster (westlich), Möttau (nordwestlich), Brandoberndorf (nordöstlich), Hasselborn (östlich) und Grävenwiesbach (südöstlich).

Geschichte

Ortsgeschichte

Im Jahr 1301 wurde der Ort soweit bekannt erstmals urkundlich als Didenhusen erwähnt. In erhaltenen Urkunden späterer Jahre wurde der Ort unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[3] Dydenhusen (1318) und Diedenhaußen (1627). Dietenhausen muss jedoch schon lange vor seiner Ersterwähnung besiedelt worden sein. Darauf deuten die Hügelgräberfelder in den nahegelegenen Wäldern hin. Nahe dem Dorf kreuzen einander ein alter Hellweg und die keltische Wellerstraße. Die Besiedlung wird demnach vermutlich in der keltischen oder vorkeltischen Zeit erfolgt sein.

Graf Gerlach von Nassau kaufte 1335 das Dorf, sowie weitere Besitzungen wie das nahegelegene Möttau, von den Grafen zu Solms. Zum Schutz errichtete er im Wald zwischen Dietenhausen und Möttau die Burg Grebenhausen.

Jahrhundertelang blieb Dietenhausen ein Bauerndorf. Die Bewohner betrieben neben der Landwirtschaft auch Eisenverhüttung in den umliegenden Wäldern.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten am 31. Dezember 1970 der bisherige Marktflecken Weilmünster im Oberlahnkreis mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Aulenhausen, Dietenhausen, Ernsthausen, Laimbach, Langenbach, Laubuseschbach, Lützendorf, Möttau, Rohnstadt und Wolfenhausen freiwillig zur neuen Großgemeinde Weilmünster.[4] Essershausen kam am 31. Dezember 1971 hinzu.[5] Für alle zwölf ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke gebildet.[6]

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,[Anm. 1] denen Dietenhausen angehört(e): [1][7]

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Dietenhausen 444 Einwohner. Darunter waren 3 (0,7 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 60 Einwohner unter 18 Jahren, 207 zwischen 18 und 49, 108 zwischen 50 und 64 und 69 Einwohner waren älter.[8] Die Einwohner lebten in 186 Haushalten. Davon waren 42 Singlehaushalte, 69 Paare ohne Kinder und 66 Paare mit Kindern, sowie 6 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 24 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 132 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]

Einwohnerentwicklung

 1630:30 Haushaltungen[3]
Dietenhausen: Einwohnerzahlen von 1825 bis 2020
Jahr  Einwohner
1825
 
235
1834
 
267
1840
 
287
1846
 
307
1852
 
333
1858
 
303
1864
 
329
1871
 
304
1875
 
280
1885
 
292
1895
 
284
1905
 
269
1910
 
282
1925
 
309
1939
 
271
1946
 
409
1950
 
400
1956
 
387
1961
 
369
1967
 
359
1970
 
373
1987
 
411
1993
 
445
1996
 
425
2001
 
432
2005
 
458
2010
 
455
2011
 
444
2015
 
436
2020
 
412
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1][3][2]; Zensus 2011[8]

Historische Religionszugehörigkeit

 1885:291 evangelische (= 99,66 %), ein katholischer (= 0,34 %) Einwohner[1]
 1961:310 evangelische (= 84,01 %), 49 katholische (= 13,28 %) Einwohner[1]

Politik

Für Dietenhausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Dietenhausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.[6] Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 71,39 %. Alle Kandidaten gehörten der Liste „Gemeinschaftsliste Dietenhausen“ an.[9] Der Ortsbeirat wählte Ralf Schmidt zum Ortsvorsteher.[10]

Vereine

Auf Ortsebene bestehen die Vereine Gesangverein „Liederkranz“ e. V., der Turn- und Sportverein Dietenhausen e. V., die Freiwillige Feuerwehr Dietenhausen e. V., gegr. 1934 (einschl. Jugendfeuerwehr seit 27. Februar 1996 und Kinderfeuerwehr seit 2. April 2011), sowie der Dietenhäuser Carneval Club e. V.

Wirtschaft und Infrastruktur

  • Seit dem Jahr 1934 sorgt die Freiwillige Feuerwehr Dietenhausen (seit 27. Februar 1996 mit ihrer Jugendfeuerwehr und seit 2. April 2011 mit der Kinderfeuerwehr) für den abwehrenden Brandschutz und die allgemeine Hilfe in diesem Ort.
  • Es bestehen das Dorfgemeinschaftshaus in der Lindenstraße, ein Sportplatz, ein Kinderspielplatz und Wanderwege.
  • Die Bezugs- und Absatzgenossenschaft in Dietenhausen fusionierte im Jahr 1976 mit der Raiffeisenbank Grävenwiesbach.
Commons: Dietenhausen – Sammlung von Bildern

Anmerkungen und Einzelnachweise

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